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Panasonic GF6

Guter Sensor, günstige Kamera, komischer Hebel

Ein halbes Jahr abwarten, schon fällt der Preis neuer Digitalkameras um ein Fünftel oder mehr. Die Panasonic GF6 ist mittlerweile ein preiswertes Angebot - der Test zeigt, wie gut die Systemkamera im Vergleich mit ganz neuer Konkurrenz abschneidet.

SPIEGEL ONLINE
Von
Mittwoch, 30.10.2013   13:53 Uhr

Die Digitalkamera Panasonic GF6 gehört zu den besseren Modellen: Der Bildsensor ist vergleichsweise groß, der Autofokus schnell, und doch kostet die Kamera derzeit weniger als manche Edelkompaktkamera. Knapp 440 Euro werden für die GF6 im Paket mit einem Standardzoom momentan verlangt. Der Preis ist seit der Vorstellung im Frühsommer um ein Fünftel gefallen.

Aber ist das wirklich preiswert? Sind neuere Modelle der GF6 nicht deutlich überlegen? Der Test zeigt, ob diese günstige Systemkamera ein Schnäppchen ist.

Gut: Geschwindigkeit, Handhabung, Bildqualität

Schneller Autofokus: Die GF6 stellt schnell und zuverlässig scharf. Bei Dämmerung arbeitet das Autofokussystem langsamer als bei Tageslicht, aber es ist gut nutzbar. Die Fokussiergeschwindigkeit hebt die GF6 von anderen günstigen Systemkameras ab. Die Canon EOS M beispielsweise kostet inzwischen im Handel weniger als 370 Euro, allerdings ist der Autofokus unangenehm langsam. Da ist die GF6 wirklich preiswert - spürbar schneller und präziser stellen auch teurere, neuere Systemkameras nicht scharf.

digitalkamera.de

Auslöseverzögerung der GF6: Werte unter 0,3 Sekunden sind gut bis sehr gut, bis etwa 0,6 Sekunden sind sie befriedigend

Bedienung: Bei günstigen Digitalkameras lässt sich in der Regel wenig über spezielle Schalter oder Drehrädchen am Gehäuse einstellen, man muss viele Optionen in Bildschirmmenüs suchen. Die GF6 ist für eine günstige Kamera gut ausgestattet, Aufnahmeprogramme wie Vollautomatik oder Blendenpriorität wählt man über das Moduswahlrad an der Gehäuseoberseite aus. Hinzu kommen zwei programmierbare Funktionstasten und ein Drehrad neben dem Display.

Je nach Aufnahmeprogramm verändert man mit dem Wipphebel an der Oberseite Optionen wie Belichtungskorrektur oder Blendenöffnung. Dieser Multifunktionshebel wirkt zunächst etwas merkwürdig. Ein solcher Mechanismus dient sonst bei Kameras zum Zoomen oder zum Einschalten. Mit einem Drehrad könnte man schneller arbeiten. Auch wenn der Hebel ganz brauchbar ist - diese Veränderung leuchtet nicht ein.

Bildqualität: Der Sensor der GF6 ist mit 2,25 Quadratzentimetern weit größer als die der meisten Kompaktkameras. Verglichen mit diesen Kameras ist die Bildqualität der GF6 besser. Auf Fotos, die bei schlechten Lichtverhältnissen gemacht wurden, fällt das Bildrauschen nicht gravierend auf - solange man die Aufnahmen nicht in voller Größe betrachtet. Teurere Systemkameras mit besseren und größeren Sensoren würden bei denselben Bedingungen Aufnahmen mit mehr Details und weniger Rauschen liefern. Aber für den aktuellen Preis ist die Bildqualität der GF6 gut.

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Signal-Rauschabstand der GF6: Je größer der Wert, desto deutlicher ist das Signal und desto geringer das störende Rauschen

Nicht so gut: Laufzeit, W-Lan

Akku: Der Ladestatus sinkt bei der GF6 schneller als bei vielen vergleichbaren Kameras. Das ist ärgerlich, aber mit einem geladenen Ersatzakku im Gepäck muss man sich keine Sorgen machen. Und anders als einige Konkurrenzkameras wird die GF6 mit einem Ladegerät für den Akku geliefert. Man muss nicht die Kamera anstöpseln wie bei vielen Sony-Kameras.

Funkverbindung: Die GF6 hat ein W-Lan-Modul eingebaut. Man kann mit der passenden Gratis-App für iOS und Android-Smartphones die Kamera fernsteuern, Fotos von der Speicherkarte laden und per Smartphone bei Online-Diensten hochladen. Die Konfiguration ist langwierig, der Funktionsumfang könnte größer sein. Aber: Wenn man unterwegs unbedingt ein Foto hochladen will, hat man eine weitere Möglichkeit dafür.

