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Kamera-Neuheiten von der CES

Zweiäugige Kameras und der wasserfeste Superzoomer

Kamerahersteller zeigen auf der Technikmesse CES interessante Neuigkeiten: Canon experimentiert mit zwei Bildsensoren in einem Gerät, Fujifilm mit wetterfesten Zoomriesen für kleines Geld. Die spannendsten Vorstellungen im Überblick.

Von
Dienstag, 07.01.2014   16:46 Uhr

Canon Powershot N100 - eine Kamera mit zwei Objektiven

Canon

Canon Powershot N100: Im Mai für 369 Euro erhältlich

Canon experimentiert mutig mit Kompaktkameras in ungewöhnlicher Bauform. Nach der winzigen Powershot N ohne Auslöser im Vorjahr kommt nun der nächste Neuentwurf. Die auf der CES vorgestellte Powershot N100 fotografiert in zwei Richtungen: Nach vorne mit einem lichtstarken Objektiv (f/1,8 bei 24 mm Brennweite) und einem 0,45 Quadratzentimeter großen Bildsensor.

Fotostrecke

Canon Powershot N: So fotografiert die Klappkamera
Nach hinten fotografiert die N100 mit einer winzigen Kamera, wie man sie bei Tablets und Smartphones für die Videotelefonie nutzt. Dieses winzige Bild blendet die N100 in einem speziellen Aufnahmemodus ins Großbild ein, in Fotos ebenso wie in Videos. So soll die Reaktion des Fotografierenden festgehalten werden und das Foto die ganze Geschichte zeigen. Als Beispiel führt Canon die ersten Schritte eines Kindes an - die fotografierenden Eltern sehen Jahre später sicher auch gern die eigene Reaktion auf den Moment. Smartphone-Apps bieten solche Doppel-Fotos schon länger.

Auch von diesem Extra abgesehen hat die Powershot N100 eine interessante Ausstattung: Sensor und Objektiv entsprechen den Bauteilen der Edelkompaktkamera Canon S120, die eine überdurchschnittlich gute Bildqualität liefert. Der Monitor der N100 lässt sich um 180 Grad nach oben klappen. So lässt sich zum Beispiel der Bildausschnitt eines aus der Hand geschossenen Selbstporträts genau bestimmen.

Die Powershot N100 soll Mitte Mai in Deutschland verfügbar sein und dann 369 Euro kosten.

Fujifilm Finepix S1 - wasserfester Zoomriese

Fujifilm

Finepix S1: 50-facher Zoom und kleiner Bildsensor

Die Finepix S1 folgt dem alten Rezept für Bridgekameras: kleiner Sensor, dafür eine enorme Brennweite. Der 50-fache Zoom der S1 kommt sehr nah an Motive heran, allerdings sollte man nur bei Tageslicht fotografieren. Neu an der S1 ist der Spritzwasserschutz. Eine Abdichtung gegen Regenschauer haben solche Kameras nur selten. Aktuell bietet zum Beispiel die Sony Bridgekamera RX10 Spritzwasserschutz - allerdings kostet dieses Modell im Handel mit gut 1050 Euro mehr als doppelt so viel wie die S1.

Die Fujifilm-Kamera ist als Tageslicht-Zoomriese konzipiert, über den Digitalsucher kann man auch bei Sonnenschein gut den Bildausschnitt wählen, ohne dass Displayreflektionen stören. Wer lange und bei jedem Wetter in der Natur unterwegs ist, wird für Tieraufnahmen vielleicht die staub- und spritzwassergeschützte S1 wählen. 680 Gramm soll sie wiegen - das ist auf Wanderungen wohl so gerade eben noch tragbar.

Die Finepix S1 soll im März in Deutschland verfügbar sein und 449 Euro kosten.

