einestages

Beginn des Zweiten Weltkriegs

Logbuch des Schreckens

Am Morgen des 1. September 1939 beschoss das Schulschiff "Schleswig-Holstein" die Westerplatte bei Danzig. Ein außergewöhnliches Logbuch zeigt, wie ein Kadett den Kriegsbeginn erlebte - Hans Buch, 19, war ein begabter Zeichner.

Logbuch Hans Buch/ Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz
Von
Donnerstag, 29.08.2019   10:16 Uhr

"Baden in der Ostsee, die Wellen spülen um unsere Füße, Strand und Sonne... schwer können wir uns davon trennen", notierte Hans Buch am 23. August 1939 in seinem Logbuch. Mit dem Schulschiff "Schleswig-Holstein" brach er am nächsten Morgen von Swinemünde Richtung Danzig auf. "Besonders stolz sind wir, die Kadetten, dass wir mitmachen dürfen. Da pfeifen wir gern auf Heimaturlaub", schrieb der 19-Jährige. "Es ist wildromantisch."

Das Ereignis, bei dem Hans "mitmachen" durfte, sollte in die Geschichte eingehen - als Beginn des Zweiten Weltkriegs.

Im Sammelband "80 Jahre danach. Bilder und Tagebücher deutscher Soldaten vom Überfall auf Polen 1939" veröffentlichen die Historiker Kurt und Stephan Lehnstaedt erstmals Aufzeichnungen, die den Angriff auf die Westerplatte aus der Perspektive eines Offiziersanwärters schildern.

Logbuch Hans Buch/ Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz

Kadett Hans Buch

Das aus Familienbesitz stammende Kriegstagebuch ist ein außergewöhnlicher Fund: Der Abiturient aus Hannover beschrieb in seinem Logbuch nicht nur, wie es seine Pflicht war, die täglichen Ereignisse. Er illustrierte sie auch mit ironischen Karikaturen, die an den US-amerikanischen Cartoon-Helden Popeye erinnern.

Getarnt als Freundschaftsbesuch sollte das Ausbildungsschiff auf Befehl Hitlers die Freie Stadt Danzig "heim ins Reich" holen: Ein polnischer Korridor trennte gemäß des Versailler Vertrags nach dem Ersten Weltkrieg Ostpreußen und Danzig vom Deutschen Reich. Der Völkerbund hatte Polen außerdem die Nutzung des Danziger Hafens erlaubt sowie den Ausbau eines Munitionsdepots auf der vorgelagerten Halbinsel Westerplatte. Die Anlage war eigentlich überflüssig, seit Polen nördlich davon in Gdynia einen eigenen Industrie- und Militärhafen angelegt hatte - für Polen aber besaß sie symbolische Bedeutung.

Ebenso symbolisch sollte sie am 26. August von der "Schleswig-Holstein" sturmreif geschossen und anschließend von deutschen Soldaten publikumswirksam vor den Augen der Danziger Bevölkerung erobert werden.

Doch die Mission verlief anders als geplant. Hitler sagte den Angriff zunächst ab, nachdem er erfahren hatte, dass England und Polen einen Beistandspakt geschlossen hatten und Italien nicht bereit zum Krieg war. Für die Kadetten der "Schleswig-Holstein" entwickelte sich daher der Aufenthalt vor Danzig zunächst zum Badeurlaub (siehe Bilderstrecke).

Fotostrecke

Aus Hans Buchs Logbuch: "Der Augenblick, auf den wir schon Jahre gewartet haben..."

Noch am Vorabend des Kriegsbeginns war die Stimmung heiter, wie Hans Buch schrieb.

