Kultur

Abgehört - neue Musik

So Hamburg, dass man "Moin" sagen möchte

Die Soul-Aktivistin Onejiru feiert eine hanseatisch-globale Blockparty. Mit Kurzfilm-Premiere! Außerdem: Saitenquietschen mit Shannon Lay, Trance-Schlangentanz mit Blanck Mass und Cut-up-Techno von Sophia Saze.

Von , und
Dienstag, 20.08.2019   17:24 Uhr

Onejiru - "Higher Than High"
(Z-Musik/Broken Silence, ab 30 August)

"Don't be afraid of pop music/ It takes you higher than high", singt Onejiru im Titelstück ihres zweiten Albums auf einen Disco-Beat, der geradewegs aus einer Boney-M-Single aus den späten Siebzigern gestampft kommt. Im zugehörigen Video spielt die finnische Gitarristin Rhina Love dazu ein paar Metal-Soli, MC Nneka bedient das DJ-Pult - und James-Brown-Drummer Tony Cook spielt den beständigen Beat, den er immer schon gespielt hat. Zusammen mit einigen weiteren Szene-Größen, darunter "König der Löwen"-Tänzerin Connie Kau und "Delaydie"-Sängerin Ngone Thiam aus Jan Delays "Mercedes Dance"-Truppe, feiern sie eine mit afrikanischen Vibes durchwirkte Blockparty, die man sich auch gut im Garten der Roten Flora vorstellen könnte. Das Ganze ist so dermaßen Hamburg, dass man zu jedem neuen Track am liebsten "Moin" sagen würde.

Dabei ist "Higher Than High", so wie Hamburg ja angeblich auch, ein Tor in die weite Welt. Onejiru oder Pielina Wanjiru Schindler, wie sie bürgerlich heißt, stammt aus Kenia, wuchs in Wanne-Eickel auf und gehört seit einigen Jahren zum Hamburger Umfeld des Turtle Bay Country Club von Musikproduzent und Delay-Manager Matthias Arfmann, mit dem sie Sängerin, die manchmal auch als Onejiru Arfmann auftritt, wohl mehr als nur eine musikalische Partnerschaft verbindet.

Arfmann schrieb mit ihr gemeinsam auch an den neuen Songs. Den Punk-Einfluss des ehemaligen Mit-Gründers der Kastrierten Philosophen hört man zum Beispiel in Sixties-infizierten Indierock-Nummern wie "I Need A Break" und "Shake Some Action", seine lange Erfahrung mit Soul-, Funk- und Dub-Reduktionen zieht sich auch durch den auffallend zurückgenommenen, konzentriert wirkenden Afropop-Sound des Albums. Ansonsten beschränkt sich Arfmann darauf, Onejiru eine stilistisch variable Bühne zu bereiten, auf der sie mit voluminöser Stimme und Botschaften von Völkerverständigung und gegenseitigem Respekt performen kann. In den beiden bisher veröffentlichten Videoclips spielt die Hamburger Indie-Eminenz die Rolle des sonnenbebrillten Chauffeurs.