Samsung Galaxy Camera 2 - schneller, nicht klarer

Samsung

Samsung Galaxy Camera 2: Neuer Prozessor, alter Bildsensor

Mehr als ein Jahr nach dem ersten Versuch einer Smartphone-Kamera stellt Samsung die zweite Version seiner Galaxy Camera vor. Die Kombination von Zoom-Objektiv (21-facher optischer Zoom) und einem guten Android-Smartphone macht die Galaxy Camera 2 trotz gewachsener Konkurrenz zur besten Android-Kamera auf dem Markt.

Fotostrecke

Samsung Galaxy Camera: So sieht Samsungs Android-Kamera aus
Das Sony Xperia Z1 Smartphone hat zwar einen Bildsensor mit ebenfalls 0,28 Quadratzentimetern Oberfläche (das ist für Smartphones viel), aber lediglich einen dreifachen optischen Zoom.

Samsung hat in der neuen Galaxy Camera einen schnelleren Prozessor und mehr Speicher eingebaut, an Objektiv und Bildsensor ändert sich allerdings nichts.

Die Samsung Galaxy Camera 2 soll ab Februar in Deutschland erhältlich sein und 449 Euro kosten.

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insgesamt 5 Beiträge
alyeska 07.01.2014
1. Nichts was interessiert
Die "Neuerungen" sind allesamt in Bereichen ab Semiprofi völlig unnütz. Aber man will ja verkaufen um jeden Preis (!)
Die "Neuerungen" sind allesamt in Bereichen ab Semiprofi völlig unnütz. Aber man will ja verkaufen um jeden Preis (!)
noalk 07.01.2014
2. nur 2 Cams?
Ich will eine Kamera mit 4 Linsen und 4 Sensoren - noch besser mit je6. Wenn die Kids die ersten Schritte machen, sind vielleicht auch Oma und Opa dabei, die links und rechts von der Kamera stehen. Für das später erwachsene Kind [...]
Ich will eine Kamera mit 4 Linsen und 4 Sensoren - noch besser mit je6. Wenn die Kids die ersten Schritte machen, sind vielleicht auch Oma und Opa dabei, die links und rechts von der Kamera stehen. Für das später erwachsene Kind ist es bestimmt wahnsinnig spannend zu sehen, wie die damals geschaut haben.
anonguest 07.01.2014
3. Canon...
enttäuscht nur noch... hatte mir als kleines Weihnachtsgeschenk eine SX 280 geleistet. Neustes Modell der kleinen Powershots. Heute ging sie zum Händler zurück. Die Software ist voller Bugs. Der Support daraufhin [...]
enttäuscht nur noch... hatte mir als kleines Weihnachtsgeschenk eine SX 280 geleistet. Neustes Modell der kleinen Powershots. Heute ging sie zum Händler zurück. Die Software ist voller Bugs. Der Support daraufhin angesprochen, belügt einen und gibt vollkommen falsche "Tipps" ("Schicken Sie die zur Reparatur"). Aber hauptsache total wichtige Features wie zweiter Sensor...
axel.larator 08.01.2014
4. Doppelauge
Damals, als die Welt noch Filme in die Kamera einlegte, gab es wunderbare doppellinsige Kameras von Rollei und anderen Herstellern. Warum dieses (Konzept) nicht im digitalen Zeitalter verwirklicht wird, ist mir unverständlich. [...]
Damals, als die Welt noch Filme in die Kamera einlegte, gab es wunderbare doppellinsige Kameras von Rollei und anderen Herstellern. Warum dieses (Konzept) nicht im digitalen Zeitalter verwirklicht wird, ist mir unverständlich. Eine hochwertige lichtstarke Linse für die Aufnahme, die zweite für den Sucher. Kein Spiegelklappern, nichts halbdurchlässiges, elektronisch aufbereitetes Sucherbild, etc.
noalk 08.01.2014
5. unnötig
Das Prinzip der Digitalfotografie mit dem CCD-Sensor macht eine zweite Linse für den Sucher schlicht überflüssig, weil kein Film mehr in der Kamera vor unbeabsichtigter Belichtung geschützt werden muss.
Zitat von axel.laratorDamals, als die Welt noch Filme in die Kamera einlegte, gab es wunderbare doppellinsige Kameras von Rollei und anderen Herstellern. Warum dieses (Konzept) nicht im digitalen Zeitalter verwirklicht wird, ist mir unverständlich. Eine hochwertige lichtstarke Linse für die Aufnahme, die zweite für den Sucher. Kein Spiegelklappern, nichts halbdurchlässiges, elektronisch aufbereitetes Sucherbild, etc.
Das Prinzip der Digitalfotografie mit dem CCD-Sensor macht eine zweite Linse für den Sucher schlicht überflüssig, weil kein Film mehr in der Kamera vor unbeabsichtigter Belichtung geschützt werden muss.

