Leben und Lernen

Junge Klimaaktivistin

Greta Thunberg will "Zeit nicht mit einem Treffen mit Donald Trump verschwenden"

Per Hochseejacht reist Greta Thunberg in die USA - um am Uno-Klimagipfel teilzunehmen. Einen Termin mit Donald Trump hält die Umweltaktivistin aber für wenig zielführend: "Wie soll ich ihn überzeugen?"

FABRICE COFFRINI / AFP

Klimakämpferin Thunberg (in Genf): Klare Worte in Richtung des US-Präsidenten

Freitag, 09.08.2019   02:06 Uhr

Mitte August soll es losgehen - per Segelboot setzt Klimaaktivistin Greta Thunberg dann in die USA über. Zwei Wochen wird der Trip über den Atlantik von England nach New York dauern. Danach erwartet die junge Schwedin ein straffes Programm. Ein Termin mit US-Präsident Donald Trump wird allerdings nicht dazugehören. An einem solchen Treffen hätte Thunberg nach eigenen Angaben aber ohnehin kaum Interesse gehabt.

"Wenn er nicht bereit ist, der Wissenschaft und Experten zuzuhören, wie soll ich ihn dann überzeugen? Wie soll irgendjemandem von unserer Bewegung das gelingen?", sagte Thunberg dem öffentlich-rechtlichen Schweizer Sender RTS in einem Interview, das im Wortlaut am Donnerstag vom Sender online veröffentlicht wurde.

"Ich würde also meine Zeit nicht mit einem Treffen mit Donald Trump verschwenden", so Thunberg auf die Frage, was sie Trump bei einem Treffen sagen würde. Stattdessen werde sie bei ihrer Reise versuchen, die Bevölkerung zu überzeugen, mehr Druck auf den US-Präsidenten zu auszuüben.

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Fotos aus dem Inneren der "Malizia II": Dieses Schiff bringt Greta Thunberg in die USA

Mit an Bord sind der Vater - und ein sehr prominenter Sohn

Die genaue Abfahrtszeit mit der Rennjacht "Malizia II" hängt von den Wetterverhältnissen ab. Neben Greta ist ein weiterer Prominenter an Bord: Pierre Casiraghi, segelerfahrener Sohn von Caroline, Prinzessin von Hannover und Monaco. Skipper der "Malizia" ist der deutsche Profisegler Boris Herrmann, der mit dem Schiff im kommenden Jahr an der Vendée Globe teilnehmen will, der Einhand-Regatta um die Welt.

Greta wird von ihrem Vater Svante Thunberg und dem Filmemacher Nathan Grossman begleitet, der die Reise dokumentieren wird. Die 16-Jährige nimmt derzeit ein Sabbatjahr von der Schule und hat sich binnen kurzer Zeit zu einer der führenden Figuren in der Klimaschutzbewegung Fridays for Future entwickelt.

In New York will Thunberg am Klimagipfel der Vereinten Nationen teilnehmen. Zunächst reiste sie aber nach Lausanne in der Schweiz und nahm dort in den vergangenen Tagen an einer internationalen Konferenz von Fridays for Future teil.

jok/dpa

insgesamt 39 Beiträge
wunsiedel 09.08.2019
1. Greta Thunberg
Ich ziehe meinen Hut vor Ihnen !
Ich ziehe meinen Hut vor Ihnen !
lhyxlynx 09.08.2019
2. Sogar Gespräche mit Wänden wären produktiver
Sie hat vollkommen Recht. Mit diesem "Mann" zu sprechen, jemanden, der nur an sich selbst denkt und dem Fakten, Ratio, Logik, Wissenschaft, Zukunft, Realität, Ehre, Menschlichkeit ... einfach ALLES andere - außer ihm [...]
Sie hat vollkommen Recht. Mit diesem "Mann" zu sprechen, jemanden, der nur an sich selbst denkt und dem Fakten, Ratio, Logik, Wissenschaft, Zukunft, Realität, Ehre, Menschlichkeit ... einfach ALLES andere - außer ihm selbst - egal ist, ist vollkommen sinnfrei. Sogar Gespräche mit einer Wand wären da produktiver.
sekr 09.08.2019
3. Treffen mit...
... Trump sind tatsächlich nicht mehr interessant, da mittlerweile ja klar geworden ist, wie er "tickt". Am Anfang seiner Präsidentschaft hätte es aus psychologischer Sicht noch spannend sein können. Aber gut, mein [...]
... Trump sind tatsächlich nicht mehr interessant, da mittlerweile ja klar geworden ist, wie er "tickt". Am Anfang seiner Präsidentschaft hätte es aus psychologischer Sicht noch spannend sein können. Aber gut, mein persönliches Ego würde mich so ein Treffen vielleicht nicht absagen lassen. Greta ist da einfach cooler!
Immerandersdenker 09.08.2019
4. Völlig richtig
Die Zeit kann sie sich sparen. Sie ist eine Frau, noch dazu eine junge, die etwas zu sagen hat, und als solche wird sie von (alten weissen) rechtskonservativen Herren bestenfalls belächelt. Von diesen wird die Welt gelenkt, von [...]
Die Zeit kann sie sich sparen. Sie ist eine Frau, noch dazu eine junge, die etwas zu sagen hat, und als solche wird sie von (alten weissen) rechtskonservativen Herren bestenfalls belächelt. Von diesen wird die Welt gelenkt, von diesen wird das Geld aufgesaugt, diese haben die Macht und diese werden sich ihre wichtige Botschaft allenfalls aus Höflichkeit anhören, um den Schein zu wahren, dann aber aus Rücksicht auf die Wirtschaft ihres Landes und ihre Wählerschaft dagegen handeln.
janne2109 09.08.2019
5. ein super Mädel
ach wenn so doch auch andere z. B. Politiker handeln würden, tja Greta - mit einem Male sprechen alle vom Klima, gut gemacht, mich als 72 jährige überzeugst Du!
ach wenn so doch auch andere z. B. Politiker handeln würden, tja Greta - mit einem Male sprechen alle vom Klima, gut gemacht, mich als 72 jährige überzeugst Du!
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