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Apple-Präsentation

So fühlt sich das neue iPhone an

Mit einer großen Show hat Apple die neuen iPhones 7 und 7 Plus vorgestellt. Im Anschluss konnte SPIEGEL ONLINE einen ersten Blick auf die Geräte werfen. Die sind ganz schön glatt geraten.

Foto: SPIEGEL ONLINE
Aus San Francisco berichtet
Donnerstag, 08.09.2016   16:48 Uhr

Apple-Chef Tim Cook braucht ganz offensichtlich keine tollen Produkte, um gute Stimmung zu verbreiten. Statt gleich zu Beginn der Apple-Präsentation am Mittwochabend in San Francisco auf die Bühne zu treten, ließ er erst einmal ein Video zeigen. Zu sehen war Cook in einer Mai-Folge der in den USA populären TV-Serie "Carpool Karaoke".

Zusammen mit Showmaster James Corden fuhr er durch die Stadt, sang zuerst lauthals "I Lived" von OneRepublic, um wenig später zusammen mit Corden und dem zugestiegenen Musikers Pharrell Williams aus voller Kehle "Sweet Home Alabama" zu schmettern. Das war fast schon Headbanging. Und es war genau die richtige Einstimmung. Als Cook schließlich in natura die Bühne betrat, wurde er von einem lachenden Publikum gefeiert wie ein Rockstar. Das Eis war gebrochen, noch bevor er den ersten Satz gesagt hatte.

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Angefasst: Das ist das neue iPhone 7

Zu erzählen hatte Cook einiges, wobei er das Reden meist seinen Manager-Kollegen überließ, welche die von ihm kurz angekündigten Neuheiten dann im Detail erklärten. Den Schlusspunkt setzte schließlich ein Auftritt der Sängerin Sia. Der offizielle Teil der Präsentation war damit beendet. Aber wie immer blieb Cook noch auf der Bühne, nachdem das Saallicht längst wieder auf "ungemütlich hell" umgeschaltet worden war, und plauderte ein wenig mit einigen Zuschauern, beantwortete deren Fragen, und wollte umgekehrt von ihnen wissen, was sie von den neuen Produkten hielten.

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iPhone 7, Smartwatch und AirPods: Neues aus dem Hause Apple

Die aus aller Welt angereisten Journalisten hatten sich zu diesem Zeitpunkt längst zum sogenannten Hands-on angestellt, zum ersten Ausprobieren der neuen iPhones und Apple Watches, die es in einem separaten Raum zu sehen gab.

Als man dann eines der begehrten Geräte in der Hand halten konnte, fiel erst einmal gar nichts auf: Größe, Gewicht, Form entsprechen in etwa den Daten von iPhone 6s und 6s Plus. Das merkt man. Nur wenn man eines der glänzend schwarzen Exemplare - Apple nennt das Diamantschwarz - erwischt hatte, war ein Unterschied zu spüren. Der Lack dieses Modells fühlt sich ganz besonders glatt an, glänzt fast wie ein schwarzer Spiegel - und zieht Fingerabdrücke an wie ein Magnet Metallspäne. Die mattschwarze Variante scheint diese Probleme nicht zu haben.

Auf den ersten Blick bemerkenswert: Der Bildschirm scheint tatsächlich spürbar besser geworden zu sein. Es wird interessant, ihn direkt mit dem des Vorgängermodells zu vergleichen - und mit dem des Samsung Galaxy Note7. Von den Fähigkeiten der neuen Kamera mit Doppelobjektiv im iPhone 7 Plus konnte man sich im Hands-on-Raum kaum einen Eindruck verschaffen. Zu künstlich die Beleuchtung, zu wenige lohnende Motive. Auch das müssen wir auf den richtigen Test verschieben.

Auf Anhieb eindrucksvoll fällt aber der Erstkontakt mit den neuen schnurlosen Kopfhörern aus, den AirPods. Sie mit dem iPhone zu verbinden ist denkbar einfach: Man öffnet die Transportschachtel, hält sie in die Nähe des iPhones, fertig (erfahren Sie mehr dazu in dieser Bilderstrecke). Beim Ausprobieren mit Musik erstaunten die neuen Kopfhörer mit fetten Bässen. Wer mag, kann wahlweise auch nur einen benutzen, zum Telefonieren etwa, oder um beim Sport Podcasts zu hören.

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Angefasst: Das ist das neue iPhone 7

Apple Watch Series 2 und ein erstes Fazit

Die ersten Versuche mit der neuen Apple Watch Series 2 fallen erwartungsgemäß unaufregend aus. Optisch ist das neue nicht vom alten Modell zu unterscheiden. Außer, man erwischt das knallweiße Keramikmodell Apple Watch Edition, das mit Preisen ab 1449 Euro die neue Smartwatch-Oberklasse bei Apple markiert. Die weitaus teureren goldenen Edition-Modelle der ersten Serie sind aus der Preisliste verschwunden. Ob das neue Display der zweiten Apple-Watch-Version mit seiner erhöhten Helligkeit tatsächlich besser ablesbar ist als beim Vorgängermodell, ließ sich unter dem hellen Licht des Ausprobier-Zimmers nicht beurteilen. Wir werden das nachholen, sobald wir eine der neuen Smartwatches haben.

