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Nützliche Bakterien: Darmflora variiert mit den Klimazonen

Corbis Eigentlich ist die Zusammensetzung der menschlichen Darmflora verblüffend stabil: Bakterien, die dort einmal leben, behaupten ihren Platz. Doch wie sich nun zeigt, hängt die Beschaffenheit der wundersamen Wohngemeinschaft mit den Klimazonen zusammen.
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#1 - 12.02.2014, 12:31 von Axel B.

Die guten Firmicutes-Bakterien

Was haben es die Menschen gut, die viele von den Firmicutes-Bakterien haben!
Sie brauchen weniger Essen, um die körperangepasste Energiezufuhr zu gewährleisten und sparen damit Geld (oder investieren es alternativ in höherwertige Nahrung).

Sie müssen ebenso nicht zu jeder Gelegenheit etwas in sich reinstopfen und gewinnen damit viel Zeit für Produktives, Kreatives oder z.B. sportliche Betätigung/Anstrengung, die den Körper artgerecht fordert.

#2 - 12.02.2014, 13:11 von wenjo

Firmicutes/ Bacteroidetes

Firmicutes und Bacteroidetes sind keine Gattungen, es sind PHYLA!! Das ist in etwa so, als ob ich Wirbeltiere und Molusken vergleichen würde. Beides sind auch PHYLA und nicht Gattungen.

#3 - 12.02.2014, 14:31 von shalom-71

Neues Abnehmen?

Das liest sich doch, als ob es den Ansatzpunkt für
eine neue Art von Abnehmkuren bietet:
Mithilfe eines speziellen Antibiotikums demoliert
man die Darmflora. Direkt darauf führt man
der Person (als "Flora-Ersatz") Darmbakterien
eines Typs zu, der nicht so effizient verdaut.

#4 - 12.02.2014, 15:50 von noalk

Von der Klimazone abhängig?

Mag sein, aber in unterschiedlichen Klimazonen werden unterschiedliche Nahrungsmittel verspeist. Und die Darmflora passt sich der Nahrungszusammensetzung an. Könnte das der eigentliche Zusammenhang sein?

#5 - 19.02.2014, 13:51 von Job Killer

Bakterienbus

Das mit dem "Flora-Ersatz" wird wohl nicht klappen. Es gibt Hinweise darauf, daß die Darmflora verwaltet wird und keinesfalls das Motto gälte "wer reinkommt, ist drin". So ist es Gegenstand der Forschung, wie eigentlich die Darmbakterien in die Muttermilch kommen.

In diesem Beitrag schreibt Dr. med. Christopher Mayr, »Der exakte Mechanismus, wie Bakterien die intestinalen Epithelien durchschreiten, das Immunsystem umgehen und die Milchdrüsen erreichen können, muss im Einzelnen noch geklärt werden [6] . Während einerseits der klassische Weg der Kontamination beschrieben wird, geht das Konzept des Muttermilch-Mikrobioms darüber hinaus [7] . Dieses Konzept postuliert eine aktive bakterielle Migration vom mütterlichen Verdauungstrakt zu den Milchdrüsen.«