Vorteile, Nachteile, Fazit

günstig

gute Bildqualtität

gute Handhabung

große Auswahl an Objektiven, auch gebraucht

schneller Autofokus

klappbarer Bildschirm

Akku-Laufzeit kurz

W-Lan-Funktion hakelig

Fazit: Die Panasonic GF6 ist zum aktuellen Preis ein gutes Angebot. Es gibt spiegellose Systemkameras mit besserer Bildqualität (wie die Fujifilm X-M1), die sind aber teurer und mit vergleichbaren Objektiven schwerer (je größer der Sensor, desto schwerer die Objektive). Der ebenfalls älteren und sehr günstigen Canon EOS M ist die GF6 wegen des schnellen Autofokus und der Objektivauswahl vorzuziehen. Im Vergleich mit der mittlerweile ebenfalls sehr günstigen Systemkamera Nikon 1 J3 hat die GF6 die bessere Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen.

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Spiegellose Kameras: Panasonic GF6, Fujifilm X-A1, EOS M

Kamera Panasonic GF6 Fujifilm X-A1 Canon EOS M
günstigster Preis * (mit / ohne Objektiv) 439 / - 599 / - 369 / -
Maße (Gehäuse) 9,85 x 5,49 x 3,04 11,7 x 6,7 x 3,9 10,9 x 6,7 x 3,2
Volumen (Gehäusell-
maße), cm³
164,39256 305,721 233,69
Gewicht (mit / ohne Objektiv, Gramm) 344 / 274 475 / 280 508 / 298
Objektiv LUMIX G Vario 3,5-5,6/12-32mm Objektiv XC 16-50mm 3.5-5.6 OIS EF-M 18-55mm 3.5-5,6
Objektiv (Brennweite kb.-äquivalent) 24 - 64mm 24-75 mm 29 - 88 mm
Preis Objektiv (Euro) 349 307,92 129,99
Naheinstell-
grenze (cm)
20 cm 30 25
Auflösung (Megapixel) 16 16,3 18
Sensorgröße (cm²) 2,25 3,68 3,31
Megapixel pro cm² 7,11 4,43 5,43
Display (Diagonale Zoll / cm) 3 / 7,6 3 / 7,6 3 / 7,6
Display Auflösung (Pixel / Subpixel) 345.333 / 1036000 306.666 / 920.000 346.666 / 1.040.000
Dateiformat RAW/JPG RAW / JPG RAW / JPG
Besonderheiten Touchscreen Display neigbar, kein Tiefpassfilter Touchscreen

