Panorama

Klatsch und Knatsch

Die Liebe zum Laufen

Ellie Goulding spricht über psychische Probleme, Pharrell Williams zeigt seine feministische Seite - und Bill Clinton erzählt, warum er mit dem Joggen begann. Die Promimeldungen der Woche.

Ruth Fremson/ AP
Freitag, 18.10.2019   20:09 Uhr

Der Ratschlag der Woche...

…kommt von Hillary Clinton. Im Original ist er zwar schon ein paar Jahre alt, doch ihr Mann und Ex-US-Präsident Bill Clinton plauderte ihn nun bei einer Veranstaltung zu Gesundheitsthemen des "Time"-Magazins in New York aus. Dank seiner Frau sei er während des gemeinsamen Jurastudiums nämlich zum Läufer geworden, sagte der heute 73-Jährige.

Hillary Clinton habe ihn damals sehr direkt zu mehr Bewegung angehalten: "'Weißt du, ich finde du solltest mit dem Laufen anfangen'. Davor hatte ich das nicht getan", sagte Bill Clinton über den Ratschlag seiner zwei Jahre jüngeren Ehefrau. Er nahm sich den Hinweis zu Herzen und lief fortan jede Woche bis zu 40 Kilometer - jedoch nie mehr als etwa 14 Kilometer am Stück. "Ich war ein passionierter Läufer", sagte Clinton.

Trotz dieses für die Gesundheit vorbildlichen Hobbys gibt es auch Dinge, auf die Clinton rückblickend lieber ab und zu verzichtet hätte: "Ich würde viel weniger Frittiertes essen", sagte er. Nun ja, es soll ja auch andere US-Präsidenten geben, die bei Fastfood mitunter schwach werden.

Für den Babyboom der Woche...

…... haben zwei Promi-Paare gesorgt. So gabe Miranda Kerr die Geburt ihres dritten Sohnes bekannt. "Wir sind überglücklich über die Ankunft von Myles und schätzen all die freundlichen Worte und Wünsche in dieser für uns so speziellen Zeit", schrieb das australische Model auf Instagram. "Wir könnten nicht erfreuter sein, unseren hübschen Sohn in unserer Familie willkommen zu heißen." Es ist ihr zweites gemeinsames Kind mit Snapchat-Gründer Evan Spiegel.

Einen Tag später folgte ein Baby-Bild von Ryan Reynolds. Der Schauspieler teilte auf Twitter ein Foto, dass ihn mit Ehefrau Blake Lively und ihrem dritten gemeinsamen Kind zeigt. Das Gesicht des Babys ist unkenntlich gemacht. Dafür verriet der 42-Jährige das Geschlecht des Kindes, das vor wenigen Wochen zur Welt kam: Offenbar haben die beiden ein Mädchen bekommen.

Dabei hatte in Reynolds Tweet eigentlich nicht sein Nachwuchs im Fokus stehen sollen. Ihm ging es wohl vor allem um den Umweltschutz und die anstehenden Wahlen in Kanada. "Ich liebe B.C.! Ich möchte, dass meine Töchter denselben natürlichen Spielplatz erleben, auf dem ich aufgewachsen bin", schrieb er in dem Tweet.

Die Offenheit der Woche...

…... zeigte Ellie Goulding. Auf Instagram erzählte die Sängerin, dass sie ihr Beruf immer wieder in massive Selbstzweifel stürze. Sie habe sich zwar gezielt ausgesucht, Sängerin zu sein, schrieb sie. "Doch nichts hat mich auf die Höhen und Tiefen vorbereitet."

Die 32-Jährige offenbarte, dass sie unter psychischen Problemen leide. Viele ihrer Ängste würden vom sogenannten Hochstapler-Syndrom kommen. Sie glaube nicht genug an sich selbst und denke, dass sie Glück nicht verdiene. Eine Sache helfe ihr aber den Kopf frei zu bekommen, schrieb Golding: Sport.

Die Erkenntnis der Woche...

...… hatte Pharrell Williams. Im Jahr 2013 lief "Blurred Lines" von den ihm und US-Sängerkollege Robin Thicke im Radio rauf und runter. Kaum eine Party ohne die Textzeile "Hey, hey, hey, I know you want it". In dem Song geht es um Sex - oder besser: darum, wie ein Mann Sex einfordert. Und genau das hat dem Sänger seither viel Kritik eingebracht.

Erst habe er nicht verstanden, warum der Song problematisch sei, sagte Pharrell Williams jetzt dem Magazin "GQ". Mittlerweile schäme er sich aber für den Text: "Mir ist klar geworden, dass wir in unserem Land in einer chauvinistischen Kultur leben. Das war mir so nicht bewusst. Und ich musste feststellen, dass einige meiner Songs diesen Chauvinismus aufgreifen. Das hat mich wachgerüttelt."

Der Europäer der Woche...

…... heißt Sam Riley. Für den britischen Schauspieler ist es nicht ausgeschlossen, wegen des Brexits Deutscher zu werden. Der 39-Jährige lebt mit seiner Frau, der Schauspielerin Alexandra Maria Lara, und dem gemeinsamen Sohn Ben in Berlin.

"Als ich hierher kam, hätte ich nie gedacht, dass ich mich mal fragen würde, ob ich meine Staatsangehörigkeit ändern sollte. Ich verspüre da eine große Scham", sagte Riley in einem Interview der "Berliner Morgenpost". "Aber wenn ich wählen muss, dann werde ich deutsch." Er werde immer ein Yorkshirer sein, aber mit europäischem Pass.

bbr/sen/apr

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