Andreas Borcholtes Playlist KW 34

SPIEGEL ONLINE

Playlist auf Spotify

 1. Sophia Saze: Howl

 2. Onejiru: Higher Than High

 3. Sampa The Great: OMG

 4. Deichkind: Keine Party

 5. Grace Jones: Warm Leatherette

 6. Stefanie Schrank: Spooky Action

 7. Salami Rose Joe Louis: Sitting With Thoughts

 8. Shannon Lay: Death Up Close

 9. Joni Mitchell: Woodstock

10. Roxy Music: In Every Dream Home A Heartache

Und so ermächtigt sich Onejiru, die in Hamburg als Viva-con-Aqua-Botschafterin, Gründerin des afrodeutschen Künstlerkollektivs Sisters, und Initiatorin eines feministischen Co-Creation Space aktiv ist, mit neuer, durchaus mitreißender Vehemenz ihrer Leidenschaft Musik. Vor zehn Jahren veröffentlichte sie ihr Debüt "Prophets of Profit", das noch weitaus tanzelektronischer klang als ihr neuer, globalen Pop umarmender Sound. Trend-Stilarten wie Trap oder Cloud-Rap, Tropical-Rhythmen oder moderner R&B sind hier nicht zu finden. Dafür verziert Studio-Gitarrist Hope Hormeku mit kongolesischen Rumba-Figuren und Soukous-Pickings einen gediegenen Dub-Teppich, der manchmal angenehm an alte Zeiten im Mojo-Club an der Reeperbahn erinnert. Dazu singt Onejiru von der heilenden Kraft der Musik ("Soulfood"), zerstörerischer Misskommunikation ("Jersusalem") oder der Notwendigkeit, seine Stimme zu erheben ("Stop Foolin'"). Das wirkt im Duktus manchmal etwas ungelenk, weil allzu pamphletartig, wird aber zumeist durch die spielerische Eleganz der Musik eingehegt. Und spätestens, wenn Onejiru in "Story Of My Life" im beschwingten "Graceland"-Groove" von ihrer Lebensreise als schwarze Frau erzählt und dazu auffordert, ihre optimistische Peace-Message nach Oslo, Gaza, Tel Aviv, Mombasa zu exportieren, lösen sich alle Kritiker-Einwände im Charme dieser bunten Blockparty auf. (7.7) Andreas Borcholte

Exklusive Premiere: Im Musik-Kurzfilm "Onejiru Is Too Colored" fasst Onejiru nicht nur ihr Album zusammen, der Clip (Regie: Animationskünstler DAVI.IN) repräsentiert auch ihren inneren Konflikt, sich als Person of Color ihrer zugeschriebenen Andersartigkeit in Deutschland zu stellen.

Preisabfragezeitpunkt:
20.08.2019, 11:43 Uhr
Ohne Gewähr

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Onejiru
Higher Than High

Label:
Z-Muzic (Broken Silence)
Preis:
EUR 14,99

Blanck Mass - "Animated Violence Mild"
(Sacred Bones/Cargo, seit 16. August)

Benjamin John Power ist ein Brite aus Bristol und nennt sich Blanck Mass. Der Name spielt also mit zwei beliebten Elementen der Krachmusik, die bei Power zuweilen allerdings wie aus dem Rave-Krankenzimmer für Minderjährige klingt. Blanck Mass ist ein Spiel aus schwarzer Messe, black mass, und postmoderner Leere, die im englischen blank anklingt.

Das fünfte Album von Blanck Mass macht zwei Dinge gleichzeitig: den Sägezahn schärfen und dennoch Spaß haben auf der dunklen Seite der Discokugel. Die Spannung tut dem Projekt gut. Mehr Krach, aber auch mehr Ravesignale und mehr Humor. Denn in mancher zeitgenössischer Goth- oder Industrial-Musik steckt viel Erhabenheit, bis hin zu grandiosem Kitsch, wenn die Produzenten im Dampfbad raunen, böse gucken und vielleicht noch einen Moll-Akkord drunter klatschen. Die globalen Goth-Reisegruppen mögen es und halten es für Avantgarde.

Wo Blanck Mass 2012 in London auch durchaus als Soundtrack für den Einzug des olympischen Feuers diente, klingt auf "Animated Violence Mild" alles härter, billiger, lustiger. "House vs. House" erinnert an Hip-House aus den frühen Neunzigern. Doch schon winken Trance-Harmonien um die Ecke, die auch von DJ Bobo stammen könnten, hätte der Crack konsumiert, statt immer nur Schoko-Croissants (Bobo ist gelernter Bäcker). Auch der Track "Hush Money" stopft Trance scheinbar in den Ofen, bis die Strophenmelodie den Zuckerguss verteilt und ein cheaper Trap-Beat die Bleche zum Federn bringt. Das Ziel des Spiels könnte man so beschreiben: Wie viel Billigware verträgt das Berghain?

Mit der Single "Love Is A Parasite" erweitert Blanck Mass den Flirt mit der Trance-Schlange dann noch um den Kuss mit dem Stoner Rock: Brachiale Power Chords, der Kitsch wird erst getrocknet, dann geraucht - und am Schluss gackern und kichern alle, bis ihnen das Blut aus der Nase läuft.

Wie viel Witz drinsteckt, zeigt auch das herrliche Retro-Horrorvideo zu "Love Is A Parasite". Es ist auch eine Wohltat, wieder einmal Schauspieler in einem Clip zu sehen, und nicht nur unbeholfene Künstler (es sind zwei deutsche Fernsehkräfte: Anastasia Wetzel und Hendrik Maaß).

