Panorama

Mecklenburg-Vorpommern

200 Polizisten durchsuchen Zirkus nach Waffe

Auf der Suche nach einer Schusswaffe hat ein Großaufgebot der Polizei das Winterquartier eines Zirkus in Mecklenburg-Vorpommern durchsucht. Ein Mann war angeschossen worden.

Mittwoch, 23.01.2019   14:51 Uhr

Razzia in Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern: Auf der Suche nach einer Waffe haben Dutzende Polizisten das Winterquartier eines Zirkus durchsucht. Ein 27-jähriges Mitglied der Zirkusfamilie steht der Schweriner Staatsanwaltschaft zufolge unter Verdacht, einem Verwandten mit einer Kleinkaliberpistole ins Bein geschossen zu haben.

Die Tat ereignete sich laut Polizei Ende Mai 2018 im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Einem 47-jährigen Zirkusmitglied war ins Bein geschossen worden, sein Bruder brachte ihn in ein Krankenhaus. Jedoch wollte sich weder das Opfer noch dessen Familienmitglieder oder die Mitarbeiter des Zirkus später bei der Polizei zu dem Fall äußern.

Jetzt bekamen die Ermittler laut Staatsanwaltschaft von einer Zeugin den Hinweis, die mutmaßliche Tatwaffe könnte sich auf dem Gelände des Zirkus befinden, auf dem 37 Bewohner gemeldet sind. Die Durchsuchung des rund 8000 Quadratmeter großen Grundstücks mit vielen Nebengelassen und Wohnwagen wurde der Polizei zufolge gegen Mittag abgeschlossen - allerdings ohne Erfolg. Die gesuchte Waffe konnte nicht gefunden werden.

Die Kriminalpolizei geht seit geraumer Zeit davon aus, dass der mutmaßliche Schütze aus dem privaten Umfeld des Opfers stammt. Gegen den 27-jährigen Verdächtigen wird wegen gefährlicher Körperverletzung und unerlaubten Waffenbesitzes ermittelt.

ala/AFP

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