Panorama

US-Raumfahrtbehörde

Nasa-Astronautin soll erste Straftat im Weltall begangen haben

Eine Astronautin der Nasa soll laut einem Medienbericht von der Raumstation ISS auf das Konto ihrer Ex-Partnerin zugegriffen haben. Die US-Raumfahrtbehörde prüft, ob sie Identitätsdiebstahl begangen hat.

NASA/ DPA

Astronauten installieren einen Adapter an der Raumstation ISS

Sonntag, 25.08.2019   10:56 Uhr

Eine Nasa-Astronautin soll von der internationalen Raumstation ISS aus auf das Bankkonto ihrer Ex-Partnerin zugegriffen haben. Wie die "New York Times" berichtete, könnte es sich dabei um den ersten Vorwurf eines Verbrechens vom Weltraum aus handeln. Die Nasa untersucht nun den Vorwurf, ob die Astronautin Identitätsdiebstahl begangen hat.

Die Frau, die im Juni nach einem sechsmonatigen Aufenthalt im All auf die Erde zurückgekehrt war, gab gegenüber Ermittlern zu, auf das Konto mit dem ihr bekannten Passwort zugegriffen zu haben. Sie habe sich vergewissern wollen, dass mit den - noch immer miteinander verwobenen - Finanzen des Ex-Paares alles in Ordnung sei.

Die Anfrage aus dem All wurde öffentlich, weil die Bank auf Nachfrage der Ex-Partnerin herausfand, dass Zugriffe auf das Konto von einem Nasa-Netzwerk vorgenommen worden waren - in der Zeit, in der sich die Astronautin im All befunden hatte. Die Betroffene hat Beschwerde bei der US-Verbraucherschutzbehörde FTC eingelegt, ihre Familie hatte sich auch an den Nasa-Generalinspekteur gewandt.

Geld wurde nicht transferiert, die ehemalige Partnerin aber beschuldigte die Astronautin den Behörden gegenüber dem Identitätsdiebstahl. In einer weiteren Beschwerde gegenüber der Nasa heißt es, dass der Zugriff auf das Konto durch die Astronautin vielmehr dazu gedient habe, Argumente dafür sammeln zu können, ihrer Ex das Sorgerecht für deren Sohn streitig zu machen.

sop/dpa

insgesamt 24 Beiträge
themasterofdesaster 25.08.2019
1. Lächerliche Posse!
Das machen Paare ständig weil man das eben bei "miteinander verwobenen" Finanzen tun muss. Wenn die Finanzen miteinander verwoben sind, dann ist es eben auch kein individuelles Konto mehr, sondern ein Gemeinsames Konto. [...]
Das machen Paare ständig weil man das eben bei "miteinander verwobenen" Finanzen tun muss. Wenn die Finanzen miteinander verwoben sind, dann ist es eben auch kein individuelles Konto mehr, sondern ein Gemeinsames Konto. Und im Falle einer Trennung, wenn einer gar den Planeten verlässt, dann lässt sich so viel vielleicht gar nicht regeln... Es wurde nur mal drauf geschaut. Nix passiert!
Humanfaktor 25.08.2019
2. Privatangelegenheiten sind privat
Wird es jetzt üblich, dass die Privatangelegenheiten und die dreckige Wäsche von ganz normalen Bürger - welcher Staaten auch immer - in die breite Öffentlichkeit getragen werden? Nun wissen wir also, dass die Normalitäten des [...]
Wird es jetzt üblich, dass die Privatangelegenheiten und die dreckige Wäsche von ganz normalen Bürger - welcher Staaten auch immer - in die breite Öffentlichkeit getragen werden? Nun wissen wir also, dass die Normalitäten des Alltags von Trennungen auch bei Nasa-Astronautinenen vorkommen könnne, dass diese Nasa-Astronautin in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft lebt, gemeinsame Sorgerecht für ein Kind mit der Ex-Partnerin ausüb,t und gerne wissen möchte, wie es auf dem gemeinsamen Konto aussieht und was vor sich geht, während sie ihre Dienstzeit auf der ISS ausübt. Und das ist wichtig, um es der Öffentlichkeit mitzuteilen und alle Persönlichkeitsrechte zu missachten? SPON macht mit? Ich meinte stets, das Wühlen in anderer Leute Dreck sei eher das müffelde Refugium der Boulevardpresse und Paparazzo. Hat sich der Wind nun auch bei SPON in diese Richtung gedreht?
Immanuel K. 25.08.2019
3. Alles schön...
...und gut, aber es ist schon ein wenig dämlich, wenn man nach einer unfriedlichen Trennung nicht alle Zugangsdaten austauscht...
...und gut, aber es ist schon ein wenig dämlich, wenn man nach einer unfriedlichen Trennung nicht alle Zugangsdaten austauscht...
plainchampagne 25.08.2019
4. Zu komisch
Eine Astronautin greift aus dem All auf das Konto zu, das sie mit ihrer lesbischen Ehefrau unterhält. Wäre das erfunden, niemand würde es glauben. Was mich mehr beunruhigt ist allerdings, dass über eine solche [...]
Eine Astronautin greift aus dem All auf das Konto zu, das sie mit ihrer lesbischen Ehefrau unterhält. Wäre das erfunden, niemand würde es glauben. Was mich mehr beunruhigt ist allerdings, dass über eine solche Internetverbindung Hacker ggfs. Zugriff auf die Raumstation bekommen. Oder die Dame zu abgelenkt ist, um ihren Job mit der notwendigen Aufmerksamkeit zu erledigen.
Das Pferd 25.08.2019
5.
Es gab doch noch den Briefmarken Skandal um Apollo 15, oder? war auch verboten, und endete immerhin mit Suspendierung aus dem Apollo-Programm, wenn ich mich recht erinnere.
Es gab doch noch den Briefmarken Skandal um Apollo 15, oder? war auch verboten, und endete immerhin mit Suspendierung aus dem Apollo-Programm, wenn ich mich recht erinnere.

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