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Gehaltsranking nach Branchen

So viel verdienen Chefs in Deutschland

Viel Verantwortung = viel Kohle? Nicht unbedingt. Was Geschäftsführer verdienen, hängt auch stark von der Branche ab: Von rund 82.000 Euro bis 186.000 Euro Jahresgehalt ist alles dabei.

Getty Images/beyond fotomedia RF

Geschäftsmann (Symbolbild)

Mittwoch, 02.08.2017   15:38 Uhr

Wer vor allem das Ziel hat, am Monatsende ein hohes Gehalt überwiesen zu bekommen, sollte dort arbeiten, wo viel Geld herumliegt: in einer Bank. Eine Auswertung von 4825 Gehältern von Geschäftsführern in Deutschland zeigt, dass im Bankensektor am besten gezahlt wird - 186.642 Euro beträgt demnach das durchschnittliche Bruttojahresgehalt eines Bankgeschäftsführers.

"Neben einem hohen Grundgehalt erhalten Chefs in der Regel hochwertige Firmenwagen, Aktienanteile und Provisionen", so Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de, dem Portal, das die Auswertung durchgeführt hat.

Dicht dahinter folgen die Chemiebranche (183.999 Euro durchschnittliches Jahresbruttogehalt) und die Autoindustrie (175.570 Euro). Im Vergleich am schlechtesten schneiden Geschäftsführer im Gesundheitswesen (90.509 Euro) und im Einzelhandel (82.476 Euro) ab.

Chefgehälter nach Branchen

Branche
Durchschnittliches Jahresbruttogehalt in Euro
Banken 186.642
Chemie, Verfahrenstechnik 183.999
Autoindustrie 175.570
Pharmazie 173.289
Telekommunikation 161.120
Versicherungen 158.390
Konsum-und Gebrauchsgüter 158.019
Maschinenbau 157.298
Medizintechnik 155.519
E-Technik 150.734
Bekleidung, Textil 148.013
Baustoffe 146.892
IT-Systemhaus 141.928
Computer 139.245
Unternehmensberatung 136.210
Anlagenbau 135.142
Metall 126.910
Software 126.645
Energie, Wasser, Umwelt 122.439
Medien, Presse 121.183
Lebensmittel 120.538
Bau 112.001
Immobilien 108.937
Gesundheitswesen 90.509
Einzelhandel 82.476

Quelle: Gehalt.de

So wurden die Daten erhoben: Über die Seiten Gehalt.de und Gehaltsvergleich.com werden täglich mehrere Tausend Daten erhoben, geprüft und ausgewertet. Zudem können Firmen ihre eigenen Daten in eine Datenbank eingeben, auch um sich zu vergleichen.

Für diese Untersuchung wurden Gehälter von 4.825 angestellten Führungskräften mit Personalverantwortung verglichen. Das Ranking wurde nach dem Median sortiert. Der Median beschreibt die Mitte aller Daten: 50 Prozent liegen über dem Wert, 50 Prozent darunter. Der Median ist daher genauer als der Durchschnittswert, der durch Ausreißer verzerrt werden kann.

