Panorama

Tödlicher Unfall in Berlin

Wohnung des SUV-Fahrers durchsucht

In Berlin starben vier Menschen, als ein Mann mit seinem Geländewagen auf den Gehweg geriet. Seiner Beifahrerin zufolge erlitt der 42-Jährige einen epileptischen Anfall. Ermittler haben nun seine Wohnung durchsucht.

ALEXANDER BECHER/ EPA-EFE/ REX

Unfallstelle in Berlin: Vier Menschen kamen bei dem Unfall ums Leben. Nun gab es eine Durchsuchung in der Wohnung des Fahrers

Montag, 16.09.2019   12:20 Uhr

Eine Woche nach dem tödlichen Autounfall mit einem SUV in Berlin ist die Wohnung des Fahrers von Polizei und Staatsanwaltschaft durchsucht worden. Das teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft mit.

Demnach erfolgte die Durchsuchung am vergangenen Freitag. "Dabei wurden Beweismittel sichergestellt. Sie müssen jetzt ausgewertet werden", sagte die Sprecherin. Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor darüber berichtet.

Die Durchsuchung hängt der Staatsanwaltschaft zufolge damit zusammen, dass eine Beifahrerin nach dem Unfall gesagt hatte, der Fahrer habe am Steuer einen epileptischen Anfall erlitten. In die Patientenakte des Mannes kann die Polizei aber nicht einsehen, weil für die Akte wegen der ärztlichen Schweigepflicht ein sogenanntes Beschlagnahmeverbot gilt.

Der Fahrer, gegen den wegen fahrlässiger Tötung ermittelt wird, könnte die Akte freigeben. Bisher hat er das aber nicht getan.

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Am 6. September war das Auto an einer Kreuzung in Berlin über die Gegenfahrbahn hinweg von der Straße abgekommen. Der SUV rammte eine Ampel, überfuhr mehrere Menschen auf dem Gehweg und durchbrach einen Bauzaun. Zwei junge Männer, eine ältere Frau und ein dreijähriger Junge kamen ums Leben.

Der Vorfall löste eine Diskussion über SUV in Innenstädten aus.

cop/dpa

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