* Preise laut geizhals.at, Stand: 23.10.2013

insgesamt 22 Beiträge
f36md2 30.10.2013
1. Lumix GF6
Preiswert? Das trifft vielleicht für die Testkamera zu, aber es kann nicht lange dauern, dann erscheint für das Weihnachtsgeschäft diese Panasonic (bewährtes Marketing-Muster) als Leica-Version. Kamera und Objektiv [...]
Zitat von sysopSPIEGEL ONLINEEin halbes Jahr abwarten, schon fällt der Preis neuer Digitalkamera um ein Fünftel oder mehr. Die Panasonic GF6 ist mittlerweile ein preiswertes Angebot - der Test zeigt, wie gut die Systemkamera im Vergleich mit ganz neuer Konkurrenz abschneidet. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/panasonic-gf6-a-927883.html
Preiswert? Das trifft vielleicht für die Testkamera zu, aber es kann nicht lange dauern, dann erscheint für das Weihnachtsgeschäft diese Panasonic (bewährtes Marketing-Muster) als Leica-Version. Kamera und Objektiv (einschließlich Entwicklung) komplett aus Japan, aber durch die "Umwandlung" als Leica deutlich teurer. Einige Kunden werden das nicht wissen und kaufen. So läuft es eben: Globalisierung überall!
spatenheimer 30.10.2013
2.
Welche Micro-Four-Thirds-Panasonic gibt es bisher als Leica-Modell?
Zitat von f36md2Preiswert? Das trifft vielleicht für die Testkamera zu, aber es kann nicht lange dauern, dann erscheint für das Weihnachtsgeschäft diese Panasonic (bewährtes Marketing-Muster) als Leica-Version. Kamera und Objektiv (einschließlich Entwicklung) komplett aus Japan, aber durch die "Umwandlung" als Leica deutlich teurer. Einige Kunden werden das nicht wissen und kaufen. So läuft es eben: Globalisierung überall!
Welche Micro-Four-Thirds-Panasonic gibt es bisher als Leica-Modell?
exilostfriese 30.10.2013
3. optional
Irgendwas vergessen? Die Sony NEX-Modelle haben einen größeren Sensor mit 3,75qcm und auch die Samsung NX-100 und die NEX-3 und NX-100 kosten ähnlich wenig. 2,25qcm ist nichts besonderes. Haben viele Micro-Four-Thirds-Cameras [...]
Irgendwas vergessen? Die Sony NEX-Modelle haben einen größeren Sensor mit 3,75qcm und auch die Samsung NX-100 und die NEX-3 und NX-100 kosten ähnlich wenig. 2,25qcm ist nichts besonderes. Haben viele Micro-Four-Thirds-Cameras (Olympus PEN-Modelle, Panasonic GF3).
markus_wienken 30.10.2013
4. .
Keine. Und ich kann mir nicht vorstellen dass Leica hier seine Produktpolitik ändern wird.
Zitat von spatenheimerWelche Micro-Four-Thirds-Panasonic gibt es bisher als Leica-Modell?
Keine. Und ich kann mir nicht vorstellen dass Leica hier seine Produktpolitik ändern wird.
f36md2 30.10.2013
5. Panasonic-Leica
Es dauert ein wenig, aber wenn Sie möchten, zähle ich gerne einige Kameras auf, von Fuji bis Panasonic, die als Leica in den Handel gingen und eigentlich "echte Japaner" sind. Auf Wunsch auch noch die [...]
Zitat von spatenheimerWelche Micro-Four-Thirds-Panasonic gibt es bisher als Leica-Modell?
Es dauert ein wenig, aber wenn Sie möchten, zähle ich gerne einige Kameras auf, von Fuji bis Panasonic, die als Leica in den Handel gingen und eigentlich "echte Japaner" sind. Auf Wunsch auch noch die Spiegelreflexlieferung von Minolta plus der Minolta-Rokkor-Objektive mit Leica-Objektivgravur. Ein Sigma gehörte auch dazu.

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Fototechnik-Fachbegriffe

Konrad Lischka

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Brennweite
Die Brennweite gibt eine Entfernung innerhalb des Objektivs einer Kamera an. Genauer: Die Brennweite ist der in Millimetern angegebene Abstand zwischen der Mittelachse der Linse und der Stelle, wo das einfallende Licht auf Sensor oder Film trifft. Relevant ist das für die Bildgestaltung so: Je höher die Brennweite, desto näher wird das abgebildete Objekt herangezoomt.

Die Brennweite verändert auch die Bildwinkel der Aufnahme. Hier spielen aber auch die verschiedenen Aufnahmeformate (sprich: Wie groß ist das auf den Sensor der Kamera einfallende Bild?) eine Rolle. Deshalb geben Hersteller meistens die sogenannte kleinbildäquivalente Brennweite (Equiv.135) an.

Kleinbildbrennweiten werden mit Werten wie zum Beispiel 24-60 mm bei digitalen Kompaktkameras angeben. Wenn ein solches Objekt den Bereich zwischen 17 und 35 mm umfasst (siehe Foto: links 35 mm, rechts 28 mm), sind Weitwinkelaufnahmen möglich (hilfreich, um zum Beispiel Menschengruppen oder Bauwerke aus nicht allzu großer Entfernung aufzunehmen), ab 50 mm ist man schon im leichten Telebereich.
Blendenöffnung
Für eine Kamera ist die Blende, was die Iris für das Auge ist: Diese Öffnung hat eine veränderbare Größe, und je größer sie ist, desto mehr Licht fällt ein. Bei kompakten Digitalkameras kann die Blende manchmal, bei Spiegelreflexkameras meistens auf Wunsch manuell eingestellt werden. Angegeben wird sie dabei mit der sogenannten Blendenzahl (wie um Beispiel 8, 5,6 oder 2,8).

Je größer die Blendenzahl (oft angegeben mit f/Blendenzahl), umso kleiner ist die Blendenöffnung. Konkret: Bei der Blendenzahl 4 ist die Blendenöffnung doppelt so groß wie bei der nächst höheren Blendenzahl 5,6. Die Blendenzahlen beruhen auf einer mathematischen Formel, nach der sich die sogenannte Blendenreihe berechnet. Hier verkleinert sich von Stufe zu Stufe die Blendenöffnung (0,5 / 0,7 / 1 / 1,4 / 2,8 / 4 usw.

