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Rätsel der Woche

Das Lebkuchenproblem aus der Abi-Prüfung

Waren die Prüfungsaufgaben in Mathe zu schwer, wie viele Abiturienten beklagt haben? Testen Sie Ihre eigenen Mathe-Skills - an einer Abi-Aufgabe aus Bayern.

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Von und (Grafik)
Sonntag, 12.05.2019   08:05 Uhr

Anfang der Woche diskutierte halb Deutschland über das Niveau des Mathe-Abiturs - und es ging kontrovers zu. Während sich die Schüler über unverständliche Aufgaben und fehlende Zeit beschwerten, warf ihnen der eine oder andere aus der älteren Generation vor, schlicht zu wenig gelernt zu haben.

Es wird wohl noch ein paar Tage dauern, bis es halbwegs seriöse Einschätzungen darüber gibt, wie schwer das schriftliche Mathe-Abitur in Ländern wie Bayern und Sachsen-Anhalt tatsächlich war. Denn erst wenn klar ist, wie die Punkteverteilung über alle Schüler aussieht, wird man die Ergebnisse des Jahres 2019 mit den Vorjahren vergleichen können.

In der Zwischenzeit können Sie sich selbst an einer der Aufgaben versuchen, die viele Abiturienten aus Bayern am vorvergangenen Freitag bearbeiten mussten. Sie stammt aus dem Bereich der Wahrscheinlichkeitsrechnung und erfordert keine höhere Mathematik. Es ist die allererste Aufgabe aus dem Bereich Stochastik - und sie dürfte daher eigentlich auch nicht sonderlich schwer sein.

Können Sie das Lebkuchenproblem lösen? Hier kommt der leicht gekürzte Originaltext aus dem Prüfungsbogen:

"Jeder sechste Besucher eines Volksfests trägt ein Lebkuchenherz um den Hals. Während der Dauer des Volksfests wird 25 Mal ein Besucher zufällig ausgewählt.

Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass unter den ausgewählten Besuchern höchstens ein Besucher ein Lebkuchenherz trägt."

insgesamt 237 Beiträge
gmahde_wiesn 12.05.2019
1. Mathe Abi 94 - sehr ähnlich
Ich erinnere mich an die Mathe Aufgabe im bayerischen Abitur 1994, die ich gestellt bekommen habe; sie erscheint mir ganz ähnlich: "eine Firma hat Parkplätze für Angestellte. 20 in einer Reihe, der Chef Parkplatz ist nicht am [...]
Ich erinnere mich an die Mathe Aufgabe im bayerischen Abitur 1994, die ich gestellt bekommen habe; sie erscheint mir ganz ähnlich: "eine Firma hat Parkplätze für Angestellte. 20 in einer Reihe, der Chef Parkplatz ist nicht am Rand. In der Mittagspause fahren 7 Autos weg. Mit welcher Wahrscheinlichkeit sind beide Parkplätze neben dem Chef frei?" ich erinnere mich ebenfalls daran, dass ich viel zu viel Zeit auf diese Aufgabe verwendet habe, die mir dann anderswo fehlte.
susuki 12.05.2019
2.
Einfachste Statistik. Die Jugendlichen haben wohl Formelsammlungen gepaukt, und konnten keine 1:1 anwenden... Unser Mathedozent hat uns immer vor der Gauck Formelsammlung gewarnt... "Ihr müsst damit umgehen können, aber [...]
Einfachste Statistik. Die Jugendlichen haben wohl Formelsammlungen gepaukt, und konnten keine 1:1 anwenden... Unser Mathedozent hat uns immer vor der Gauck Formelsammlung gewarnt... "Ihr müsst damit umgehen können, aber er ist ein falscher Freund..."
ramindirk 12.05.2019
3. Die Binomialverteilung
wird an den Schulen (immer noch) unterrichtet und vereinfacht den Lösungsweg. Das setzt voraus, dass der Schüler den Aufgabentext versteht, das mathematische Modell entwickelt und die bekannte Verteilung wiedererkennt.
wird an den Schulen (immer noch) unterrichtet und vereinfacht den Lösungsweg. Das setzt voraus, dass der Schüler den Aufgabentext versteht, das mathematische Modell entwickelt und die bekannte Verteilung wiedererkennt.
cedebe 12.05.2019
4.
wer dieses einfache verdeckte Ziehen im Abi nicht berechnen kann und die Schuld auf die Abiaufgave und nicht die eigenen geistigen Grenzen schiebt, ist nicht reif genug für die Hochschulreife. Die Aufgabe ist nicht mal verwirrend [...]
wer dieses einfache verdeckte Ziehen im Abi nicht berechnen kann und die Schuld auf die Abiaufgave und nicht die eigenen geistigen Grenzen schiebt, ist nicht reif genug für die Hochschulreife. Die Aufgabe ist nicht mal verwirrend formuliert. Je mehr Abiaufgaben ich aus diesem Jahr sehe, desto peinlicher finde ich die Protestpetitionen dagegen.
patsm 12.05.2019
5. Na ja
Habe den Eindruck den jungen Leuten würde es gut tun mal zu lernen, dass man auch mit Ungerechtigkeiten leben muss. Erlebe selbst regelmäßig wie maßlos Dinge im Arbeitsleben von Azubis eingefordert werden ohne Ansatz einer [...]
Habe den Eindruck den jungen Leuten würde es gut tun mal zu lernen, dass man auch mit Ungerechtigkeiten leben muss. Erlebe selbst regelmäßig wie maßlos Dinge im Arbeitsleben von Azubis eingefordert werden ohne Ansatz einer berechtigten Selbstkritik. Vermute diese Aufgabe hier wird nicht der Auslöser der Kritik am Mathe Abi sein. Das ist simpelste Stochastik und es ist immerhin 13 Jahre her als ich das gelernt habe.

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