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Fototechnik-Fachbegriffe

Konrad Lischka

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Brennweite
Die Brennweite gibt eine Entfernung innerhalb des Objektivs einer Kamera an. Genauer: Die Brennweite ist der in Millimetern angegebene Abstand zwischen der Mittelachse der Linse und der Stelle, wo das einfallende Licht auf Sensor oder Film trifft. Relevant ist das für die Bildgestaltung so: Je höher die Brennweite, desto näher wird das abgebildete Objekt herangezoomt.

Die Brennweite verändert auch die Bildwinkel der Aufnahme. Hier spielen aber auch die verschiedenen Aufnahmeformate (sprich: Wie groß ist das auf den Sensor der Kamera einfallende Bild?) eine Rolle. Deshalb geben Hersteller meistens die sogenannte kleinbildäquivalente Brennweite (Equiv.135) an.

Kleinbildbrennweiten werden mit Werten wie zum Beispiel 24-60 mm bei digitalen Kompaktkameras angeben. Wenn ein solches Objekt den Bereich zwischen 17 und 35 mm umfasst (siehe Foto: links 35 mm, rechts 28 mm), sind Weitwinkelaufnahmen möglich (hilfreich, um zum Beispiel Menschengruppen oder Bauwerke aus nicht allzu großer Entfernung aufzunehmen), ab 50 mm ist man schon im leichten Telebereich.
Blendenöffnung
Für eine Kamera ist die Blende, was die Iris für das Auge ist: Diese Öffnung hat eine veränderbare Größe, und je größer sie ist, desto mehr Licht fällt ein. Bei kompakten Digitalkameras kann die Blende manchmal, bei Spiegelreflexkameras meistens auf Wunsch manuell eingestellt werden. Angegeben wird sie dabei mit der sogenannten Blendenzahl (wie um Beispiel 8, 5,6 oder 2,8).

Je größer die Blendenzahl (oft angegeben mit f/Blendenzahl), umso kleiner ist die Blendenöffnung. Konkret: Bei der Blendenzahl 4 ist die Blendenöffnung doppelt so groß wie bei der nächst höheren Blendenzahl 5,6. Die Blendenzahlen beruhen auf einer mathematischen Formel, nach der sich die sogenannte Blendenreihe berechnet. Hier verkleinert sich von Stufe zu Stufe die Blendenöffnung (0,5 / 0,7 / 1 / 1,4 / 2,8 / 4 usw.

Mehr Licht durch eine große Blendenöffnung ermöglicht eine kürzere Verschlusszeit. Eine möglichst kurze Verschlusszeit ist nötig, um sich schnell bewegende Objekte möglichst scharf aufzunehmen. Wer zum Beispiel einzelne Szenen eines Basketballspiels einer nicht allzu hell beleuchteten Sporthalle aufnehmen will, kann eine kleinere Blendenzahl (also eine größere Blendenöffnung) wählen und dafür die Verschlusszeit verkürzen. Als Richtwert gilt dabei: Ein Stufe abwärts in der Blendenreihe erlaubt eine gleichzeitige Halbierung der Belichtungszeit.