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insgesamt 59 Beiträge
Kanalysiert 02.08.2017
1. Unbrauchbar.
Da haben aber nur sehr wenige der Gutverdiener geantwortet. Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst manipuliert hast. "Chef"gehälter....kennt man aus jedem größeren Konzern in ganz anderen Sphären. Sie machen [...]
Da haben aber nur sehr wenige der Gutverdiener geantwortet. Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst manipuliert hast. "Chef"gehälter....kennt man aus jedem größeren Konzern in ganz anderen Sphären. Sie machen - um den Daten eine echte Relevanz zu geben, die hier nicht gegeben ist - den klassischen Fehler, dass sie Branchen vergleichen, statt in die verschiedenen Firmengrößen sowie Hierarchiestufen zu unterteilen. So, wie das da steht, ist es unbrauchbarer manipulativer Datenmüll.
senapis 02.08.2017
2. Machen wir uns nichts vor...
wirkliche Verantwortung tragen die Manager nicht. Die Folgen einer Fehlentscheidung tragen stets andere. Schlimmstenfalls wird ihr Zeitvertrag nicht verlängert, üppige Abfindungen und Renten sind ein gutes Polster für den [...]
wirkliche Verantwortung tragen die Manager nicht. Die Folgen einer Fehlentscheidung tragen stets andere. Schlimmstenfalls wird ihr Zeitvertrag nicht verlängert, üppige Abfindungen und Renten sind ein gutes Polster für den schlimmsten Fall, eine Kündigung. Mit persönlichem Vermögen haften sie nicht, anders als "kleine Unternehmer".
MartinS. 02.08.2017
3. ...
Ach - man sollte die Winterkorns und Quandts vielleicht nicht unbedingt in eine derartige Betrachtung einschließen - das ist nun wahrlich nicht die Regel und lässt keinerlei reale Rückschlüsse auf reguläre [...]
Zitat von KanalysiertDa haben aber nur sehr wenige der Gutverdiener geantwortet. Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst manipuliert hast. "Chef"gehälter....kennt man aus jedem größeren Konzern in ganz anderen Sphären. Sie machen - um den Daten eine echte Relevanz zu geben, die hier nicht gegeben ist - den klassischen Fehler, dass sie Branchen vergleichen, statt in die verschiedenen Firmengrößen sowie Hierarchiestufen zu unterteilen. So, wie das da steht, ist es unbrauchbarer manipulativer Datenmüll.
Ach - man sollte die Winterkorns und Quandts vielleicht nicht unbedingt in eine derartige Betrachtung einschließen - das ist nun wahrlich nicht die Regel und lässt keinerlei reale Rückschlüsse auf reguläre Einkommenserwartungen zu. Und was eben auch eine nicht unbeträchtliche Rolle spielt (wie es eigentlich auch im Artikel beschrieben wird) ist halt, dass auf Geschäftsführer-Ebene das Grundgehalt eben auch nicht das komplette Bild aufzeigt.... Aktienanteile und Provisionen können bezogen auf die Gesamtvergütung sogar einen deutlich größeren Anteil haben.
Neandiausdemtal 02.08.2017
4. Stimmt!
Mit Ihrer Kritik liegen Sie richtig. Man schaue sich die Geschäftsführer der DAX-Unternehmen an. Oder die "kleinen" Geschäftsführer der Töchter der DAX-Holdings. Da kann bei der obigen Liste noch eine Null [...]
Zitat von KanalysiertDa haben aber nur sehr wenige der Gutverdiener geantwortet. Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst manipuliert hast. "Chef"gehälter....kennt man aus jedem größeren Konzern in ganz anderen Sphären. Sie machen - um den Daten eine echte Relevanz zu geben, die hier nicht gegeben ist - den klassischen Fehler, dass sie Branchen vergleichen, statt in die verschiedenen Firmengrößen sowie Hierarchiestufen zu unterteilen. So, wie das da steht, ist es unbrauchbarer manipulativer Datenmüll.
Mit Ihrer Kritik liegen Sie richtig. Man schaue sich die Geschäftsführer der DAX-Unternehmen an. Oder die "kleinen" Geschäftsführer der Töchter der DAX-Holdings. Da kann bei der obigen Liste noch eine Null dran gehangen werden. Die Frage, ob jeder verdient, was er verdient - und umgekehrt - ist damit allerdings auch nicht beantwortet.
granhuevos 02.08.2017
5. nicht unbedingt Repräsentativ
Für einen Geschäftsführer erscheinen mir die genannten Zahlen doch arg mager. Jagt man das noch durch einen Brutto-Netto-Rechner, sieht es ja schon fast mies aus. Da verdienen GF-Kollegen in den USA doch deutlich mehr. Die [...]
Für einen Geschäftsführer erscheinen mir die genannten Zahlen doch arg mager. Jagt man das noch durch einen Brutto-Netto-Rechner, sieht es ja schon fast mies aus. Da verdienen GF-Kollegen in den USA doch deutlich mehr. Die üblichen Zuschläge, Prämien und Zuverdienste sind hier offenbar auch nicht dabei. Natürlich gibt es auch immer mehr Klitschen, die ihre GF-Gehälter jetzt auch 10 Jahre konstant halten konnten, wie beim normalen Angestellten. Aber aus eigener Erfahrung kann ich die genannten Zahlen nicht wirklich glauben.

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