Mehr Licht durch eine große Blendenöffnung ermöglicht eine kürzere Verschlusszeit. Eine möglichst kurze Verschlusszeit ist nötig, um sich schnell bewegende Objekte möglichst scharf aufzunehmen. Wer zum Beispiel einzelne Szenen eines Basketballspiels einer nicht allzu hell beleuchteten Sporthalle aufnehmen will, kann eine kleinere Blendenzahl (also eine größere Blendenöffnung) wählen und dafür die Verschlusszeit verkürzen. Als Richtwert gilt dabei: Ein Stufe abwärts in der Blendenreihe erlaubt eine gleichzeitige Halbierung der Belichtungszeit.

Gleichzeitig beeinflusst die Größe der Blendenöffnung die sogenannte Schärfentiefe. Grundregel: Je kleiner die Blendenzahl (und je größer somit die Blendenöffnung), desto geringer die Schärfentiefe. Geringe Schärfentiefe bedeutet: Das Motiv im Vordergrund ist scharf, der Hintergrund ist unscharf. Große Schärfentiefe bedeutet, dass die Partien im Vorder- und Hintergrund scharf auf dem Bild erscheinen.
Verschluss-/ Belichtungszeit
Wie lange die Blende geöffnet ist, wie lange also Licht auf den Sensor der Kamera fällt, gibt die Belichtungszeit an. Je länger diese Verschlusszeit ist, desto mehr Licht fällt auf den Sensor.

Diese Verschlusszeit wird meistens in Sekundenbruchteilen angegeben. 1/1000 ist zum Beispiel eine tausendstel Sekunde. Bei Kompaktkameras kann die Verschlusszeit manchmal, bei Spiegelreflexkameras immer auch manuell eingestellt werden. Angeben wird sie in Zeitstufen (wie 0,5"; 1/4; 1/8; 1/15; 1/30; 1/60; 1/125 usw.). Je größer die Zeitstufe, umso länger ist der Verschluss geöffnet.

Bei einer kurzen Verschlusszeit erscheinen auf dem Bild sich schnell bewegende Objekte scharf, bei längeren Verschlusszeiten wirken sie verwischt, das ist die sogenannte Bewegungsunschärfe. Verwendet man bei solchen Aufnahmen mit längeren Belichtungszeiten kein Stativ oder zumindest eine feste Unterlage für die Kamera, verwackeln die Aufnahmen oft durch die Bewegung der Hand. Ruht die Kamera auf einer festen Unterlage, kann man mit längeren Belichtungszeiten zum Beispiel Autos auf Fotos verwischt erscheinen lassen, während alle statischen Objekte in der Umgebung scharf erscheinen.

Bei sehr kurzen Belichtungszeiten ist eine starke Beleuchtung oder eine entsprechend große Blendenöffnung nötig, um ausreichende Belichtung zu gewährleisten. Grundregel: Stellt man eine Zeitstufe größer ein, kann man eine Blendenzahl weniger einstellen.
Schärfentiefe
Schärfentiefe meint den Bereich in einer bestimmten Entfernung der Kamera, der auf dem Foto als scharf erscheint - je größten dieser Entfernungsbereich ist, umso größer ist die Schärfentiefe.

Konkret: Geringe Schärfentiefe bedeutet, dass das Motiv im Vordergrund scharf, der Hintergrund aber unscharf ist. Große Schärfentiefe bedeutet: Die Partien im Vorder- und Hintergrund erscheinen auf dem Bild scharf. Die Schärfentiefe eines Bildes hängt unter anderem von der Größe der Blendenöffnung ab, aber auch von der Brennweite des Objektivs und dem Bildformat beziehungsweise der Sensorgröße.
Sensorgröße
Die Größe des Fotosensors einer Digitalkamera beeinflusst neben anderen Faktoren die Qualität der Fotos. Angegeben wird die Größe oft in Standardgrößen wie 1/2,3 Zoll oder 1/1,7 Zoll. Diese Größen sind von einem Format für TV-Kameras aus den fünfziger Jahren übernommen, haben keinen direkten Zusammenhang mit der Oberfläche des Sensors.