Gegen Ende sucht John Power dann, wie ein reuiger Sünder, die Kathedrale des Ambient auf ("Creature/West Fuqua"). Der Beat und der Lockruf bleiben zwar hörbar, wie von einem fernen Strand. Doch der ist geschlossen, wegen Haifischen. Mahlzeit! (7.5) Tobi Müller

Preisabfragezeitpunkt:
20.08.2019, 11:47 Uhr
Ohne Gewähr

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Blanck Mass
Animated Violence Mild

Label:
Sacred Bones / Cargo
Preis:
EUR 11,79

Shannon Lay - "August"
(Sub Pop/Cargo, ab 23. August)

Die Seele eines Menschen wiegt 21 Gramm, und wenn sie entweicht, hört man ein Saxofon. So ist das zumindest in "Death Up Close", dem ersten Stück auf dem dritten Album von Shannon Lay aus Los Angeles. Als Sängerin und Gitarristin der Psych- und Breitbein-Band Feels beackert Lay die kürzesten Wege zwischen Sleater-Kinney und Warpaint. Mit ihren Solosongs aber will sie gar nicht erst vom Fleck kommen. Akustische Gitarren verbeißen sich in ihr eigenes Folkpicking, das Schlagzeug setzt entweder aus oder hoppelt im Kreis um die Songs herum. Lays Stimme erklingt gedoppelt und bohrt nach innen, dort hinein, wo ihre Texte die Wahrheit über Teufel, Tod und mögliche Überlebensstrategien vermuten.

Viel Saitenquietschen und Griffbrettächzen soll den flüchtigen Charakter von "August" betonen. Wie immer aber, wenn jemand ganz nah rangeht und zugleich alles ganz einfach halten will, kommt es vor allem auf die kleineren Regelbrüche an. Das eingangs erwähnte Saxofon ist so ein Regelbruch - und obwohl es nur ein einziges Mal für weniger als zehn Sekunden erklingt, markiert es einen Schlüsselmoment des Albums. Gerade die von Lay und ihrem Produzenten Ty Segall nachträglich hinzugefügten Details prägen "August". Hier ein Drone, der den heiligen "Herr der Ringe"-Ernst des Canterbury-Folk heraufbeschwört. Dort ein Rhodes-Piano und Handclaps, die Lays Stücke sogleich nach Kalifornien zurückversetzen.

"August" ist das erste Album der Künstlerin, das beim einstigen Grunge- und Indierock-Schwergewicht Sub Pop Records erscheint. Während die Plattenfirma heute etwas verloren dasteht zwischen eigener Vergangenheit und gegenwärtigen Bemühungen um Kunst-Rap-Relevanz, richtet sich Lay auf einem fast vergessenen Nebenschauplatz der Labelgeschichte ein. Mit Platten von Fleet Foxes, Iron & Wine oder Vetiver bestimmte Sub Pop noch vor einigen Jahren den Sound und Behaarungsgrad der US-amerikanischen Fiedel- Zupf- und Streichmusik. "August" krempelt das Genre nicht in gleicher Weise um, unterstreicht jedoch, dass sich Shannon Lay diese Option für spätere Alben offen hält. Für heute reicht erst einmal die Gewissheit, dass der US-Folk 21 Gramm an Gewicht hinzugewonnen hat. (7.6) Daniel Gerhardt

Preisabfragezeitpunkt:
20.08.2019, 11:49 Uhr
Ohne Gewähr

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Shannon Lay
August

Label:
Sub Pop / Cargo
Preis:
EUR 15,19

Sophia Saze - "Self (Part 2)"
(Kingdoms, ab 23. August)

Es gibt in der elektronischen Musik, von Noise bis Techno, ja gerade diesen unseligen Trend zur Gravitas: Alles muss möglichst episch und elegisch klingen, schön seriös und im besten Fall sinfonisch, damit's auch beim Klassik-Hipster-Publikum ankommt und ausweist, dass das Tanz-Genre auch erwachsen werden kann. Es nervt. Auch Sophia Saze ist irritiert von diesem Gediegenheits-Wahn, sie hat ihre Wahlheimat Brooklyn unlängst verlassen, weil Techno-Partys und Raves dort, wie sie sagt, nur noch in Nachtklubs abgehalten werden, nicht mehr in den Warehouses, in denen sie einst das Auflegen gelernt hat.

