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"Özil hat mit seinem Auftritt mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan einen Fehler gemacht." Aber der Grundsatz: "Wir gewinnen gemeinsam, wir verlieren gemeinsam" gelte für ihn wohl nicht. Außerdem habe der DFB "leider den falschen Ton angeschlagen und die Diskussion unnötig verschärft."

Andrea Nahles, SPD-Vorsitzende, gegenüber der "Osnabrücker Zeitung"

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"Wir müssen uns schon hinterfragen, wie wir mit unseren Nationalspielern umgehen. Auf einen Spieler, der über 90 Mal unser Land vertreten hat, so einzuprügeln, halte ich für falsch und das hat er nicht verdient (...). Özil wurde die Verantwortung immer zugeschoben."

Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann im Sky-Interview

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"Ich glaube auch nicht, dass der Fall eines in England lebenden und arbeitenden Multimillionärs Auskunft gibt über die Integrationsfähigkeit in Deutschland."

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) bei einer Pressekonferenz

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"Es ist ein Alarmzeichen, wenn sich ein großer, deutscher Fußballer wie Mesut Özil in seinem Land wegen Rassismus nicht mehr gewollt und vom DFB nicht repräsentiert fühlt."

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) auf Twitter

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"Ich bin tief traurig über die von Mesut Özil getroffene Entscheidung. Wenn es zu Konflikten kommt, muss man unglaublich schnell versuchen, diese Konflikte durch Gespräche zu erledigen. Das hat der DFB vor der WM aus welchen Gründen auch immer nicht geschafft und jetzt kommt der Vorgang wieder hoch. Durch Fehler in der Kommunikation ist etwas passiert, das bei Migranten nie passieren darf: Sie dürfen sich nie als Deutsche zweiter Klasse fühlen."

Theo Zwanziger, ehemaliger DFB-Präsident

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"Aber stellen Sie sich vor, welchem Druck Herr Mesut in diesem Prozess ausgesetzt war. Wo sind Höflichkeit, Toleranz, Pluralismus geblieben...?!"

Der Sprecher des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan (Foto), Ibrahim Kalin, auf Twitter

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"Es ist fatal, wenn junge Deutsch-Türken jetzt den Eindruck bekommen, sie hätten keinen Platz in der deutschen Nationalelf. Leistung gibt es nur in Vielfalt, nicht in Einfalt. So sind wir 2014 Weltmeister geworden. Und Frankreich jetzt."

Der Grüne-Abgeordnete Cem Özdemir in der "Berliner Zeitung"

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"Gut, dass sich Özil endlich erklärt. Bei allem Verständnis für die famil. Wurzeln, müssen sich Nationalspieler Kritik gefallen lassen, wenn sie sich für Wahlkampfzwecke hergeben. Zugleich darf diese berechtigte Kritik nicht in pauschale Abwertung von Spielern mit MGH (Migrationshintergrund) umschlagen."

Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz, auf Twitter

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"An alle Bürgerinnen und Bürger mit unterschiedlichen Wurzeln: Wir gehören zusammen und wir akzeptieren Rassismus never ever."

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel auf Twitter

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"Wir unterstützen die ehrenhafte Haltung unseres Bruders Mesut Özil von Herzen."

Der türkische Sportminister Mehmet Kasapoglu (nicht im Foto) auf Twitter

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"Grindel hätte gehen sollen, nicht Özil."

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Omid Nouripour auf Twitter

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"Austritt Mesut Özils aus Nationalmannschaft ist ein Dokument des Scheiterns. (...) Grindel muss auch gehen!"

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Renate Künast auf Twitter

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"Egal was sie sagen, Du warst, bist und wirst immer ein Gewinner sein, Özil."

Der Schriftsteller und Bestsellerautor Paulo Coelho auf Twitter

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"Niemand Vernünftiges will, dass Mesut Özil seine Herkunft verleugnet. Aber zu behaupten, dass ein Foto mit Erdogan - mitten im türkischen Wahlkampf - ohne politische Absichten entstanden sei, ist naiv."

Paul Ziemiak (CDU), Vorsitzender der Jungen Union, in der "Bild"-Zeitung

AFP

"Es ist in keiner Weise hinnehmbar, wenn der DFB und seine Spitze pauschal in Zusammenhang mit Rassismus gerückt werden. Diese Unterstellungen gilt es mit aller Entschiedenheit zurückzuweisen."

Reinhard Rauball, Vorsitzender der Deutschen Fußball-Liga (DFL), auf Twitter

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Reaktionen zum Özil-Rücktritt: "Grindel hätte gehen sollen, nicht Özil"