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Beate Zschäpe in JVA Chemnitz verlegt

Beate Zschäpe sitzt ihre Haft künftig in Sachsen ab. Die zu lebenslanger Haft verurteilte Rechtsterroristin wurde von München nach Chemnitz verlegt.

AFP

Beate Zschäpe

Montag, 04.02.2019   12:30 Uhr

Die verurteilte Rechtsterroristin Beate Zschäpe ist in die Justizvollzugsanstalt (JVA) Chemnitz verlegt worden. Sie sei aus München nach Sachsen gebracht worden, teilte die JVA Chemnitz mit. Transport und Aufnahme seien reibungslos verlaufen.

Zschäpe hatte demnach eine "heimatnahe Unterbringung" beantragt, das Oberlandesgericht München stimmte der Verlegung Zschäpes nach Sachsen zu. Die 44-Jährige kommt ursprünglich aus Thüringen, hatte aber vor ihrer Festnahme zuletzt in Sachsen im Untergrund gelebt. Für weibliche Gefangene in Sachsen ist die JVA Chemnitz zuständig.

Zschäpe war vom Oberlandesgericht München im vergangenen Jahr wegen zehnfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Zudem sprach sie das Gericht der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung schuldig. Zschäpe hatte demnach gemeinsam mit ihren Freunden Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos die rechtsextreme Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" gegründet. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, die Anwälte der 44-Jährigen kündigten Revision an.

Im Video: Beate Zschäpes unbekannte Seite (SPIEGEL TV 2012)

Foto: SPIEGEL TV

bbr/dpa

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