Panorama

Prinz Harry über seinen Bruder

"Wir befinden uns momentan auf unterschiedlichen Wegen"

Gerüchte über einen Zwist zwischen Prinz Harry und seinem Bruder William gibt es seit Monaten. Nun hat sich der jüngere der beiden erstmals in einem Interview dazu geäußert.

Toby Melville/ Getty Images
Montag, 21.10.2019   12:45 Uhr

Vorabauszüge des Interview gab es bereits am vergangenen Freitag, und bereits die trafen auf reges Interesse. Am Sonntagabend nun wurde die vollständige Sendung ausgestrahlt: "Harry und Meghan. Eine afrikanische Reise" lautet der Titel. Journalist Tom Bradby hat dafür den Herzog und die Herzogin von Sussex auf der jüngsten Afrikareise begleitet und mehrere exklusive Interviews mit den beiden geführt.

Dabei sprach Prinz Harry nun erstmals auch über die seit Monaten anhaltenden Gerüchte, es gebe zwischen ihm und seinem älteren Bruder William Streit. "Wir befinden uns momentan sicherlich auf unterschiedlichen Wegen", sagte der 35 Jahre alte Harry. "Aber ich werde immer für ihn da sein, genauso wie ich weiß, dass er immer für mich da sein wird."

Es sei Teil seiner Rolle, Teil seines Jobs und dieser Familie, unter Druck zu stehen, und "zwangsläufig" passierten dann Sachen. "Aber wir sind Brüder. Und wir werden immer Brüder sein." Er und William würden sich zwar nicht mehr so häufig sehen wie früher, beide seien viel beschäftigt. "Aber ich liebe ihn sehr." Der Großteil der Gerüchte sei erfunden. "Aber als Brüder hast du gute Tage, und du hast schlechte Tage."

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Prinzen Harry und William: Die Entfremdung

Die Gerüchte über den Familienzwist hatten Mitte des Jahres einen Höhepunkt erreicht, die Rede war dabei auch stets von vermeintlichem Streit zwischen Meghan und ihrer Schwägerin Kate, der Herzogin von Cambridge. Damals hatten sich Harry und seine Ehefrau Meghan aus der gemeinsamen Stiftung der vier Royals zurückgezogen, um eigene Projekte zu verfolgen. Die beiden Paare trennten sich außerdem räumlich. Und den einst gemeinsam geführten Twitteraccount verließen Harry und Meghan ebenfalls. Sie sind seitdem nur noch auf Instagram vertreten.

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has come to an end, but The Duke and Duchess have had the opportunity to look back on an incredible 10 days through South Africa, Botswana, Angola and Malawi. Thank you for following along! Their Royal Highness’s journey took them 15,000 miles across southern Africa where they we’re greeted by so many amazing people along the way. They witnessed the great partnership between the UK and Africa, met local community groups, leaders, and youth and elders, who all imparted knowledge and inspiration. On their final day of the tour, The Duchess said: “Please know that you have all given us so much inspiration, so much hope - and above all, you have given us joy.” • During their tour, The Duke and Duchess unveiled three new Queens Commonwealth Canopy projects, protecting forests and planting trees, and worked with the British Government to announce investment of £8m in technology and skills in the region. The Duke traveled to Angola to focus on the ongoing mission to rid the world of landmines, an extension of the work that was pioneered by his mother, Diana, Princess of Wales. The Duchess announced gender grants from the Association of Commonwealth Universities to improve access to higher education for women, as well as four scholarships for students studying across the commonwealth. Throughout this trip they were able to join an important and essential conversation about the rights of women and girls - not isolated to Southern Africa, but also globally. Throughout this visit, The Duke and Duchess were struck by the spirit and generosity from every community they visited. Speaking to young entrepreneurs in Tembisa, a township in Johannesburg, The Duke said: “As I raise my own son, I want to make sure that what I’ve learned here – the value of the natural world, the value of community and friendship – is something that I can pass on to him.” • Thank you to everyone who supported from afar, and those who have followed along the way! We hope you enjoy this wrap up video to the tune of a wonderful song by The Soweto Gospel Choir, a favourite of The Duke and Duchess. Video ©️ SussexRoyal

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In der einstündigen Sondersendung des britischen Senders ITV beklagten Harry und Meghan zudem erneut den Umgang der britischen Boulevardmedien mit ihnen. Auf die Frage, wie sie mit dem Druck in ihrem Leben fertig werde, erklärte Meghan: "Nicht viele Leute haben gefragt, ob es mir gut geht. Aber es ist eine sehr reale Sache, mit der man hinter den Kulissen umgehen muss." Die Frage, ob die vergangenen zwei Jahre "wirklich ein Kampf" waren, bejahte die 38-Jährige. Jede Frau, insbesondere wenn sie schwanger sei, sei verletzlich.

