Kultur

Krimi-Vote

Wie fanden Sie den Heimkind-"Polizeiruf"?

Gewalttätiges Heimkind, aufgewühlter Kommissar: Der Rostocker "Polizeiruf" war mal wieder eine große Bukow-Show. Vielleicht eine zu große Bukow-Show. Oder sind Sie anderer Meinung?

NDR/ Christine Schroeder
Montag, 08.04.2019   04:30 Uhr

"Bei Systemsprengern wie Keno geht nur klare Kante." So erklärte der Heimleiter am Sonntag im "Polizeiruf" in Bezug auf einen verhaltensauffälligen Jugendlichen in seinem Haus - wenig später lag der Heimleiter erschossen im Schnee. Für die Rostocker Ermittler begann eine Verfolgungsjagd auf den jugendlichen Täter - die besonders aufwühlend war, da der Sohn von Kommissar Bukow mit auf der Flucht war.

In unserer Kritik schrieben wir: "Der emotionale Schwerpunkt verschiebt sich mal wieder auf Hübners Bukow, der sich auf der Suche nach seinem Sohn mit Kopfnussblick den Weg durchs deutsch-polnische Verwaltungs- und Verwahrungsdickicht schlägt. Dem Schnell-essen-schnell-vögeln-Credo von Kollegin König fügt er ein Schnell-Zuschlagen hinzu. Das ist alles angemessen physisch dargestellt. Und doch stört, dass bei der großen Bukow-Show Katrin König mal wieder ins Hintertreffen gerät." Wir gaben sieben von zehn Punkten. Wie fanden Sie den Krimi?

Die einst so sorgsam gepflegten Rollenbiografien der Ermittler geraten beim Rostocker "Polizeiruf" immer mehr aus dem Fokus. Dabei war das TV-Revier in Mecklenburg-Vorpommern einmal vorbildlich in der linearen Ausgestaltung der Figuren von Folge zu Folge. Mal sehen wie sich die nächsten "Polizeirufe" entwickeln. Zwei sind bereits abgedreht. Noch in diesem Jahr soll eine Episode mit dem Titel "Dunkle Zwillinge" laufen, die von einem Serienmörder handelt.

cbu

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