einestages

Reporter Edward R. Murrow

Wahrheit als Waffe

Hollywood-Star George Clooney setzte ihm in "Good Night, and Good Luck" 2005 ein Filmdenkmal. Der US-Journalist Ed Murrow demontierte mit seiner Sendung in den Fünfzigern den Kommunistenjäger Joseph McCarthy.

Von Hans-Jörg Michaelsen
Freitag, 25.04.2008   14:39 Uhr

Persönlicher Mut und messerscharfer Verstand waren seine Markenzeichen: 1940 wurde der aus einem kleinen Ort in North Carolina stammende Farmerssohn der bekannteste Radioreporter des Zweiten Weltkriegs. Als 32-jähriger Korrespondent der CBS, der großen amerikanischen Rundfunkgesellschaft, versorgte Edward R. Murrow Amerika mit Nachrichten aus England, die er stets mit: "This ... is London" einleitete. Sobald die Luftschutz-Sirenen heulten, stieg er auf den Dachboden der Kirche St. Martin-in-the-Fields am Trafalgar Square und berichtete von dort aus über "The German Blitz". Wenn in amerikanischen Wohnstuben das Krachen der Bombeneinschläge seine Reportagen untermalten, glaubten seine Hörer, selbst dabei zu sein. Als die Vereinigten Staaten 1941 in den Krieg eingriffen, nahm Murrow unerschrocken an Bombenangriffen der Air Force und an Einsätzen britischer Minensuchboote teil.

1945 schockierte seine Reportage über die Befreiung des KZ Buchenwald seine Landsleute. Er schilderte ihnen live den Anblick der Leichenberge, "aufgestapelt wie Holzscheite". Der entsetzte Funk-Profi schloss seine Reportage mit den Worten: "Falls ich Sie mit dieser eher zurückhaltenden Darstellung von Buchenwald verstört habe, tut es mir nicht im Geringsten leid."

Gegen den Kommunistenjäger McCarthy

Murrow erkannte früh die Möglichkeiten des Fernsehens und wechselte das Medium. Auch hier blieb er seinem Arbeitsethos treu: Er wollte für den Truckfahrer verständlich sein und den Professor nicht unterfordern. Wer sich auf eine Bildschirmdiskussion mit ihm einließ, konnte enorm an Popularität zulegen - oder war für immer erledigt.

Das zeigte sich, als Murrow den Senator von Wisconsin, Joseph McCarthy, öffentlich in die Schranken der Demokratie wies. Seine legendäre Sendung aus der Reihe "See It Now" im März 1954 befasste sich mit dem gefürchteten Kommunistenjäger, der 1952 den Vorsitz des Kongressausschusses für "unamerikanische Umtriebe" übernommen hatte. Vor dem Gremium mussten sich im Lauf der Jahre unzählige Vertreter des öffentlichen Lebens rechtfertigen. Charlie Chaplin ebenso wie Gary Cooper, Arthur Miller, Leonard Bernstein und Thomas Mann. Auch der Emigrant Bertold Brecht sollte hier beweisen, dass er kein Staatsfeind war. Ein französischer Journalist berichtete damals, auf ihn habe es so gewirkt, als sei "ein Zoologe Gefangener von Affen" geworden.

Als Murrows Team mit seinem souveränen Moderator 1954 über einen Marine-Piloten berichtete, der vom Militär entlassen worden war, weil er sich geweigert hatte, seine Verwandten als Kommunisten zu denunzieren, war das Maß voll. Murrows Sendung trug entscheidend dazu bei, dieser ideologischen Hexenjagd und dem als Patriotismus getarnten Kontrollwahn ein Ende zu bereiten.

Die Sendung, die McCarthy demontierte, enthielt fast ausschließlich Aufnahmen von ihm selbst: Wie er seine üblichen Anschuldigungen erhob, Politiker und Professoren des Hochverrats bezichtigte und Zeugen beschimpfte. Seine Methode, Gegner durch Verdächtigungen einzuschüchtern, hatte nun die entgegengesetzte Wirkung. Die öffentliche Meinung in den USA richtete sich gegen den machtbesessenen Senator und löste die Bruchlandung seiner politischen Laufbahn aus.