Donnerstag, 31. August 1939

"Wir machen Reinschiff und raten herum, was der auf dem Dienstplan festgesetzte Sonderdienst wohl bringt. Zwei Stunden später ziehen wir mit fröhlichen Liedern zum Strand in Turnhosen - es geht zum Baden. Hei, war das ein Indianergefühl. (...) Und dann sind wir in den Dünen, Schuhe aus - in Reihe stürmen wir hinein in das Salzwasser der Ostsee, bis wir keinen Grund mehr unter den Füßen haben, schwimmen weit hinaus und kehren leicht ermüdet an den Strand zurück (...) Ein paar 'Soldaten' bauen wie kleine Jungen Sandburgen…."

Zeichnung: Hans Buch

Abends notierte Hans: "Wir drei: Reiner, Arno und ich, kommen nach einem recht vergnügten Urlaubsnachmittag aus Danzig zurück, erzählen im V-Boot von der Schlagsahnetorte im "Astoria". An Bord ist eine seltsame Hochstimmung, die gegen Abend noch steigt. Nach Wachwechsel sitzen wir, unsere Geschützbedienung, mit Hein zusammen. In einer Barkasse stehen Bierflaschen in Eis, es ist ein großartiger Abend. Wir ahnen, dass etwas Großes bevorsteht."

Das Schulschiff hatte zuvor heimlich einen Stoßtrupp Marinesoldaten an Bord genommen. Von ihrem Zugführer erhielten sie Anweisungen für den nächsten Morgen.

Freitag, 1. September 1939

"Jetzt wissen wir es - 4.45 Uhr, reines Weißes wird angezogen, der Stoßtrupp rückt ab. Noch einmal schütteln wir den Jungs die Hand, wir haben sie alle gern gehabt. Dann ist es dunkel und still, das Schiff ist abgeblendet. Wir dämmern bis zum Morgengrauen hin, das Schiff setzt sich in Bewegung auf die Westerplatte zu."

Für den Vorabend, den 31. August, hatte die SS einen Angriff auf den Sender Gleiwitz fingiert, als Vorwand für den Überfall auf Polen. Am frühen Morgen des 1. September begannen deutsche Sturzkampfbomber, die Stadt Wielun zu bombardieren - und praktisch zeitgleich wurde von der "Schleswig-Holstein" das Feuer auf das Munitionslager auf der Westerplatte eröffnet.

Hans Buch schrieb: "Während ich tief unten in der Munitionskammer Hülsen aus den Buchsen ziehe, geht es oben los: wumm, Turm Anton war das, ein leichtes Zittern geht durch das Schiff und dann geht Schuss auf Schuss, zehn Minuten lang auf die Mauer und die Platte. Als wir aufhören, weiß jeder: Der Stoßtrupp geht vor."

Die deutschen Soldaten stießen auf heftige Gegenwehr. Was sie nicht wussten: Vor Kriegsbeginn hatte Polen die auf der Westerplatte arbeitenden Zivilisten durch Soldaten ersetzt, Unterstände und Bunkeranlagen massiv ausgebaut. Hans glaubte lange an ein Abenteuer - Tage später urteilte er: "Wir haben den Krieg in seiner grausigen Wirklichkeit erlebt." Da hatte er noch keine Ahnung von den Verbrechen, Verwüstungen und vielen Millionen Toten, die der Krieg in den folgenden Jahren bringen sollte.

"Nicht lange danach setzt unsere Artillerie wieder ein, und dieses Mal donnert das Trommelfeuer 1,5 Stunden. An Backbord soll ein Rohrkrepierer 4 Kadetten verletzt haben. (...) Unser kleiner Petersen hat einen schweren Splitter oberhalb der Lunge, stark verletzt. Neumann ist die Flamme in die Augen geschlagen. Apel, Großkurth, Schmidt sind verletzt. Dann werden wir unten in der Munitionskammer abgelöst, kommen wieder an unser Geschütz. Überall schlafen Übermüdete. Es ist ein scheinbar wirres Durcheinander."

Aus Lautsprechern hörte die Schiffsbesatzung kurz darauf Hitlers Rede, wie er vor dem Reichstag - entgegen den Tatsachen - verkündete: "Seit 5.45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen."

