Panorama

Kanarische Inseln

"Extrem aggressives" Feuer wütet weiter auf Gran Canaria

Ein Waldbrand auf der Insel Gran Canaria ist weiter außer Kontrolle. Tausende Menschen aus ungefähr 40 Ortschaften wurden in Sicherheit gebracht. Hunderte Helfer sind im Einsatz.

DESIREE MARTIN/ AFP

Flammen und Rauch in den Bergen von Gran Canaria

Montag, 19.08.2019   12:41 Uhr

Auf der spanischen Urlaubsinsel Gran Canaria mussten mittlerweile 8000 Menschen wegen eines Waldbrandes in Sicherheit gebracht werden. Das berichten mehrere Medien. Das am Samstagabend nahe des Ortes Valleseco ausgebrochene Feuer habe sich inzwischen auf 3400 Hektar ausgebreitet.

Geschätzt 40 Ortschaften seien evakuiert worden, hieß es. Der Regionalpräsident, Ángel Víctor Torres, sagte, das heiße Wetter und die niedrige Luftfeuchtigkeit machten es sehr schwer, das "extrem aggressive" Feuer zu kontrollieren. Es sei "weder eingedämmt noch stabilisiert noch kontrolliert", sagte der Politiker lokalen Medien zufolge weiter.

Bedroht seien auch die berühmten Kiefernwälder im Nationalpark Tamadaba, hieß es. Der 7500 Hektar große Park liegt innerhalb des von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärten Westens des Insel und gilt als "die grüne Lunge" der Insel. Touristen an den Stränden waren von der Feuerfront zunächst nicht direkt betroffen.

Hunderte Helfer hatten die ganze Nacht hindurch gegen das Feuer gekämpft. Weitere 700 wollten sich am Morgen an dem Einsatz beteiligen. Zudem sollten elf Hubschrauber und mehrere Flugzeuge eingesetzt werden. Die Evakuierungsaktion begründete Torres damit, keine Opfer riskieren zu wollen: "Wir wollen, dass dies ohne Verluste endet."

Die erneut betroffenen Gemeinden Tejeda und Artenara waren schon vor einer Woche wegen eines starken Feuers in den Bergen evakuiert worden. Damals waren in der Region südwestlich der Hauptstadt Las Palmas bereits rund 1500 Hektar verbrannt.

bbr/sen/dpa

insgesamt 2 Beiträge
Hans-Dampf 19.08.2019
1.
In anderen Medien wird berichtet, dass hier Branstiftung am Werk sei. Falls dem so ist, hoffe ich, dass die Verursacher gefunden und eine harte Strafe erhalten werden. Eine ganze Landschaft zu verwüsten bedient bestenfalls [...]
In anderen Medien wird berichtet, dass hier Branstiftung am Werk sei. Falls dem so ist, hoffe ich, dass die Verursacher gefunden und eine harte Strafe erhalten werden. Eine ganze Landschaft zu verwüsten bedient bestenfalls monetäre Interessen.
juanth 19.08.2019
2. Stimmt nicht
Per Gesetz ist es in Spanien schon seit langer Zeit verboten auf Waldbrandgebieten zu bauen. Nebenbei es handelt sich um einen Naturpark, dort ist bauen grundsaetzlich verboten.
Zitat von Hans-DampfIn anderen Medien wird berichtet, dass hier Branstiftung am Werk sei. Falls dem so ist, hoffe ich, dass die Verursacher gefunden und eine harte Strafe erhalten werden. Eine ganze Landschaft zu verwüsten bedient bestenfalls monetäre Interessen.
Per Gesetz ist es in Spanien schon seit langer Zeit verboten auf Waldbrandgebieten zu bauen. Nebenbei es handelt sich um einen Naturpark, dort ist bauen grundsaetzlich verboten.

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