Im Dienst der amerikanischen Politik

1961 bat Präsident John F. Kennedy ihn, die Leitung des Informationsamtes, der US-Behörde für Öffentlichkeitsarbeit, zu übernehmen. Damit wurde Murrow zum Chef von 10.000 US-Beamten in aller Welt und tauschte seinen einträglichen TV-Job gegen eine Beamtenposition, die mit weniger als Hunderttausend Dollar dotiert war.

Doch gesundheitliche Beschwerden machten der neuen Karriere bald ein Ende. Der starke Raucher musste sich einer schweren Lungenoperation unterziehen und sein einflussreiches Staatsamt aufgeben. Am 27. März 1965 starb Edward R. Murrow mit 57 Jahren an Lungenkrebs in seinem Haus in Pawling, New York. Noch zwei Monate vor seinem Tod hatte Königin Elisabeth II. ihn mit dem Titel "Honorary Knight Commander" ausgezeichnet.

Eine Ikone des Journalismus

Auf dem Höhepunkt seiner Karriere war Ed Murrow der unangefochtene Star beim Mediengiganten CBS mit einem Jahresgehalt von mehr als 1 Million US-Dollar. Von seiner Popularität zeugen heute allein fünf verschiedene Journalistenpreise, die in den USA vergeben werden und seinen Namen tragen.

Mit dem Film "Good Night, and Good Luck" hat George Clooney 2005 dieser Ikone des TV-Journalismus ein Denkmal gesetzt. Murrows Charisma, sein Einsatz für Menschenrechte und Pressefreiheit und das Ausmaß seiner öffentlichen Wirkung wurden dadurch noch einmal einem großen Publikum vor Augen geführt.