Einige Beispiele für Sensorgrößen:

- 1/2,3", z.B. Pentax Q: 0,28 cm²
- 1/1,7", z.B. Canon G12, Canon S100: 0,43 cm²
- 2/3", z.B. Fujifilm X10:0,58 cm²
- 1", z.B. Nikon J1, Sony RX100: 1,16 cm²
- 4/3", z.B. Panasonic GF3: 2,25 cm²
- Canon G1X: 2,62 cm²
- Canon APS-C, z.B. 7D: 3,32 cm²
- Nikon DX, z.B. Nikon D90: 3,72 cm²
- Sony APS-C, z.B. Nex-5n: 3,81 cm²
- Kleinbild-Vollformat, z.B. Canon 5D Mark II, Nikon D700, Sony A900: 8,64 cm²
- Mittelformat, z.B. Pentax 645D: 17,28 cm²

Ein Problem bei der Sensorgröße entsteht, wenn auf der gleichen Fläche immer mehr Fotodioden untergebracht werden. Sprich: Eine digitale Kompaktkamera mit derselben Auflösung (gemessen in Megapixel) wie eine Spiegelreflexkamera bringt dieselbe Menge an Fotodioden auf einer kleineren Oberfläche unter. Eine Folge: Auf der kleinen Fläche erreicht weniger Licht jede einzelne der Fotodioden, das Signal muss daher verstärkt werden, was wiederum mehr Störungen, das sogenannte Bildrauschen, mit sich bringt.
Lichtempfindlichkeit / ISO-Wert
Wie lichtempfindlich Filmmaterial ist, wird unter anderem mit den sogenannten ISO-Werten angegeben. Ein Film mit ISO 200 ist doppelt so lichtempfindlich wie ein ISO-100-Film, bei ISO 400 verdoppelt sich die Lichtempfindlichkeit gegenüber ISO 200 und so weiter.

Bei Digitalkameras haben die Hersteller diese Skala übernommen, um die Empfindlichkeit anzugeben. Wenn in einem dämmrigen Umfeld die Verschlusszeit wegen Verwacklungsgefahr nicht stark genug erhöht werden kann und eine allzu große Blendenöffnung wegen des Verlusts an Schärfentiefe nicht erwünscht ist, kann die Empfindlichkeit erhöht werden, um eine ausreichende Belichtung zu gewährleisten. Hebt man die ISO-Stufe um einen Schritt an, kann die Verschlusszeit zum Beispiel um einen Schritt vermindert werden.

Bei Digitalkameras verstärkt die Software das auf dem Sensor eingehende Signal. Dabei verstärkt die auch die Störungen, das sogenannte Bildrauschen nimmt zu.
Megapixel
Der Megapixel-Wert gibt die Auflösung einer Digitalkamera an, also wie viele Bildpunkte der Sensor erfasst. Ein Megapixel entspricht einer Million Bildpunkte. Aus der Pixelmenge resultiert die Rasterung beim Druck der Fotos - je höher die Auflösung, desto größer können die Fotos gedruckt werden, ohne dass die Pixel sichtbar werden.

Laut Kodak genügt für einen Ausdruck in A4-Format (20x30 cm) in guter Qualität eine Auflösung von 1920 x 1280 Pixeln (2,4 Megapixel), für optimale Qualität ist eine Auflösung von 2160 x 1440 Pixeln (3,1 Megapixel) nötig.

Eine digitale Kompaktkamera mit derselben Auflösung wie eine Spiegelreflexkamera bringt dieselbe Menge an Bildpunkten auf einer kleineren Sensoroberfläche unter. Eine Folge: Auf der kleinen Fläche erreicht weniger Licht jeden einzelnen der Bildpunkte, das Signal muss daher verstärkt werden, was wiederum mehr Störungen durch das sogenannte Bildrauschen mit sich bringt.
Bildrauschen
Die Ursache für das Bildrauschen sind physikalische Effekte auf dem Bildsensor und den dort untergebrachten Fotodioden, vor allem den sogenannten Dunkelstrom. Wie stark diese Effekte im Foto sichtbar (siehe Foto mit 1600 ISO) sind, hängt von mehren Faktoren ab:

- Bei gleicher Auflösung rauschen Sensoren mit kleinerer Oberfläche stärker als größere.

- Je stärker die Lichtempfindlichkeit der Kamera eingestellt ist, umso stärker ist das Rauschen, da das vom Sensor eingehende Signal verstärkt wird - einschließlich der Störungen.

- Je wärmer der Sensor ist, umso stärker ist das Bildrauschen.

Digitalkameras nutzen diverse Software-Routinen, um das Bildrauschen schon beim Abspeichern einer Aufnahme herauszurechnen. Die Hersteller nutzen verschiedene Verfahren mit unterschiedlichen Ergebnissen. Manchmal beeinträchtigt die Rauschunterdrückung wiederum die Schärfe eines Bildes sichtbar.

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