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Rapidshare macht dicht

Es gibt offenbar kein tragfähiges Geschäftsmodell mehr: Ende März stellt Rapidshare den Betrieb ein. Wer noch Dateien bei dem Online-Datenspeicher abgelegt hat, sollte diese rechtzeitig herunterladen.

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Rapidshare-Zentrale (Archivbild): Der Filehoster stellt den Betrieb ein

Dienstag, 10.02.2015   16:53 Uhr

Der Online-Speicherdienst Rapidshare, ein Pionier unter den Anbietern von Speicherplatz im Internet, macht dicht. Zum 31. März werde der "aktive Dienst" eingestellt, alle Konten würden automatisch gelöscht, hieß es am Dienstag auf der Website der in der Schweiz ansässigen Firma.

Rapidshare ist ein sogenannter Filehoster - dort können Dateien im Netz gespeichert und über einen Link zum Download wieder abgerufen werden. Die Unterhaltungs-Industrie warf Rapidshare über Jahre vor, Urheberrechts-Verstöße bei Filmen und Musik zu ermöglichen. Die Betreiber wehrten sich dagegen und verwiesen darauf, dass die Verantwortung für die hochgeladenen Inhalte bei den Nutzern liege.

Nachdem Anfang 2013 die ähnlich funktionierende Plattform Megaupload des umstrittenen Internet-Unternehmers Kim Dotcom von den US-Behörden geschlossen wurde, änderte Rapidshare sein Geschäftsmodell.

Downloads von Filmen wurden mit Einschränkungen für den Datenverkehr unattraktiv gemacht. Stattdessen versuchte sich Rapidshare als Speicherdienst in Konkurrenz zu Anbietern wie etwa Dropbox. Die Einnahmen reichten jedoch nicht aus, um das Geschäft fortzuführen.

mak/dpa

insgesamt 23 Beiträge
kp229 10.02.2015
1.
Ein Beispiel dafür, was passiert, wenn der Cloud-Anbieter dicht macht: Die Daten sind weg!
Ein Beispiel dafür, was passiert, wenn der Cloud-Anbieter dicht macht: Die Daten sind weg!
Wolffpack 10.02.2015
2.
Wenn ich mich recht erinnere, wurde Rapidshare doch irgendwann vom FBI "geraidet" (oder sowas in der Richtung) und war danach so obrigkeitshörig das es niemand mehr benutzt hat auf den einschlägigen Seiten.
Wenn ich mich recht erinnere, wurde Rapidshare doch irgendwann vom FBI "geraidet" (oder sowas in der Richtung) und war danach so obrigkeitshörig das es niemand mehr benutzt hat auf den einschlägigen Seiten.
philippalexander.vollmer 10.02.2015
3. Eine Frage des Preises
Ist doch eine einfache Sache, wer kein konkurrenzfähiges Angebot macht, verschwindet vom Markt. Rapidshare verlangte fast 100 € pro Monat für 700 GB, für das gleiche Geld bekommt man bei Google Drive schon 10 TeraByte [...]
Ist doch eine einfache Sache, wer kein konkurrenzfähiges Angebot macht, verschwindet vom Markt. Rapidshare verlangte fast 100 € pro Monat für 700 GB, für das gleiche Geld bekommt man bei Google Drive schon 10 TeraByte Speicherplatz. Und für mehr als 700 GB zahlt man dort nur ein Zehntel.
archback 10.02.2015
4.
So ist es. No risk no fun.
So ist es. No risk no fun.
sestell 10.02.2015
5. seit rapidshare...
... das vergütungsmodell für uploader eingestellt hat geht es steil bergab mit RS. mich würde es daher auch nicht wundern, wenn rapidshare bereits einen weiteren dienst eröffnet hat und bald umfirmiert oä. bei den vielen [...]
... das vergütungsmodell für uploader eingestellt hat geht es steil bergab mit RS. mich würde es daher auch nicht wundern, wenn rapidshare bereits einen weiteren dienst eröffnet hat und bald umfirmiert oä. bei den vielen sogenannten one-click-hostern, die täglich/wöchentlich aus dem boden schießen, verliert man sogar als "nichtlaie" sehr leicht den überblick... scheint sich immer noch extrem zu rentieren dieses geschäftsmodell, trotz rechtlicher grauzone!

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