insgesamt 5 Beiträge
Stefan Nilles 27.04.2008
1.
Wenn schon aus Wikipedia kopieren, dann bitte richtig: MCCarthy wurde nicht 1952 Vorsitzender des Kongressausschusses für "unamerikanische Umtriebe" sondern 1953 für das "Senate Committee on Government [...]
Wenn schon aus Wikipedia kopieren, dann bitte richtig: MCCarthy wurde nicht 1952 Vorsitzender des Kongressausschusses für "unamerikanische Umtriebe" sondern 1953 für das "Senate Committee on Government Operations". Mit dem "House Committee on Un-American Activities" hatte er nichts zu tun. Ist schon schade, wenn man bei eines Tages so schlecht recherchierte Beiträge lesen muss. Leider wird auch überhaupt nicht erklärt, warum Murrows Sendung denn nun zur Demontage MCCarthys führte, wie es die Einleitung anpreist. Für Interessierte und des Englischen Mächtige: In the show's conclusion, Murrow said of McCarthy: "His primary achievement has been in confusing the public mind, as between the internal and the external threats of Communism. We must not confuse dissent with disloyalty. We must remember always that accusation is not proof and that conviction depends upon evidence and due process of law. We will not walk in fear, one of another. We will not be driven by fear into an age of unreason, if we dig deep in our history and our doctrine, and remember that we are not descended from fearful men. [...] We proclaim ourselves, as indeed we are, the defenders of freedom, wherever it continues to exist in the world, but we cannot defend freedom abroad by deserting it at home. The actions of the junior Senator from Wisconsin have caused alarm and dismay amongst our allies abroad, and given considerable comfort to our enemies. And whose fault is that? Not really his. He didn't create this situation of fear; he merely exploited it -- and rather successfully." The following week See It Now ran another episode critical of McCarthy, this one focusing on the case of Annie Lee Moss, an African-American army clerk who was the target of one of McCarthy's investigations. The Murrow shows, together with the televised Army-McCarthy hearings of the same year, were the major causes of a nationwide popular opinion backlash against McCarthy, in part because for the first time his statements were being publicly challenged by noteworthy figures. To counter the negative publicity, McCarthy appeared on See It Now on April 6, 1954, and made a number of charges against the popular Murrow. This response did not go over well with viewers, and the result was a further decline in his popularity. President Eisenhower, now free of McCarthy's political intimidation, referred to "McCarthyWASm" in conversation with a reporter.
Hans-Jörg Michaelsen 29.04.2008
2.
Mein Beitrag über Edward. R. Murrow "Wahrheit als Waffe" ist das Ergebnis von einer Jahre langen Beschäftigung mit dem amerikanischen Journalismus und speziell mit der Person dieses herausragenden Journalisten. Sie [...]
Mein Beitrag über Edward. R. Murrow "Wahrheit als Waffe" ist das Ergebnis von einer Jahre langen Beschäftigung mit dem amerikanischen Journalismus und speziell mit der Person dieses herausragenden Journalisten. Sie reicht zurück bis in eine Zeit, in der es weder Internet noch "Wikipedia" gab. Bei den Recherchen zu diesem Beitrag wurde bewusst Wikipedia weitgehend unberücksichtigt gelassen. Es wurden vielmehr zum größten Teil zeitgenössische Quellen herangezogen, die ein umfangreicheres Spektrum der Sichtweisen auf das Objekt der Berichterstattung erlauben: CBS, die Archive der NYT und Washington Post, die Tagebücher von William L. Shirer, eine umfassende Dokumentation aus dem US Department of State und zahlreiche andere Quellen aus dem Internet, z.B. American Masters, Radio News, Museum of Broadcast Communication, Poynter und nicht zuletzt die Transskription der Original-Dialoge aus "Good Night, an Good Luck". Bei dieser komplexen Quellenlage stößt man teilweise auf miteinander konkurrierende Fakten, die man publizistisch bewältigen muss, indem man sich bewusst für dasjenige entscheidet, was einem als plausibel, sinnvoll und inhaltlich bedeutsam erscheint. Das ist ein allgemeines Problem, welches man nicht vermeiden kann. Eine kompetente Klärung von widersprüchlichen Fakten im Sinne einer historisch-kritischen Diskussion der Quellen- und Faktenlage muss daher den entsprechenden Fachwissenschaftlern