Sehen Sie nicht weg, sondern gehen Sie ins Gespräch unter vier Augen , wenn Sie beobachten, dass ein Mitarbeiter über einen längeren Zeitraum unruhig oder erregt ist, seine Arbeitsleistung vermindert. Psychische Erkrankungen entstehen häufig über einen längeren Zeitraum und können über Frühwarnsymptome erkennbar sein.

Das empfiehlt der Bundesverband der Angehöringen psychisch Kranker.

Folgendes Gesprächskonzept kann dann hilfreich sein: Sie schildern Auffälligkeiten und fragen, was los ist und was der Mitarbeiter braucht. Zum Schluss teilen Sie mit, dass Sie ansprechbar sind . Fragen Sie nach und hören Sie zu. Versuchen Sie, wenn möglich, eine Vereinbarung zum Schluss zu treffen.

(Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt)

Nehmen Sie Ihre Leitungsfunktion wahr, wenn die leistungsreduzierte Arbeit des Mitarbeiters länger andauert: Vereinbaren Sie konkrete Arbeitsziele mit dem betroffenen Mitarbeiter, bieten Sie Hilfe an und fordern vom Mitarbeiter die aktive Erhaltung seiner Gesundheit.

(Bundesverband der Angehöringen psychisch Kranker)

Behalten Sie die Führungsverantwortung, indem Sie den Mitarbeiter fördern und fordern. Bringen Sie Geduld, Fürsorge und Flexibilität auf, aber halten Sie auch an (reduzierten) Leistungsanforderungen fest und nehmen Sie dadurch den Mitarbeiter ernst.

(Bundesverband der Angehöringen psychisch Kranker)

Eine Notfallnummer für Krisen am Arbeitsplatz kann den Mitarbeitern das Gefühl geben, dass sie in einem Ernstfall schnell Hilfe bekommen können. Das kann entlasten und sinnvoll sein, selbst wenn die Maßnahmen vielleicht nie gebraucht werden.

(Carsten Burfeind, Berater für psychische Gesundheit am Arbeitsplatz)

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Ratgeber bei psychischer Erkrankung: So reagieren Sie als Vorgesetzter richtig