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Testflug 2017: Europäer bauen am US-Raumschiff der Zukunft mit

DPA/ NASA Europa wird entscheidende Technik für das neue Raumschiff der Nasa liefern. Es soll Astronauten nicht nur zur Internationalen Raumstation fliegen, sondern auch zu ferneren Zielen. Los geht es wohl mit einer unbemannten Reise um den Mond.
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#10 - 15.01.2013, 20:10 von rentner2012

Zeit-und Geldverschwendung

In schöner Regelmäßigkeit werden in Europa Studien zu Raumfahrzeugen (z.B. CRV-Crew rescue vehicle, CTV=Crew transport vehicle, USERS demonstrator etc) von ESA finanziert wobei immer wieder die gleichen Konzepte leicht verändert als revolutionär neu und diesmal als bestes überhaupt verkauft werden nur um Studienabteilungen bei Großkonzernen in Bremen, Turin, Paris, Toulouse, Madrid, München, zu finanzieren und Hochglanzprospekte und Super-Power Point Präsentationen auf Messen und Kongressen zu verteilen. Alte Ordner werden neu beschriftet und etwas aufgehübscht um sie als selbst erarbeitete Superleistung zu verkaufen. Alle klopfen sich auf die Schultern und bestätigen sich gegenseitig welche Kapazitäten sie doch sind. Gott sei Dank bin ich bei der Selbstbeweihräucherung nicht mehr dabei.

#11 - 15.01.2013, 20:19 von Gesinnungspreusse

Ja, keine Pioniere mehr

Zitat von hbcd
Ist mal ne sehr interessante Behauptung. Glauben Sie, dass die ESA es alleine geschafft hätte einen Roboter wie Curiosity auf dem Mars zu landen? Das hätte Niemand außer der NASA gepackt. Das Shuttleprogramm zu beenden war richtig. Nicht nur weil die Shuttle alt und sehr anfällig geworden sind wodurch ihre Wartung immer teurer wurde. Es erzwingt zwangsläufig die Entwicklung neuer Technologien und Transportmittel. Das ist gut so. Bei einer Zusammenarbeit mit den Russen wäre ich vorsichtig. Das kann schnell nach hinten losgehen. Denen fällt im Moment jedes zweite Raumvehikel aus dem Himmel oder aus dem Orbit wenn sie es denn dahin schaffen. Wie der Titel ISS schon sagt ist die Station international, warum sollen also die Amis alleine dafür verantwortlich sein sie zu versorgen. Der ATV ist billiger (30 Mio EUR pro Start) als der eingestellt Kliper und hat mehr als 3 mal soviel Kapazität. Es macht sinn die verwendeten Technologien weiter zu entwickeln und zu verwenden.
Die Anfänge der US Raumfahrt waren von Deutschen wie Wernher von Braun geprägt und Jesko von Puttkamer geprägt. Sowohl Russen, Chinesen, Europäer als auch die Japaner und andere Nationen sind sehr gut in der Lage Sonden in den Weltraum zu schießen. Neben einigen Sonden wegen Umrechnungsfehlern metrisch<->zoll zu Schrott zu schießen, haben es die NASA und die USA geschafft zukunftsweisende Projekte wie die Venture Star zu versenken. Lieber gibt man das Geld für den 20en Flugzeugträger oder unsinnige Kampfdrohnenprogramme aus. Das russische Raumfahrtprogramm ist auch nicht frei von Fehlern, jedoch können Sie gerne die Anzahl russischer Raumstationen mit denen amerikanischer vergleichen. Technische Rückschritte machen keinen Sinn, es sei denn man hält andere Dinge für wichtiger. Space Shuttle und Buran haben das Potential und die Leistungsfähigkeit von Gleitern gezeigt, diesen Weg hätte man weitergehen sollen.

#12 - 15.01.2013, 21:47 von Dromedar

@Shuttle-Programm:

Grundsätzlich ist es viel sinnvoller Fracht und Mensch getrennt hochzuschicken und ggf. dort wiederzusammenzukoppeln als es in einem Ruck, wegen der exponentiell wachsenden Raktengröße, die dafür notwendig ist. Das wussten natürlich auch die Ingenieure, die die Shuttles bauten, aber man versprach sich von denen einfache Wiederverwendung und die Möglichkeit von häufigen Starts. Beides hatte sich nicht erfüllt, jeder Shuttle-Start war irrsinnig teuer, insbesondere weil es nach jedem Flug im Prinzip komplett runderneuert werden mußte. Außerdem bekam man die Hitzeschild-Problematik nicht in den Griff, da gibt es halt auch prinzipielle Grenzen, bei Raumkapseln hingegen hat man die nicht (ablatische Hitzeschild halten viel aus, sind aber nicht wiederverndbar, da sie "weg"schmelzen sollen).

