Panorama

Hamburg

Polizei schießt auf Geisterfahrer

Ein Autofahrer raste in Hamburg in falscher Richtung über die Autobahn, später über Radwege. Als er fast einen Polizisten überfuhr, fielen Schüsse. Erst mit einem filmreifen Manöver brachte eine Streife ihn zum Stehen.

Sonntag, 20.10.2019   19:16 Uhr

Ein Polizist hat in Hamburg-Neuallermöhe im Bezirk Bergedorf am Samstagnachmittag mehrfach auf einen Falschfahrer geschossen. Laut Polizei war der Fahrer bedrohlich nah auf den Beamten zugefahren. Der Fahrer blieb unverletzt, wurde jedoch in eine Klinik eingewiesen, weil er psychisch auffällig gewesen sei.

Mehrere Augenzeugen hatten die Polizei alarmiert, als der Falschfahrer stadteinwärts in entgegengesetzter Richtung auf die A25 fuhr. Polizisten versuchten den Honda mit französischem Kennzeichen zu stoppen - ohne Erfolg. Der Fahrer flüchtete von der Autobahn, fuhr teilweise über Radwege und gefährdete dabei mehrere Fußgänger sowie Moped- und Fahrradfahrer.

Schließlich wendete er und fuhr wieder Richtung Autobahn. Die Polizei versuchte erneut ihn zum Anhalten zu bewegen. Der Fahrer wich jedoch den Polizeiautos aus und fuhr stattdessen auf einen 30-jährigen Beamten zu, der daraufhin mehrmals auf das Fahrzeug feuerte.

Der Fahrer blieb unverletzt und fuhr weiter. Schließlich rammte eine Funkstreife den Fluchtwagen und brachte ihn so zum Stehen. Das Polizeiauto wurde dabei schwer beschädigt. Der Fahrer, ein 35-jähriger Franzose, ließ sich festnehmen, ohne Widerstand zu leisten. Ein Amtsarzt ordnete die Unterbringung in einer geschlossen Psychiatrie an.

koe

Mehr im Internet

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung

TOP