Panorama

Berliner Synagoge

Zeugin bestreitet Treffen mit Zschäpe und Mundlos

Beate Zschäpe und Uwe Mundlos sollen sich 2000 nahe einer Berliner Synagoge mit zwei weiteren Personen getroffen haben. Eine Frau sagte nun im NSU-Prozess aus, sie sei nicht an einem solchen Treffen beteiligt gewesen.

dpa

Beate Zschäpe im Oberlandesgericht in München (Archivbild)

Mittwoch, 14.12.2016   13:06 Uhr

Die Umstände eines angeblichen Treffens der mutmaßlichen Rechtsterroristen Beate Zschäpe und Uwe Mundlos mit zwei Personen nahe einer Berliner Synagoge sind weiterhin ungeklärt.

Ermittler hatten eine Frau als möglichen Kontakt von Zschäpe und Mundlos festgestellt. Diese sagte jedoch im NSU-Prozess am Oberlandesgericht München als Zeugin aus, dass sie weder Zschäpe noch Mundlos je kennengelernt habe. Sie kenne auch das Café nicht, in dem das Treffen im Jahr 2000 stattgefunden haben soll.

Ein Berliner Wachpolizist hatte bei einem früheren Verhandlungstermin über die Begegnung ausgesagt. Das Café befand sich demnach in unmittelbarer Nachbarschaft einer Synagoge im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg. Die vier Personen sollen Stadtpläne oder Landkarten betrachtet haben. Nebenkläger hatten den Verdacht geäußert, bei dem Treffen könnten Ziele für Terroranschläge diskutiert worden sein.

Zschäpe ist die Hauptangeklagte im NSU-Prozess. Ihr wirft die Bundesanwaltschaft Mittäterschaft an den zehn Morden des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) vor, die fast alle aus rassistischen Motiven verübt worden sein sollen.

cnn/dpa

Sagen Sie Ihre Meinung!

NSU-Chronik

Verwandte Themen

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung

TOP