In den 70ern war das Shuttle-Programm revolutionär, aber es erfüllt halt nicht die Erwartungen und im Gegensatz zu den 70ern haben wir heutzutage herausragende Computer- und (autonome) Roboter-Technik, die ganz andere Möglichkeiten bietet. Auch die Software-Technik hat in den letzten 10 Jahren gewaltige Fortschritte gemacht, so dass Programmfehler deutlich seltener geworden sind (bzw. rechtzeitig eliminiert werden). Es ist also absolut sinnvoll, neue "alte" Wege zu bestreiten.

#13 - 15.01.2013, 21:58 von capitain_future

Kamikaze Missionen.:

Zitat von Gesinnungspreusse
Das ganze ist zum Fenster rausgeworfenes Geld. Die Amerikaner sind nichtmehr die Pioniere von einst, sondern haben sich zu gierigen Krämerseelen gewandelt. Mit dem Ende des Shuttleprogramms sprangen sie zurück in die 70er und sind inzwischen nicht einmal mehr in der Lage, die ISS zu versorgen! Europa sollte sich auch in diesem Bereich mit Russland als Partner zusammentun, das Kliper Programm war wesentlich vielversprechender als ein Rückschritt zu Gemini/Apollo. Ich hege immer stärker den Verdacht, dass Europa von inkompetenten Schreibtischtätern gelenkt wird.
Ergebnisse zählen
und keine Angeber Projekte wie bisher von NASA und ESA und wie die anderen heissen,die nur auf puren Egoistmus und deren überbezahlten Eliten bestehen.

Und anschließend als "besondere" Ergebnisse = bunte Bilder von Kamikaze Missionen.

Bevor Sie zu den Sternen wollen:

NASA samt ESA sollten erstmal ihre eigenen Ländern (und ihr Volk) mit HIGH Tech wie eine Automobil taugliche 20kW Brennstoff Zelle versorgen!

Dass wäre doch ein großer Fortschritt den Verbrennungsmotor gegen einen umweltfreundlichen auszutauschen ?

Wo nach mehr als 50 Jahren Raumfahrt sind eigentlich die Hochleistungs Solarzellen geblieben ,die zum sozialfreundlichen Preis gekauft werden können ?

Und in Sachen Rohstoff Rückgewinnung-was für jedes Raumschiff so wichtig wäre-
schaffen doch nicht einmal das große EU oder die doppelte so große USA -> in ihren eigenen Land ,Städte und Industrie sauber zu halten.

Dass wäre ebenso ein großen Fortschritt aus jeden Liter Abwasser die Gift Stoffe und die Bio Masse sinnvoll zu verwerten ? Biomasse zu Methan oder Wasserstoff.

Und außerdem bevor Sie mit uralten Apollo Schrott auf die Kamikaze Reise gehen wollen,incl. Tod auf den Mars wegen Sauerstoffmangel,Kälte und Hunger,was alles ungelöste Aufgaben sind.

Wo ist eigentlich der Magnetoplasmadynamischer Antrieb genannt auch VASIMR-Motor ???

Ohne den brauchen Sie irgendswo hinfliegen.Särge gibt es da billiger !

#14 - 15.01.2013, 22:18 von capitain_future

Kamikaze Missionen Teil 2

Zitat von sysop
Europa wird entscheidende Technik für das neue Raumschiff der Nasa liefern. Es soll Astronauten nicht nur zur Internationalen Raumstation fliegen, sondern auch zu ferneren Zielen. Los geht es wohl mit einer unbemannten Reise um den Mond.
Ich finde so lange nur auf Kamikaze Missionen mit mangelhafter Technik gesetzt wird braucht niemand los fliegen,außer er/sie/es sind/ist Lebensmüde.