Saze, inzwischen eine gefragte Produzentin und Labelbetreiberin (Dusk & Haze) ist alles Prätentiöse und Kennerhafte fremd. Unverblümt ehrlich gibt sie zu, dass ihre Musik von heute vielleicht unoriginell geltenden Acts wie Massive Attack, Chemical Brothers, Autechre und Aphex Twin beeinflusst wurde, vor allem von "Windowlicker". Vor wenigen Wochen erschien ihr Album "Self Part I", jetzt folgt die Fortsetzung. Der Titel verheißt Tiefschürfendes, aber Saze schafft es, 15 flüchtige Tracks in nur 32 Minuten zu packen, "Part I" war sogar noch kompakter, es gibt DJ-Mixe von ihr, die 56 Tracks in ebensovielen Minuten enthalten.

Diese aufregende und zugleich erleichternde Knappheit erreicht Saze durch eine Art Techno-Cut-up-Technik: Immer wieder stoppen die Tracks nach wenigen Takten, halten inne, horchen einem Sample nach, einer Stimme, einem vorbeiratternden Zug, Schritte auf Treppen, fallendem Regen. Dann schleicht sich wieder ein Beat in die zumeist schroffen Ambient-Geräusche, aber eben ein handfester. Die alte Industriehalle, der Rave, ist hier immer in Hörweite, als wäre man nur kurz auf eine Zigarette im Kalten vor die Tür gegangen. Von drinnen wummert's anheimelnd, vertraut. Es ist also Musik, die ihre Spannung und ihr Narrativ aus dem Ephemeren zieht, aus dem Spannungsfeld zwischen kurzer, unverbindlicher Vertrautheit und grundsätzlicher Entfremdung.

Abgehört im Radio

Mittwochs um 23 Uhr gibt es beim Hamburger Web-Radio ByteFM ein Abgehört-Mixtape mit vielen Songs aus den besprochenen Platten und Highlights aus der persönlichen Playlist von Andreas Borcholte.

Vieles im Klang erinnert an die Noir-Skizzen von Burial, aber das beständig eingetupfte Klassik-Piano spielt Saze, ausgebildete Musikerin und Tänzerin, halt selbst über den Dub und die House-Skelette, als handwerkliche Grundierung, wenn man so will.

Aber nur selten kann man sich hier an einer verhuschten Stimme, einem vorbeigleitendem Rhythmus, einer atomisierten Melodie festhalten. "Self", das bildet auch die Entwurzelung ab, die Sophia Sazes Leben bisher bestimmt hat: Als Kind politischer Flüchtlinge aus Georgien, wuchs sie in Russland, Frankreich, Kanada, schließlich Philadelphia, USA auf. Dort ist sie inzwischen auch wieder angelangt. Vielleicht, sagt sie, macht sie weiter mit ihrer Kunst, vielleicht aber auch nicht. Musik sei eine faszinierende Reise, aber sie wolle darin nicht ihre Integrität verlieren oder zu viel Selbstwert daran knüpfen: "Am Ende, wenn die Lichter ausgehen, ist doch alles nur eine Party." Also tanzen wir am besten ekstatisch zu ihrer Musik, solange es noch geht. (8.0) Andreas Borcholte

Preisabfragezeitpunkt:
20.08.2019, 11:51 Uhr
Ohne Gewähr

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Sophia Saze
Self - Part I

Label:
Kingdoms
Preis:
EUR 9,99

Wertung: Von "0" (absolutes Desaster) bis "10" (absoluter Klassiker)