Es sei nicht genug, etwas nur zu überleben, sagte Meghan. "Das ist es nicht, worum es im Leben geht. Du musst aufblühen. Du musst dich glücklich fühlen."

Harry war im September mit Meghan und dem gemeinsamen Sohn Archie in Südafrika zu Besuch. Allein reiste er nach Angola, Botswana und Malawi weiter. Er selbst war im südlichen Afrika in diversen Umwelt- und Tierschutzprojekten aktiv und nennt die Region seine zweite Heimat. Den Journalisten Tom Bradby kennt Harry schon lange.

Kurz bevor die Sondersendung ausgestrahlt wurde, sagte eine namentlich nicht genannte Quelle aus dem Umfeld der Royals dem Sender CNN, dass Harry und Meghan ab etwa Mitte November eine Art Auszeit planten, um sich auf ihre Familie zu konzentrieren. Die drei würden ihre Zeit dabei wohl in Großbritannien und in den USA verbringen, der Heimat Meghans. Bestätigt ist diese "Familienauszeit" allerdings nicht.

aar/dpa

insgesamt 22 Beiträge
Geopolitik 21.10.2019
1.
Harry ist sicher ein guter Typ, hat es aber nicht immer so mit dem Fingerspitzengefühl - siehe seine Kostümierung als Student in Nazi-Uniform. Meghan muss sich erst noch beweisen, finde ich. Mal sehen ob sie das schafft. [...]
Harry ist sicher ein guter Typ, hat es aber nicht immer so mit dem Fingerspitzengefühl - siehe seine Kostümierung als Student in Nazi-Uniform. Meghan muss sich erst noch beweisen, finde ich. Mal sehen ob sie das schafft. Dahingegen ist William Königsmaterial und Kate hat's wirklich drauf - gerade auch um Gegensatz zu sonst so hochgejubelten Promi-Frauen wie Michelle Obama, Oprah und Hillary Clinton.
Eva_ Baum 21.10.2019
2. Sieht so aus,
als ob Harry und Meghan versuchen, etwas anders zu leben, als die Royals bisher. Das sollten sie auch, ich finds prima.
als ob Harry und Meghan versuchen, etwas anders zu leben, als die Royals bisher. Das sollten sie auch, ich finds prima.
herbert 21.10.2019
3. wen interessiert der royale Kitsch ?
besonders jetzt bei den politischen Achterbahnfahrten in England.
besonders jetzt bei den politischen Achterbahnfahrten in England.
renatehofman61 21.10.2019
4.
Mein Gott, es ist eine junge Familie....im Gegensatz zu seinem Bruder Willi, der alles schon fest geplant hat (ist auch schon länger "Familienmensch".) Für Harry neu und bestimmt Abenteuerlich. Als wir Kinder bekamen, [...]
Mein Gott, es ist eine junge Familie....im Gegensatz zu seinem Bruder Willi, der alles schon fest geplant hat (ist auch schon länger "Familienmensch".) Für Harry neu und bestimmt Abenteuerlich. Als wir Kinder bekamen, sind meine Schwester und ich auch "getrennte" Wege gegangen. Leider zeigt Willi schon die altbackenen Züge von "hocharistokratischen" Leuten...laaangweilig. (Allen voran die wie ne Oma angzogene Käthe ) Harry dagegen ist immer noch ein sehr emotionaler junger Mann und ich hoffe, dass beide ihren jugendlichen, frischen Charme nicht verlieren.
Thomas Magnum 21.10.2019
5. Luxusprobleme
Ein Recht auf Glückseligkeit gibts nun mal nicht in den meisten europäischen Ländern.
Ein Recht auf Glückseligkeit gibts nun mal nicht in den meisten europäischen Ländern.

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