und Biographen vorbehalten bleiben. Wenn Herr Nilles auf der Grundlage der ihm zur Verfügung stehenden Unterlagen meint, andersartige Varianten einzelner Fakten, über deren Wichtigkeit im Gesamtkontext man diskutieren könnte, als Indiz für eine unzulängliche Arbeitsweise meinerseits ins Feld führen zu können, so bleibt ihm das unbenommen. Die Frage, ob der von ihm gewählte Ton den Maßstäben einer sachlichen Kritik standhält, mag er noch einmal in Ruhe für sich selbst beantworten. Da er jedoch von nicht zutreffenden Voraussetzungen ausgeht, erweisen sich seine Unterstellungen als unberechtigt, unbegründet und somit als nicht anschlussfähig. Meine eigentliche Intention, die Lebensleistung von Edward R. Murrow in angemessener und persönlicher Sichtweise zu würdigen, sehe ich dadurch nicht beeinträchtigt. Hans-Jörg Michaelsen
Stefan Nilles 02.05.2008
3.
Ihre sprachlich zugegebenermaßen geschliffene Replik geht leider nur sehr unzureichend auf meine konkrete Kritik ein. Zum einen ist da diese fast im Wortlaut übereinstimmende Passage aus Wikipedia, die kaum an unabhängige [...]
Ihre sprachlich zugegebenermaßen geschliffene Replik geht leider nur sehr unzureichend auf meine konkrete Kritik ein. Zum einen ist da diese fast im Wortlaut übereinstimmende Passage aus Wikipedia, die kaum an unabhängige Urheberschaft glauben lassen mag: "Noch negativer war die Wirkung der Sendung von See It Now vom 9. März 1954, die fast ausschließlich aus Aufnahmen von McCarthy bestand, wie er seine üblichen Anschuldigungen verbreitete, demokratische Politiker des Hochverrats bezichtigte oder Zeugen in seinem Untersuchungsausschuss beschimpfte. McCarthy trat daraufhin selbst in der Sendung auf, doch seine bewährte Methode, Gegner durch Verdächtigungen einzuschüchtern, hatte entgegengesetzte Wirkung.(Die Geschichte dieser ersten Demontage eines Politikers mit den Mitteln des Fernsehjournalismus wird in George Clooneys Film aus dem Jahr 2005, Good Night, and Good Luck, erzählt.)" Des weiteren besteht keine unklare Quellenlage, welchem Komitee McCarthy wann vorstand. Zuletzt bleibe ich auch bei meiner Kritik, dass die Einleitung Erwartungen weckt, die der Artikel nicht erfüllt. Die mäßige Bewertung der Leser lässt vermuten, dass ich mit dieser Einschätzung nicht allein bin. Mir ist klar, dass journalistische Arbeit Verkürzungen nötig macht und deshalb Fakten unter Umständen verfälscht. Dennoch bin ich enttäuscht, wenn ich durch einen Artikel nicht korrekt über leicht recherchierbare Tatsachen informiert werde und mich der Autor zudem im Bezug auf das beworbene Bonbon mit einem schalen Geschmack im Munde zurück lässt.
Hans-Jörg Michaelsen 10.05.2008
4.
Also noch einmal, Herr Nilles! Sie beklagen, es sei schade, dass man bei "eines tages" so schlecht recherchierte Beiträge wie meinen Bericht über Ed Murrow lesen müsse und glauben mir nachweisen zu können, von [...]
Also noch einmal, Herr Nilles! Sie beklagen, es sei schade, dass man bei "eines tages" so schlecht recherchierte Beiträge wie meinen Bericht über Ed Murrow lesen müsse und glauben mir nachweisen zu können, von Wikipedia abgeschrieben zu haben. Ihre Genugtuung über diese vermeintlich alarmierenden Entdeckungen scheint größer zu sein als Ihre von mir vorausgesetzten Möglichkeiten, ein faires und angemessenes Urteil zu fällen. Denn es ist ja doch ein fundamentaler Angriff gegen die Autorenehre, den Sie da gestartet haben und Sie sollten sich noch einmal ernsthaft die Frage stellen, ob Sie bei Ihren Bemühungen, mir pauschal ein Fehlverhalten zuzuschreiben, den Mund nicht zu voll genommen haben. Konstruktive Kritik und fundierte Argumentation stelle ich mir anders vor. Einem ehemaligen Chefredakteur eines namhaften Kulturmagazins, der das vermeintliche "Corpus delicti", nämlich meinen Aufsatz über Ed Murrow, kritisch gelesen und geprüft hat, verdanke ich neben anerkennenden Worten die Empfehlung, den Aufsatz bei "eines tages" einzureichen. Sie werden erlauben, dass ich seine Urteilsfähigkeit als über jeden Zweifel erhaben einschätze. Doch dies nur nebenbei. In meiner ersten Antwort habe ich meine Arbeitsweise, meine Quellen, meine Ansprüche an das Thema und die Maßstäbe, denen ich mich bei der Bearbeitung (größtenteils Offline-Recherche!) verpflichtet fühlte, dargestellt. Dazu gehört zu allererst die Einhaltung der üblichen Sorgfaltsregeln bei