insgesamt 120 Beiträge
basstomouth 20.08.2019
1. Mindhunter
Herr Borcholte hat wohl, ähnlich wie ich, in den vergangenen Tagen die erste Episode der zweiten Staffel "Mindhunter" gesehen, denn seit dem befindet sich Roxy Music`s "In every dreamhome a heartache" bei mir [...]
Herr Borcholte hat wohl, ähnlich wie ich, in den vergangenen Tagen die erste Episode der zweiten Staffel "Mindhunter" gesehen, denn seit dem befindet sich Roxy Music`s "In every dreamhome a heartache" bei mir in heavy Rotation. Und einige interessante Coverversionen des Songs habe ich ebenfalls entdeckt (Melvins u.a.). Die Siebziger waren nicht per se Kacke, nicht einmal in Bezug auf Mode.
Andreas Borcholte (SPON-Autor) 20.08.2019
2.
Erwischt! Roxy Music in Heavy Rotation - bei mir genauso nach der ersten neuen Mindhunter-Episode. Viele Grüße!
Zitat von basstomouthHerr Borcholte hat wohl, ähnlich wie ich, in den vergangenen Tagen die erste Episode der zweiten Staffel "Mindhunter" gesehen, denn seit dem befindet sich Roxy Music`s "In every dreamhome a heartache" bei mir in heavy Rotation. Und einige interessante Coverversionen des Songs habe ich ebenfalls entdeckt (Melvins u.a.). Die Siebziger waren nicht per se Kacke, nicht einmal in Bezug auf Mode.
Erwischt! Roxy Music in Heavy Rotation - bei mir genauso nach der ersten neuen Mindhunter-Episode. Viele Grüße!
Papazaca 20.08.2019
3. Richtig, Roxy Musik war ja auch sehr gut. Aber ....
gerade habe ich mir den Stilmix von Onejira angehört. Ist nicht Afrika, vielleicht eher Hamburg. Und der gute Andreas macht vor lauter Sympathie aus Hamburg eine afrikanische Kolonie. Quasi Fufu in Poppenbüttel. Darauf muß man [...]
gerade habe ich mir den Stilmix von Onejira angehört. Ist nicht Afrika, vielleicht eher Hamburg. Und der gute Andreas macht vor lauter Sympathie aus Hamburg eine afrikanische Kolonie. Quasi Fufu in Poppenbüttel. Darauf muß man erst mal kommen. Die Sprache ist wieder mal erste Sahne, demnächst lese ich die Texte von dem lieben Andreas, spare mir aber die Musik hier und lege was anderes auf, richtiges aus Afrika, Shatta Whale oder Davido. Warum gibt es denn mal nicht eine NAIJA-Mix aus Nigeria? Ist garantiert besser als der Poppenbüttel -Stilmix hier(ich hab da sogar mal gewohnt). Und dann Blanck Mass. Zugegeben nettes Video. Die Musik oder sagen wir der Klangteppich stört nicht. Aber Roxy Music will man sofort kaufen und wieder hören. Und hier? Hmm. Dann lieber "In every dreamhome a heartache" von Roxy. So, das war die Hälfte von "Abgehört". Jetzt muß ich mich erstmal erholen und lege was von Fela Ransome Kuti auf, wo wir schon von Afrika reden. Aber noch kurz was positives über "Abgehört": Es ist auch schön, wenn man über den Widerspruch herausfindet, was man nicht braucht. Und ab und zu gibt es ja auch einen Glücksmoment. Man lernt hier Demut. Wenn ich das gewußt hätte .....
freddykruger 20.08.2019
4. @,Papazaca
Nix da! Kein aber! In every dream home a heartache ist Gänsehaut pur. Ein Song für die Ewigkeit. For your pleasure ist für mich eines der besten Alben von Roxy Music. Alle Songs ein Volltreffer. Aber wie kann ein Helene F. Fan [...]
Nix da! Kein aber! In every dream home a heartache ist Gänsehaut pur. Ein Song für die Ewigkeit. For your pleasure ist für mich eines der besten Alben von Roxy Music. Alle Songs ein Volltreffer. Aber wie kann ein Helene F. Fan das nachvollziehen (lach). Zu den hier vorgestellten Alben habe ich nichts zu sagen. Hab in allen mal reingehört. Noch nichteinmal was negatives kann ich zu dieser geballten Ladung Langeweile sagen.
.patou 20.08.2019
5.
Habe mich noch nicht näher mit den vorgestellten Alben beschäftigt, will aber nicht völlig ausschließen, dass was für mich dabei ist. Bei Shannon Lay finde ich immerhin den Bezug zu Fleet Foxes und Iron & Wine [...]
Habe mich noch nicht näher mit den vorgestellten Alben beschäftigt, will aber nicht völlig ausschließen, dass was für mich dabei ist. Bei Shannon Lay finde ich immerhin den Bezug zu Fleet Foxes und Iron & Wine interessant. Letzteren habe ich im Juli zusammen mit Calexico gesehen (war gut) und bei den Fleet Foxes hatte es mir seinerzeit das erste Album angetan. Obwohl Lieder wie "White Winter Hymnal" oder "He doesn't know why" sonst eigentlich nicht in mein Beuteschema fallen. Ich hatte bis zuletzt gehofft, dass vielleicht doch noch The S.L.P. besprochen wird (habe eine klitzekleine Schwäche für Kasabian) oder vor allem "When I Have Fears", das Debutalbum der irischen Post-Punk-Band The Murder Capital. Letzteres ist vor ein paar Tagen schon erschienen und gefällt mir ausnehmend gut. Für alle, die mit Idles und Fontaines D.C. was anfangen können - nur düsterer.
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