Nach einer guten Stunde mit den neuen iPhones und der zweiten Apple Watch lässt sich bisher nur sagen: Die haben Potenzial. Der neue Bildschirm des iPhone 7 macht einen guten Eindruck, die neuen Designs der Smartwatches sind zum Teil sehr gelungen. Das iPhone 7 im hochglänzenden Schwarz sieht extrem sexy aus - so lange man ein Putztuch zur Hand hat. Wie sich Apples Gadgets im Alltag schlagen, und ob sich der Umstieg lohnt, wird bald unser Test zeigen.

Matthias Kremp im Video: "Endlich ein iPhone auch für unter die Dusche"

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insgesamt 266 Beiträge
usa911 08.09.2016
1. Welche Schnittstelle verwendet denn der Kopfhörer?
Schön das sich der mitgelieferte Kopfhörer verbinden lässt, aber wie sieht das mit fremd Kopfhörer aus? Diese Informationen wären interesanter, denn nicht jeder will die Beipack Kopfhörer verwenden, sondern einen, der einem [...]
Schön das sich der mitgelieferte Kopfhörer verbinden lässt, aber wie sieht das mit fremd Kopfhörer aus? Diese Informationen wären interesanter, denn nicht jeder will die Beipack Kopfhörer verwenden, sondern einen, der einem persönlich am besten gefällt (Tragekomfort, Aussehen, Tonqualität...)
Kunstgriffe 08.09.2016
2.
>> Der Lack dieses Modells fühlt sich ganz besonders glatt an, glänzt fast wie ein schwarzer Spiegel - und zieht Fingerabdrücke an wie ein Magnet Metallspäne. Die mattschwarze Variante scheint diese Probleme nicht zu [...]
>> Der Lack dieses Modells fühlt sich ganz besonders glatt an, glänzt fast wie ein schwarzer Spiegel - und zieht Fingerabdrücke an wie ein Magnet Metallspäne. Die mattschwarze Variante scheint diese Probleme nicht zu haben. Hier wird ein Problem beschrieben. Wie wird daraus im nächsten Satz ein Plural?
wll 08.09.2016
3.
Extrem glatt heißt, das Ding kann einem leichter aus der Hand rutschen, Hochglanz ist auch nicht jedermanns Sache und dann wäre da ja noch die Sache mit den Fingerabdrücken. Zufrieden? ;-)
Zitat von Kunstgriffe>> Der Lack dieses Modells fühlt sich ganz besonders glatt an, glänzt fast wie ein schwarzer Spiegel - und zieht Fingerabdrücke an wie ein Magnet Metallspäne. Die mattschwarze Variante scheint diese Probleme nicht zu haben. Hier wird ein Problem beschrieben. Wie wird daraus im nächsten Satz ein Plural?
Extrem glatt heißt, das Ding kann einem leichter aus der Hand rutschen, Hochglanz ist auch nicht jedermanns Sache und dann wäre da ja noch die Sache mit den Fingerabdrücken. Zufrieden? ;-)
spon_2999637 08.09.2016
4.
- Glatt (rutscht leicht aus der Hand) - Glänzend (sammlt die zum Entsprerren des Telefons notwendigen Fingerabdrücke dankbarerweise direkt auf dem Gerät ;-) ...)
Zitat von Kunstgriffe>> Der Lack dieses Modells fühlt sich ganz besonders glatt an, glänzt fast wie ein schwarzer Spiegel - und zieht Fingerabdrücke an wie ein Magnet Metallspäne. Die mattschwarze Variante scheint diese Probleme nicht zu haben. Hier wird ein Problem beschrieben. Wie wird daraus im nächsten Satz ein Plural?
- Glatt (rutscht leicht aus der Hand) - Glänzend (sammlt die zum Entsprerren des Telefons notwendigen Fingerabdrücke dankbarerweise direkt auf dem Gerät ;-) ...)
sbi 08.09.2016
5. Warum sind Berichte von Apple-Events immer positiv?
Weil man als Journalist nicht zugelassen wird, wenn man mal was nicht so positives gesagt hat: http://www.theregister.co.uk/2016/09/07/reg_effort_to_attend_iphone_7_launch/
Weil man als Journalist nicht zugelassen wird, wenn man mal was nicht so positives gesagt hat: http://www.theregister.co.uk/2016/09/07/reg_effort_to_attend_iphone_7_launch/
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