Die bessere Idee = das perfekte Recycling als Bastelaufgabe:

das zukünftige (T)Raumschiff aus den vielen Material
"alter" und teuren ISS ATVs zusammenzuschrauben ,die ja regelmäßig sonst zu Weltraummüll werden.

und mit 24 frischen Vasimr-Motoren (VF-200 Antrieb) samt genügend Atomreaktoren (wobei die alten Brennstäbe herrausnehmbar sind -> Notabwurf)

sowie All inclusiv Solarbetriebener Recycling Anlage (für Wasser,Sauerstoff und Biomasse) auszustatten.

Nebenbei kann dieses Raumschiff dann als Notausgang für die ISS Besatzung in Zukunft dienen.

#15 - 15.01.2013, 22:46 von rap2

spannende Sache, die Rumfliegerei im All

bei plötzlichem kompletten Druckverlust kann man noch nicht mal die Luft anhalten (dann platzt die Lunge) und nach spätestesn 5 Sekunden ist man bewußtlos. Nach 90s tot.

Ganz zu schweigen von den Risiken durch die harte kosmische Strahlung außerhalb unseres (seltenen) Erdmagnetfeldes und der Atmosphäre.
zB wissenschaft.de - Raumfahrt kann ins Auge gehen

Naja, manche müssen eben weite Wege zurücklegen um das schätzen zu können was wir hier "unten" haben. Und zerstören.

#16 - 16.01.2013, 23:28 von vandenplas

Fliegende Mülltonnen

Dieses "neue" Ding sieht immer noch aus wie eine fliegende Mülltonne aus den 60er Jahren!
Immer noch Raketen mit chemischem Antrieb wie zu Zeiten der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts (V2)! Wo bleiben der (Anti-)Gravitationsantrieb, Warp-Motor, Abschaltung der Massenträgheit und Anti-Materie oder ZPE als praktisch unerschöpfliche Energiequellen? Warum können wir immer noch keine künstliche Schwerkraft - wenigstens wie in Space Odyssey 2001 oder Event Horizon - erzeugen?
Warum gibt es heute noch keine vernünftigen Deflektoren? Nicht gegen Strahlenwaffen, sondern gegen kosmische Strahlung.
Wie stellt man sich die Kommunikation, z.B. bei Mars-Missionen vor? Eine Nachricht bräuchte geschlagene 10 Minuten für einen Weg; 20 Minuten also für beide Wege. Warum haben wir heute noch keine Kommunikationsgeräte auf der Grundlage der Quantenverschränkung? Wann wird Lucas Films angeheuert um dem Space-Kübel mehr Design zu geben?

Folgerung: Man möge doch noch 6 Nullen an die 20'000'000 anhängen! Oder mit den weisen Worten Yoda's: "Do, or do not. There is no try." ;-))

#17 - 16.01.2013, 23:40 von tart

keine geldverschwendung

das nasa programm der 60er und 70er hat ernorm viel technologie voran getrieben...wir sollten mehr geld in solche projekte stecken ....

#18 - 16.01.2013, 23:42 von xtechnokratx

Der Wirkungsgrad

Zitat von capitain_future
....Wo nach mehr als 50 Jahren Raumfahrt sind eigentlich die Hochleistungs Solarzellen geblieben ,die zum sozialfreundlichen Preis gekauft werden können ?...!
ist vielleicht noch nicht so toll aber heute kriegt man eine passable Solaranlage die mehr als ausreichend für eine Familie ist für den Preis eines Kleinwagens aber die Leute kaufen sich lieber auf Pump einen dicken SUV für das doppelte...

#19 - 16.01.2013, 23:51 von Umbriel

ja schon aber

Zitat von rentner2012
In schöner Regelmäßigkeit werden in Europa Studien zu Raumfahrzeugen (z.B. CRV-Crew rescue vehicle, CTV=Crew transport vehicle, USERS demonstrator etc) von ESA finanziert wobei immer wieder die gleichen Konzepte leicht verändert als revolutionär neu und diesmal als bestes überhaupt verkauft werden nur um Studienabteilungen bei Großkonzernen in Bremen, Turin, Paris, Toulouse, Madrid, München, zu finanzieren .
Visionäre wirds da geben aber diese Anstalten haben eher den Charakter von Innovationsabsorptionsanstalten. Machen sich zuständig, schrecken aber mit gähnender Langeweile ab. Immerhin verzögern die den Verfall des Wissens der einstigen Pioniere...

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