der Faktenerhebung. Diese Ansprüche sind eingelöst und die damit verbundenen Maßstäbe in vollem Umfang eingehalten worden. Dies reklamiere ich noch einmal ausdrücklich für mich und ebenso für das im Hintergrund redigierende Team von "eines tages". Wenn also zu diesem Aspekt überhaupt noch etwas zu sagen wäre, dann dies: Die strittige Urheberschaft von ein oder zwei Sätzen und die kontroverse Diskussion von ein, zwei marginalen Fakten sind aus meiner Sicht keineswegs geeignet, die Seriosität der Recherche, die Eigenleistung des Schreibens und den Funktionswert des Beitrages in Zweifel zu ziehen. Bedauerlich, dass Sie in Ihrer Wahrnehmung ausschließlich auf Wikipedia fixiert sind. So fällt es schwer zu glauben, Sie ließen außerdem noch andere Quellen gelten. Auch wenn Sie in Ihrem zweiten Beitrag einräumen, eine wörtliche Übereinstimmung sei nicht vorhanden, so bleibt doch der Eindruck bestehen, dass Sie sich mit Ihren schnellen, unzutreffenden Befunden den Blick auf die wirklich wichtigen Aspekte des Themas und eine Würdigung des Beitrags im Sinne von Angemessenheit und Verhältnismäßigkeit selber verstellt haben. Das Zitat in Ihrer Antwort vom 1. Mai belegt übrigens nur, dass auch Wikipedia-Autoren an folgender Notwendigkeit nicht vorbeikommen: Man kann an die zurückliegende zeitgeschichtliche Wirklichkeit nur so weit herankommen, als die Quellen, aus denen man schöpft, es hergeben. Auch diese Kollegen können nur einen Extrakt zusammenzustellen, der aus anderen Quellen, Texten und Reformulierungen gewonnen wurde. Eine privilegierte Position oder ein überlegenes Maß an Faktensicherheit ist damit nicht verbunden. Vor diesem Hintergrund sind auch meine Bemerkungen über die Unterschiede der publizistischen und der wissenschaftlichen Annäherung an das Thema zu verstehen. Die Umstände, die Sie zu der Annahme veranlassen, diese Gesichtspunkte seien nebensächlich oder gehörten überhaupt nicht zur Sache, kann ich nur nachdrücklich bedauern. Da auch bei einer weiteren Auseinandersetzung ein Konsens unwahrscheinlich erscheint, beende ich meine Beteiligung an einer Diskussion, deren Sinn ich angesichts der Bedeutung des Themas nicht mehr einsehe. Würde man sie auf dieser Ebene fortsetzen, dann wäre eine gewisse Uferlosigkeit sicher nicht zu vermeiden. Deshalb halte ich mich an die Lebensweisheit der New Yorker Taxifahrer: "Everybody go different way to see same thing" und überlasse die Entscheidung, an welchem Punkt die Kanone nach hinten losgegangen ist, dem Urteil jedes Nutzers von "eines tages", der diesen Diskurs verfolgt. Sollten Sie jedoch Interesse daran haben, im Rahmen einer Wendung der Diskussion Ihre Ansichten über das eigentliche Thema mitzuteilen, dann wäre ich gern bereit, mich daran zu beteiligen. Dann sollte es aber um Edward R. Murrow selbst und seine Bedeutung für den Journalismus gehen, um sein Konzept und um die Werte, für die er eingetreten ist. Dazu könnte dann auch die für mich schwer verständliche Tatsache gehören, dass das deutsche Feuilleton Murrows Gedenktag komplett ignoriert hat. In einer Zeit, in der wieder Nazis ihr Unwesen auf unseren Straßen treiben, wäre es wichtig, sich seiner großen Verdienste und persönlichen Opfer im publizistischen Kampf gegen jede Form von Rechtsextremismus weiterhin zu erinnern. Hans-Jörg Michaelsen
Marcus Tester 17.12.2010
5.
Es ist erfrischend zu sehen, dass hier auf SPON auch einmal ein Autor seinen Artikel verteidigt und sich auch überzogener Kritik stellt. Das sollte trotz des Termindrucks einer Redaktion unabdingbarer Standard sein. Die daraus [...]
Es ist erfrischend zu sehen, dass hier auf SPON auch einmal ein Autor seinen Artikel verteidigt und sich auch überzogener Kritik stellt. Das sollte trotz des Termindrucks einer Redaktion unabdingbarer Standard sein. Die daraus resultierende Transparenz und Nähe zu der publizistischen Plattform könnte durchaus als "die nächste Stufe" des Qualitätsjournalismus gelten und dem Wort der 4. Säule der Demokratie wieder erheblich mehr Gewicht verleihen. Doch abgesehen davon ist dieser Artikel wunderbar. Die Presseleute dieser Welt haben Gesichter und Verantwortung, diese gilt es zu zeigen. In den negativen Beispielen und den guten. Auch wenn es sich um Denkmäler handelt. Die Presse schuf und schafft das Jetzt und Morgen maßgeblich mit.

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