Gleichzeitig beeinflusst die Größe der Blendenöffnung die sogenannte Schärfentiefe. Grundregel: Je kleiner die Blendenzahl (und je größer somit die Blendenöffnung), desto geringer die Schärfentiefe. Geringe Schärfentiefe bedeutet: Das Motiv im Vordergrund ist scharf, der Hintergrund ist unscharf. Große Schärfentiefe bedeutet, dass die Partien im Vorder- und Hintergrund scharf auf dem Bild erscheinen.
Verschluss-/ Belichtungszeit
Wie lange die Blende geöffnet ist, wie lange also Licht auf den Sensor der Kamera fällt, gibt die Belichtungszeit an. Je länger diese Verschlusszeit ist, desto mehr Licht fällt auf den Sensor.

Diese Verschlusszeit wird meistens in Sekundenbruchteilen angegeben. 1/1000 ist zum Beispiel eine tausendstel Sekunde. Bei Kompaktkameras kann die Verschlusszeit manchmal, bei Spiegelreflexkameras immer auch manuell eingestellt werden. Angeben wird sie in Zeitstufen (wie 0,5"; 1/4; 1/8; 1/15; 1/30; 1/60; 1/125 usw.). Je größer die Zeitstufe, umso länger ist der Verschluss geöffnet.

Bei einer kurzen Verschlusszeit erscheinen auf dem Bild sich schnell bewegende Objekte scharf, bei längeren Verschlusszeiten wirken sie verwischt, das ist die sogenannte Bewegungsunschärfe. Verwendet man bei solchen Aufnahmen mit längeren Belichtungszeiten kein Stativ oder zumindest eine feste Unterlage für die Kamera, verwackeln die Aufnahmen oft durch die Bewegung der Hand. Ruht die Kamera auf einer festen Unterlage, kann man mit längeren Belichtungszeiten zum Beispiel Autos auf Fotos verwischt erscheinen lassen, während alle statischen Objekte in der Umgebung scharf erscheinen.

Bei sehr kurzen Belichtungszeiten ist eine starke Beleuchtung oder eine entsprechend große Blendenöffnung nötig, um ausreichende Belichtung zu gewährleisten. Grundregel: Stellt man eine Zeitstufe größer ein, kann man eine Blendenzahl weniger einstellen.
Schärfentiefe
Schärfentiefe meint den Bereich in einer bestimmten Entfernung der Kamera, der auf dem Foto als scharf erscheint - je größten dieser Entfernungsbereich ist, umso größer ist die Schärfentiefe.

Konkret: Geringe Schärfentiefe bedeutet, dass das Motiv im Vordergrund scharf, der Hintergrund aber unscharf ist. Große Schärfentiefe bedeutet: Die Partien im Vorder- und Hintergrund erscheinen auf dem Bild scharf. Die Schärfentiefe eines Bildes hängt unter anderem von der Größe der Blendenöffnung ab, aber auch von der Brennweite des Objektivs und dem Bildformat beziehungsweise der Sensorgröße.
Sensorgröße
Die Größe des Fotosensors einer Digitalkamera beeinflusst neben anderen Faktoren die Qualität der Fotos. Angegeben wird die Größe oft in Standardgrößen wie 1/2,3 Zoll oder 1/1,7 Zoll. Diese Größen sind von einem Format für TV-Kameras aus den fünfziger Jahren übernommen, haben keinen direkten Zusammenhang mit der Oberfläche des Sensors.

Einige Beispiele für Sensorgrößen:

- 1/2,3", z.B. Pentax Q: 0,28 cm²
- 1/1,7", z.B. Canon G12, Canon S100: 0,43 cm²
- 2/3", z.B. Fujifilm X10:0,58 cm²
- 1", z.B. Nikon J1, Sony RX100: 1,16 cm²
- 4/3", z.B. Panasonic GF3: 2,25 cm²
- Canon G1X: 2,62 cm²
- Canon APS-C, z.B. 7D: 3,32 cm²
- Nikon DX, z.B. Nikon D90: 3,72 cm²
- Sony APS-C, z.B. Nex-5n: 3,81 cm²
- Kleinbild-Vollformat, z.B. Canon 5D Mark II, Nikon D700, Sony A900: 8,64 cm²
- Mittelformat, z.B. Pentax 645D: 17,28 cm²

