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Das ist über den Angriff in Halle bekannt

Zwei Menschen sind tot, mindestens zwei verletzt, der Täter wollte in die Synagoge eindringen: Nach einem Angriff in Halle ermittelt der Generalbundesanwalt. Der Überblick.

Swen Pförtner/DPA

Einsatzkräfte eines SEK in Halle: Mehrere Täter, mehrere Opfer

Mittwoch, 09.10.2019   17:06 Uhr
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Was ist passiert?

In Halle an der Saale sind am Mittag zwei Menschen getötet und mindestens zwei verletzt worden. Laut Polizei wurde ein Mann in einem Imbiss erschossen, eine Frau erlag in der Nähe eines Friedhofs ihren Verletzungen. Zudem wurden ein Mann und eine Frau mit Schussverletzungen ins Universitätsklinikum eingeliefert und operiert.

Die Tat ereignete sich im Paulusviertel nördlich der Altstadt. Der Täter versuchte auch, in die dortige Synagoge einzudringen - scheiterte jedoch bei dem Versuch. In der Synagoge hatten sich nach Angaben der jüdischen Gemeinde anlässlich des Feiertags Jom Kippur mehr als 70 Menschen versammelt.

Bei einem Schusswechsel mit der Polizei wurde der Täter verletzt, er flüchtete daraufhin in einem Auto. Einige Zeit später wurde er an der B91 festgenommen.

Nach SPIEGEL-Informationen handelt es sich bei dem Festgenommenen um den 27-jährigen Stephan B. aus Sachsen-Anhalt, der die Tat mit einer Helmkamera filmte. Aus dem Video ergeben sich klare Hinweise auf ein antisemitisches und rechtsextremes Motiv.

Die Polizei hatte anfangs vor mehreren möglichen Täter gewarnt, inzwischen gehen die Behörden davon aus, dass der Täter in Halle alleine handelte.

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Was bedeutet das?

Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen. "Wir gehen von einer rechtsextremistischen und antisemitischen Motivation der Tat aus", sagte ein Sprecher der Behörde dem SPIEGEL.

Der Zentralrat der Juden übte scharfe Kritik an den Sicherheitsbehörden. Dass die Synagoge "an einem Feiertag wie Jom Kippur nicht durch die Polizei geschützt war, ist skandalös", sagte Zentralratspräsident Josef Schuster. "Diese Fahrlässigkeit hat sich jetzt bitter gerächt." Die Tat an Jom Kippur habe die jüdische Gemeinschaft aufs Tiefste in Sorge versetzt und verängstigt.

Die Grünen im Bundestag beantragten eine schnellstmögliche Sondersitzung des Parlamentarischen Kontrollgremiums, wie Fraktionsvize Konstantin von Notz der "Welt" sagte. Das Gremium kontrolliert die Arbeit des Bundes im Bereich der Nachrichtendienste, also des Militärischen Abschirmdiensts, des Bundesnachrichtendiensts und des Bundesamts für Verfassungsschutz.

Das Wichtigste im Überblick:

Foto: Andreas Splett/ AFP

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mxw/dpa/AFP

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