Logbuch Hans Buch/ Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz

Zeichnung: Hans Buch

"Die ersten Verwundeten kommen an Bord mit zerrissenen Uniformen erd- und blutverschmiert, erzählen, mein kleiner Tille vom Pionierzug ist dabei, er hat drei Oberschenkelschüsse. (...) Nach unserem Feuer sind sie vorgegangen, und dann setzte das Feuer der Polen ein von allen Seiten und von oben. 'Die Baumschützen, das ist die größte Sauerei', sagt er."

Und am Ende des Tages: "Der dicke Möller ist tot, unser lustiger Hamburger ist nicht mehr, der kleine Schwarze Herzschuss, Arthur wird vermisst. Ganz still sind wir. Gegen Abend kommt eine Pinasse voller Klamotten - eine traurige Bestätigung der entsetzlichen Nachrichten. Wir müssen ausladen: zerschossene Feldflaschen, Gasmasken, blutige Hosen, aufgeschnittene Stiefel, blutig schwammige Socken, ein Stahlhelm von oben durchschossen, eine Jacke, ein halber Fetzen, vollkommen blutig (Schuss in den Handgranatenbeutel, der Junge wurde zerfetzt). Ich weiß, ich brauche es nicht im Logbuch festzuhalten, das wird mir auch so in Erinnerung bleiben."

Unter den Toten war auch der Kommandeur Oberleutnant Wilhelm Henningsen. Das Vorhaben gemäß Hitlers Befehl, die Westerplatte binnen eines Tages einzunehmen, war gescheitert. An Bord warteten sie auf Luftunterstützung.

Sonnabend, 2. September 1939

"Gegen achtzehn Uhr nimmt Gefechtsgruppe Steuerbord fünf die Nebelkannen vom Bootsdeck ins V-Boot über, wir fahren hinüber, finden einen kleinen Handwagen und fahren durch die leeren Straßen, vorbei an verlassenen Häusern auf die Felder. Unheimlich still ist es. Unser Wagen poltert einen Schienenstrang entlang, rasselt auch ausgerechnet über meinen linken Fuß. Dann stellen wir die Kannen auf den Feldern auf, klar zum Vernebeln unseres Schiffes."

"Während dieser Arbeit hören wir einen tiefen, singenden Ton hoch in der Luft. Wir schauen hinauf - die Stukas kommen...… in atemloser Spannung verfolgen wir die Bomber. (...) Detonation auf Detonation erfolgt, Zement, Erde fliegt hoch. Der Erdboden unter unseren Füßen erzittert. Eine riesige schwarze Rauchwand erhebt sich über der Westerplatte, und immer neue Bomber werfen ihre mörderische Last ab..."

Sonntag, 3. September 1939

"Die Verluste des Stoßtrupps haben sich erhöht auf 19 Tote, 50 Schwer- und 40 Leichtverletzte."

Hans Buch, Jahrgang 1920, ist in der Überzeugung aufgewachsen, Deutschland sei nach dem Ersten Weltkrieg betrogen worden. Seine Perspektive ist ganz von nationalsozialistischer Ideologie und Propaganda geprägt.

"England hat ein Ultimatum gestellt, dass bis 11 Uhr die deutschen Truppen zurückzuziehen seien, anderenfalls steht England in Kriegszustand. Des Führers Antwort ist klar und eindeutig. Der Engländer hat endlich die Maske abgerissen und zeigt unverhüllt den Hass. Sein Wille ist Vernichtung des deutschen Volkes und Reiches."

"Nachmittags 17 Uhr. Der Franzose, der ein ähnliches Ultimatum an uns gestellt hatte, ist nun ebenfalls mit uns in den Kriegszustand getreten. Die alten Widersacher von 1914 sind wieder auferstanden, in ihnen hat der Neid über den Aufstieg unseres Volkes gebohrt. Dieses Mal, das werden sie bald merken, beißen sie auf Granit und werden sich blutige Köpfe holen."