Ein Problem bei der Sensorgröße entsteht, wenn auf der gleichen Fläche immer mehr Fotodioden untergebracht werden. Sprich: Eine digitale Kompaktkamera mit derselben Auflösung (gemessen in Megapixel) wie eine Spiegelreflexkamera bringt dieselbe Menge an Fotodioden auf einer kleineren Oberfläche unter. Eine Folge: Auf der kleinen Fläche erreicht weniger Licht jede einzelne der Fotodioden, das Signal muss daher verstärkt werden, was wiederum mehr Störungen, das sogenannte Bildrauschen, mit sich bringt.
Lichtempfindlichkeit / ISO-Wert
Wie lichtempfindlich Filmmaterial ist, wird unter anderem mit den sogenannten ISO-Werten angegeben. Ein Film mit ISO 200 ist doppelt so lichtempfindlich wie ein ISO-100-Film, bei ISO 400 verdoppelt sich die Lichtempfindlichkeit gegenüber ISO 200 und so weiter.

Bei Digitalkameras haben die Hersteller diese Skala übernommen, um die Empfindlichkeit anzugeben. Wenn in einem dämmrigen Umfeld die Verschlusszeit wegen Verwacklungsgefahr nicht stark genug erhöht werden kann und eine allzu große Blendenöffnung wegen des Verlusts an Schärfentiefe nicht erwünscht ist, kann die Empfindlichkeit erhöht werden, um eine ausreichende Belichtung zu gewährleisten. Hebt man die ISO-Stufe um einen Schritt an, kann die Verschlusszeit zum Beispiel um einen Schritt vermindert werden.

Bei Digitalkameras verstärkt die Software das auf dem Sensor eingehende Signal. Dabei verstärkt die auch die Störungen, das sogenannte Bildrauschen nimmt zu.
Megapixel
Der Megapixel-Wert gibt die Auflösung einer Digitalkamera an, also wie viele Bildpunkte der Sensor erfasst. Ein Megapixel entspricht einer Million Bildpunkte. Aus der Pixelmenge resultiert die Rasterung beim Druck der Fotos - je höher die Auflösung, desto größer können die Fotos gedruckt werden, ohne dass die Pixel sichtbar werden.

Laut Kodak genügt für einen Ausdruck in A4-Format (20x30 cm) in guter Qualität eine Auflösung von 1920 x 1280 Pixeln (2,4 Megapixel), für optimale Qualität ist eine Auflösung von 2160 x 1440 Pixeln (3,1 Megapixel) nötig.

Eine digitale Kompaktkamera mit derselben Auflösung wie eine Spiegelreflexkamera bringt dieselbe Menge an Bildpunkten auf einer kleineren Sensoroberfläche unter. Eine Folge: Auf der kleinen Fläche erreicht weniger Licht jeden einzelnen der Bildpunkte, das Signal muss daher verstärkt werden, was wiederum mehr Störungen durch das sogenannte Bildrauschen mit sich bringt.
Bildrauschen
Die Ursache für das Bildrauschen sind physikalische Effekte auf dem Bildsensor und den dort untergebrachten Fotodioden, vor allem den sogenannten Dunkelstrom. Wie stark diese Effekte im Foto sichtbar (siehe Foto mit 1600 ISO) sind, hängt von mehren Faktoren ab:

- Bei gleicher Auflösung rauschen Sensoren mit kleinerer Oberfläche stärker als größere.

- Je stärker die Lichtempfindlichkeit der Kamera eingestellt ist, umso stärker ist das Rauschen, da das vom Sensor eingehende Signal verstärkt wird - einschließlich der Störungen.

- Je wärmer der Sensor ist, umso stärker ist das Bildrauschen.

Digitalkameras nutzen diverse Software-Routinen, um das Bildrauschen schon beim Abspeichern einer Aufnahme herauszurechnen. Die Hersteller nutzen verschiedene Verfahren mit unterschiedlichen Ergebnissen. Manchmal beeinträchtigt die Rauschunterdrückung wiederum die Schärfe eines Bildes sichtbar.

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