Politik

Gesundheitsprobleme

Bernie Sanders will nach OP bald wieder Wahlkampf machen

US-Demokrat Bernie Sanders hatte nach Schmerzen in der Brust alle seine Auftritte abgesagt. Nun scheint es dem 78-Jährigen wieder besser zu gehen. Er scherze bereits "mit Krankenschwestern und Ärzten".

Charlie Neibergall/ AP

Bernie Sanders: Die Ärzte sind laut seiner Frau mit dem Fortgang seiner Genesung zufrieden

Donnerstag, 03.10.2019   21:44 Uhr

Der wegen einer verstopften Arterie operierte US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders will nach Angaben seiner Ehefrau schon bald wieder in die Wahlkampfarena einsteigen. Der 78-Jährige werde voraussichtlich am Wochenende das Krankenhaus verlassen, teilte Jane Sanders mit. Ihr Mann wolle an der nächsten Fernsehdebatte der Präsidentschaftsanwärter der oppositionellen Demokraten am 15. Oktober teilnehmen.

Die Wahlkampfauftritte des Senators waren am Mittwoch bis auf Weiteres abgesagt worden. Er hatte zuvor bei einer Wahlkampfveranstaltung in Las Vegas Beschwerden in der Brust verspürt, woraufhin die Arterienblockade diagnostiziert wurde. Sanders wurden zwei Stents eingesetzt. Dabei handelt es sich um Implantate, die Adern offen halten.

Ihr Mann sei inzwischen wieder "munter", teilte Jane Sanders weiter mit. Er habe am Mittwoch einen großen Teil des Tages damit verbracht, mit seinen Mitarbeitern über politische Pläne zu sprechen und "Witze mit Krankenschwestern und Ärzten zu reißen". Die Ärzte seien mit dem Fortgang seiner Genesung zufrieden. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus werde Sanders sich noch einige Tage in seiner Heimatstadt Burlington im Bundesstaat Vermont ausruhen.

Der linksgerichtete Senator gehört zum engeren Favoritenkreis für die Kandidatur gegen Präsident Donald Trump im kommenden Jahr. In den jüngsten Umfragen zu den potenziellen Trump-Herausforderern war er allerdings vom zweiten auf den dritten Platz zurückgefallen. Überholt wurde Sanders von der Senatorin Elizabeth Warren, die ebenfalls dezidiert linke Positionen vertritt. Vorne liegt in den meisten Umfragen weiterhin der frühere Vizepräsident Joe Biden, dessen Vorsprung allerdings geschrumpft ist.

Der Senator aus dem Neuenglandstaat Vermont hatte in den Vorwahlen der Demokraten 2016 für Furore gesorgt, als er eine begeisterte breite Anhängerschaft aus überwiegend jungen Menschen mobilisieren konnte. Im internen Wettstreit der Demokraten um die Präsidentschaftskandidatur unterlag er damals dann aber der früheren Außenministerin Hillary Clinton, die dann die Wahl gegen Trump verlor.

Sanders selbst ist parteilos, jedoch mit den Demokraten eng verbündet. Er bezeichnet sich als "demokratischer Sozialist" und streitet unter anderem für eine stärkere Besteuerung der höchsten Einkommensschichten und global operierender Konzerne.

jon/afp

insgesamt 23 Beiträge
meister_proper 03.10.2019
1. Feel the Bern :-)
Bernie ist der einzige, dem man wirklich zutrauen kann die USA in eine bessere Zukunft zu führen. Elizabeth Warren evtl. auch noch. Gute Erholung und einen erfolgreichen Neustart der Kampagne!
Bernie ist der einzige, dem man wirklich zutrauen kann die USA in eine bessere Zukunft zu führen. Elizabeth Warren evtl. auch noch. Gute Erholung und einen erfolgreichen Neustart der Kampagne!
aggro_aggro 03.10.2019
2. Gerontokratie
Ich begreife nicht, weshalb im Rennen um das mächtigste Amt der Erde drei 80jährige vornliegen. Schon Clinton/Trump war äußerst grenzwertig, samt Schwächeanfall und Demenzverdacht. Nun immernoch Trump und mit Biden und [...]
Ich begreife nicht, weshalb im Rennen um das mächtigste Amt der Erde drei 80jährige vornliegen. Schon Clinton/Trump war äußerst grenzwertig, samt Schwächeanfall und Demenzverdacht. Nun immernoch Trump und mit Biden und Sanders zwei noch ältere Männer! Das einzige, was die glaubhaft vertreten können ist doch eine Anhebung des Rentenalters. Selbst extrem lebensbedrohliche Alterserscheinungen wie "verstopfte Arterien" werden weggescherzt mit den Pflegerinnen. Und dass in einer Welt, in der die Technik meist wenige Jahre alt ist und das größte Problem erst in ein paar Jahrzehnten wirklich bedrohlich wird. Führer im letzten Lebensjahrzehnt sind genau das was die Welt NICHT braucht.
FrankDunkel 03.10.2019
3.
Die Ärzte werden ihm wohl einen Stent implantiert haben. Danach fühlt man sich relativ schnell wieder ganz wohl. Man ist aber geschwächt und wenn er schnell wieder ins Krankenhaus will, dann soll er Wahlkampf machen. Beim [...]
Die Ärzte werden ihm wohl einen Stent implantiert haben. Danach fühlt man sich relativ schnell wieder ganz wohl. Man ist aber geschwächt und wenn er schnell wieder ins Krankenhaus will, dann soll er Wahlkampf machen. Beim nächsten Mal wird es aber dann nicht so glimpflich abgehen.
h.hass 03.10.2019
4.
Biden oder Sanders wollen sich nicht die letzte Chance entgehen lassen, doch noch nach ganz oben zu kommen. Da muss ein verbissener Ehrgeiz dahinterstecken. Offensichtlich haben sich diese Männer jahrzehntelang durch den [...]
Zitat von aggro_aggroIch begreife nicht, weshalb im Rennen um das mächtigste Amt der Erde drei 80jährige vornliegen. Schon Clinton/Trump war äußerst grenzwertig, samt Schwächeanfall und Demenzverdacht. Nun immernoch Trump und mit Biden und Sanders zwei noch ältere Männer! Das einzige, was die glaubhaft vertreten können ist doch eine Anhebung des Rentenalters. Selbst extrem lebensbedrohliche Alterserscheinungen wie "verstopfte Arterien" werden weggescherzt mit den Pflegerinnen. Und dass in einer Welt, in der die Technik meist wenige Jahre alt ist und das größte Problem erst in ein paar Jahrzehnten wirklich bedrohlich wird. Führer im letzten Lebensjahrzehnt sind genau das was die Welt NICHT braucht.
Biden oder Sanders wollen sich nicht die letzte Chance entgehen lassen, doch noch nach ganz oben zu kommen. Da muss ein verbissener Ehrgeiz dahinterstecken. Offensichtlich haben sich diese Männer jahrzehntelang durch den Parteiapparat nach oben gekämpft und wähnen sich jetzt kurz vor dem Ziel - die Präsidentschaft. In diesem Amt und in einer schnellebigen Zeit wie dieser braucht man keine Greise im achten oder neunten Lebensjahrzehnt für so wichtige Ämter. Es muss doch Jüngere geben, die für diesen Job qualifiziert sind.
/egal/ 03.10.2019
5. So sehr..
..ich sanders schätze, er packt das nicht mehr... weder körperlich noch inhaltlich. deshalb schadet er dem demokratischen lager nur...lerider
..ich sanders schätze, er packt das nicht mehr... weder körperlich noch inhaltlich. deshalb schadet er dem demokratischen lager nur...lerider

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