Ein weiterer Angriff der Westerplatte wurde aufgeschoben. Die "Schleswig-Holstein" sollte nun erst einmal Gdynia beschießen.

Mittwoch, 6. September 1939

"Heute Mittag hörten wir zum ersten Mal im Radio seit langer Zeit wieder Musik. Wir hatten sie nicht vermisst, aber nun lauschten wir, als wäre es ein Geschenk."

Donnerstag, 7. September 1939

"Seit vier Uhr ist Alarm. Der graue Schiffsrumpf gleitet ganz langsam in der Morgendämmerung auf die Westerplatte zu. (...) Grotesk winken die Fensterflügel, die wie die Flügel eines lahmen Vogels von der Hauswand abstehen. Ein Haus ist zusammengestürzt. Aus den Trümmern stehen steif die Balken. Die Werft ist vollkommen niedergebrannt. (...) Mir scheint, als sehe ich einen Kriegsfilm, leblos grau liegt die Landschaft vor uns. Aber nicht mehr lange..."

Die "Schleswig-Holstein" eröffnete abermals das Feuer, und nach der Kanonade rückten die Angreifer neu vor. Hans hielt fest:

"Explosionen, Detonationen zerreißen in schneller Folge die Luft, Krachen, Bersten. Dazwischen, wie der Wirbel einer Trommel, seltsam tot, MG-Feuer. Eine riesige Flamme vor meinen Augen, ein ungeheurer Luftdruck stößt mich vor die Brust, wirft mich nach achtern über die Kartuschbüchsen, dass ich längs an Deck liege. In den Ohren singt es, das Blut rauscht am Trommelfell vorbei, wie ein Wasserfall - Turm Anton hat gefeuert. Ich peile nicht mehr."

Gegen 9.45 Uhr hissten die von jeder Unterstützung abgeschnittenen polnischen Verteidiger die weiße Flagge und ergaben sich. Zwölf Stunden, so lautete ihr Befehl, sollten sie Widerstand leisten. Eine Woche hielten sie durch. Am Fortlauf des Krieges konnte das nichts ändern - aber als eindrucksvoller Sieg ließ sich das Gefecht in der deutschen Propaganda nicht mehr präsentieren und fand daher kaum mehr Erwähnung.

Preisabfragezeitpunkt:
27.08.2019, 13:59 Uhr
Ohne Gewähr

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80 Jahre danach: Bilder und Tagebücher deutscher Soldaten vom Überfall auf Polen 1939

Verlag:
Metropol-Verlag
Seiten:
250
Preis:
EUR 19,00

Hans Buch setzte seine Offiziersausbildung fort. Später wurde er auf verschiedenen Schiffen eingesetzt und bis zum Oberleutnant befördert. Nach dem Krieg absolvierte er ein Lehramtsstudium und auf Wunsch des Vaters noch eine Ausbildung zum Industrie- und Handelskaufmann.

Was aus seinem künstlerischen Talent wurde, ist nicht bekannt.

