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Trotz Atomausstieg: Kohlendioxid-Ausstoß in Deutschland geht zurück

SPIEGEL ONLINE Trotz Atomausstieg und starker Konjunktur: Industrie und Energieversorger in Deutschland haben 2011 weniger Kohlendioxid ausgestoßen als im Vorjahr - und blieben unter der erlaubten Grenze.
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#1 - 02.04.2012, 16:41 von EEkat

Erlaubte Grenzen? DDR 2.0

Zitat von sysop
....Deutschland.... weniger Kohlendioxid ausgestoßen als im Vorjahr - und blieben unter der erlaubten Grenze.
Wer erlaubt denn sowas? Etwa diejenigen, die an den Bestimmungen des Maastricht-Vertrages vorbei Europa mit unserem Geld fluten? Wann udn durch was wurde dergleichen jemals legalisiert?

Sind es diejenigen, die mit staatlichem Auftrag in fremde Länder einfallen, um gegen dortige Gesetze zu verstoßen?

Die Macht der Erlaubnis - die Gesetzgebung also - ist in die falschen Hände, unter die Räder geraten. Man ordnet nicht mehr ein gedeihliches Miteinander, unterwirft sich dem Interesse der Allgemeinheit, sondern verfolgt ideologische Ansätze, um das Interesse der Allgemeinheit gleich diktieren zu können.

#2 - 02.04.2012, 16:46 von Gerhard Stenkamp

2010

stiegen die Gesamtemissionen und CO2-Emissionen. Zitiere: "Trendverlauf unter Beachtung von Änderungen zum Vorjahr des Berichtszeitraumes

Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Emissionen in allen wirtschaftlichen Sektoren konjunkturbedingt, was andere Einflüsse größtenteils überdeckt.
In den Haushalten stiegen die Emissionen gegenüber dem Vorjahr witterungsbedingt ebenfalls wieder an."
Quelle: http://cdr.eionet.europa.eu/de/eu/gh...on_deutsch.pdf
Es kommt ja wohl auf den Gesamtverlauf an! Wie das Ziel erreicht werden soll, den CO2-Ausstoß um 40 Prozent bis 2020 zu senken, leuchtet mir nicht ein! Der Umstieg auf Diesel und Erdgas ist fast ausgereizt und die produzieren auch CO2!

#3 - 02.04.2012, 16:52 von nach.denker

Zitat von sysop
Trotz Atomausstieg und starker Konjunktur: Industrie und Energieversorger in Deutschland haben 2011 weniger Kohlendioxid ausgestoßen als im Vorjahr - und blieben unter der erlaubten Grenze.
Meldungen, Daten und die Realität.
Trotz Atomausstieg: Kohlendioxid-Ausstoß in Deutschland geht zurück - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
Industrie in Deutschland schwächelt weiter
Einfach mal die Diagramme um 2008/2009 vergleichen mit der Ausssage "trotz starker Konjunktur"...
Im Originaldokument (http://cdr.eionet.europa.eu/de/eu/gh...on_deutsch.pdf) kann man dann auf Seite 57 lesen, dass die CO2-Emission von 2009 auf 2010 aufgrund der wirtschaftlichen Erholung stieg (und sich damit sauber in die CO2 Abwärtstendenz seit 1990 einreiht). Vieleicht findet ja ein anderer die Aussagen zum Jahr 2011, die ich hier nicht finde.
Dass der harte Atomausstieg erst 2012 passiert ist und damit ohnehin nicht erfasst ist, muss ich ja nicht erwähnen.

#4 - 02.04.2012, 16:54 von besso

geht ja ganz einfach...

Zitat von Gerhard Stenkamp
stiegen die Gesamtemissionen und CO2-Emissionen. Zitiere: "Trendverlauf unter Beachtung von Änderungen zum Vorjahr des Berichtszeitraumes Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Emissionen in allen wirtschaftlichen Sektoren konjunkturbedingt......
die Kohle- und Ölkraftwerke laufen jetz im Ausland für D!
Smart, oder?

#5 - 02.04.2012, 17:05 von acusticusneurinom

Das Zauberwort heißt: Effizienz!

Zitat von besso
die Kohle- und Ölkraftwerke laufen jetz im Ausland für D! Smart, oder?
Können Sie lesen?

Trotz Atomausstieg: Kohlendioxid-Ausstoß in Deutschland geht zurück: Nach Angaben der Experten aus Dessau ist der Kohlendioxid-Ausstoß der deutschen Industrieanlagen im vergangenen Jahr trotz des vergleichsweise hohen Wachstums gesunken. Die Menge in den vom Emissionshandel erfassten Bereichen ging um ein Prozent zurück. So konnte auch die in Deutschland starke Wirtschaftstätigkeit offenbar durch bessere Energieeffizienz ausgeglichen werden...
Ich weiß, das gefällt den Atomkraftbefürwortern einer ganz bestimmten Generation und einer ganz bestimmten politischen Richtung überhaupt nicht, sie geraten schier in Raserei ob solcher Nachrichten, aber eines ist doch gewiß:

Gerade die Betreiber energieintensiver Industrieanlagen sind bemüht, ihre Prozesse so energiesparend wie möglich zu organisieren.
Gleich, ob der Strom nun aus Atom-, Kohlekraftwerken oder EE kommt.
Was man nicht verbraucht, muß man nicht bezahlen. Auch an das Ausland nicht, weil dafür kein weiteres Kraftwerk dort laufen muß.

#6 - 02.04.2012, 17:06 von Markus Landgraf

Daten

Zitat von nach.denker
Meldungen, Daten und die Realität.
In der Tat. Die Daten existieren in diesem Fall gar nicht, da der CO2-Ausstoss gar nicht gemessen, sondern "behördlich erfasst" wird.

#7 - 02.04.2012, 17:12 von msiefert

Export

Zitat von besso
die Kohle- und Ölkraftwerke laufen jetz im Ausland für D! Smart, oder?
Obwohl Deutschland Strom exportiert? Na sowas.

#8 - 02.04.2012, 17:26 von nach.denker

Zitat von msiefert
Obwohl Deutschland Strom exportiert? Na sowas.
Ja, Deutschland zeigt trotz Atom-Moratorium eine positive Exportbilanz für 2011. Dazu einfach mal selber die brennstoffbezogenen Energieerzeugungsdaten aus der Zeit der Anschaltung im März 2011 recherchieren (z.B. DESTATIS). Der zeitsynchrone Anstieg der Energieerzeugung aus Kohle/Gas ist auffällig genug.

Für 2011 fehlen aber eben noch die Daten fürs CO2...

#9 - 02.04.2012, 17:28 von NuclearSavety

Was gestiegene Energieeffizient wirklich meint....

Zitat von acusticusneurinom
Können Sie lesen? Ich weiß, ... aber eines ist doch gewiß: Gerade die Betreiber energieintensiver Industrieanlagen sind bemüht, ihre Prozesse so energiesparend wie möglich zu organisieren.
Leider ist die deutsche Definition von Energieeffizienz lieber Rohstahl importieren anstatt Koks und Eisenerz wie früher, und dafür auf China & Co wegen deren rasant steigenden CO2-Verbrauch anmachen.
Das Ziel der Industrie ist es NICHT möglichst umweltschonend zu arbeiten, sondern möglichst BILLIG. Das ist halt Kapitalismus, das muss man nicht mögen, das muss man aber akzeptieren. Und wenn man in Schwellenländern keine CO2-Zertifikate kaufen muss, dann muss man kein Hellseher sein warum der CO2-Ausstoss bei uns sinkt und dort steigt..

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