insgesamt 22 Beiträge
Peter Holzinger 29.08.2019
1. Mahnen, mahnen, mahnen...
Ich habe mal nachgezählt: ich (53 Jahre) bin die erste Generation seit 6 Generationen unserer Familie, die keinen Krieg auf heimatlichem Boden erlebt hat. Es genügte aber ein kurzer Abstecher nach Kroatien, um dort Leute zu [...]
Ich habe mal nachgezählt: ich (53 Jahre) bin die erste Generation seit 6 Generationen unserer Familie, die keinen Krieg auf heimatlichem Boden erlebt hat. Es genügte aber ein kurzer Abstecher nach Kroatien, um dort Leute zu treffen, auf denen das Trauma des Balkankonfliktes lastet. Diese Aufzeichnungen von Hans Buch sind lehrreich. Was als tolles Indianerspiel beginnt, als wildromantisches Wellenpflügen mit mächtigen Kampfschiffen, endet mit zerfetzten Körpern und Seelen. Gerade das stufenweise Reinschlittern ins Grauen ist bemerkenswert. Solches muss man immer wieder publizieren. Mahnungen ohne Pathos sind ohnehin am wirksamsten. Danke, SPON !
Thomas Mucke 29.08.2019
2. Wir sollten froh sein,
so was nie erleben zu müssen. Mein Großvater ist 2000 verstorben. Er war in Russland im Krieg. Erst kurz vor seinem Tod hat er erzählt, dass er in Stalingrad war und dort verwundet und ausgeflogen wurde. Bis dahin hatte er [...]
so was nie erleben zu müssen. Mein Großvater ist 2000 verstorben. Er war in Russland im Krieg. Erst kurz vor seinem Tod hat er erzählt, dass er in Stalingrad war und dort verwundet und ausgeflogen wurde. Bis dahin hatte er immer nur von Smolensk und Winniza gesprochen. Sogar seiner Frau hatte er über Stalingrad Stillschweigen verordnet. Wer weiß, was er dort an furchtbarem erlebt hat.....
Thomas Dunskus 29.08.2019
3. Da sieht man mal wieder …
wie invorbereitet die Polen auf den feigen deutschen Überfall waren, besonders nachdem sie eine unbegrenzte britische Garantie erhalten hatten.
wie invorbereitet die Polen auf den feigen deutschen Überfall waren, besonders nachdem sie eine unbegrenzte britische Garantie erhalten hatten.
Friedemann Hierse 29.08.2019
4. Sie sind immer noch da
...die nationalistischen völkischen "PatriotInnen" und wehe uns wenn diese Leute wieder sagen wo es lang gehen soll. Da sollen wieder Nachbarregionen "Heim ins Reich" geholt werden und wer sich weigert wird [...]
...die nationalistischen völkischen "PatriotInnen" und wehe uns wenn diese Leute wieder sagen wo es lang gehen soll. Da sollen wieder Nachbarregionen "Heim ins Reich" geholt werden und wer sich weigert wird "Sturmreif" geschossen. Ich gehöre wie der Forist Peter Holzinger zur Generation die in Frieden, Freiheit und einer offenen Gesellschaft aufwachsen und leben durfte und dafür bin ich unendlich dankbar. Wehret den Anfängen und möchte meine ostdeutschen Mitbürgern darum bitten darüber nachzudenken wem und was sie am kommenden Sonntag ihre Stimme geben. Frieden, Freiheit und eine offene Gesellschaft ist ein so teures Gut, dass wir für unsere Kinder und alle anderen nachfolgenden Generationen mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen und behüten müssen und wenn es "nur" an der Wahlurne ist.
Peter Holzinger 29.08.2019
5. Daneben
Ihre Ironie geht ins Leere. Nicht die "Feigheit" des deutschen Angriffes ist bemerkenswert, sondern der massive Einsatz gegen rein zivile Ziele ab Tag eins (Bombardements von polnischen Städten) und die [...]
Zitat von tomquixotewie invorbereitet die Polen auf den feigen deutschen Überfall waren, besonders nachdem sie eine unbegrenzte britische Garantie erhalten hatten.
Ihre Ironie geht ins Leere. Nicht die "Feigheit" des deutschen Angriffes ist bemerkenswert, sondern der massive Einsatz gegen rein zivile Ziele ab Tag eins (Bombardements von polnischen Städten) und die verbrecherische Absicht gegenüber den Juden insbesondere. Daß ein Krieg wohl kommen würde, war ab März 1939 klar. Zu diesem Zeitpunkt war die polnische Absage an die deutschen Forderungen definitiv geworden und Hitlers Hoffnung, gemeinsam mit Polen gegen die Sowjetunion ziehen zu können, aufgegeben worden.

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