Politik

Suche nach US-Außenminister

Trump trifft Ex-CIA-Chef Petraeus - und noch einmal Romney

Wer wird US-Außenminister? Donald Trump will erneut mit seinem einstigen Erzfeind Mitt Romney beraten. Zudem kursiert der Name des verurteilten Ex-Generals David Petraeus. Einfacher ist die Lage beim Gesundheitsminister.

AFP

Ex-General Petraeus im Trump Tower

Dienstag, 29.11.2016   10:21 Uhr

Auf seiner Suche nach einem Kandidaten für den Posten des amerikanischen Außenministers hat der designierte Präsident Donald Trump sich nun auch mit dem früheren General David Petraeus getroffen. Nach dem Gespräch an seinem New Yorker Firmensitz twitterte Trump, er sei "sehr beeindruckt".

Petraeus sprach von einem "sehr guten Treffen". Trump habe "ein großes Verständnis für die unterschiedlichen Herausforderungen" gezeigt. Der Ex-General hatte vergangene Woche in einem Interview erklärt, er stünde für einen Posten in Trumps Regierung zur Verfügung, wenn er gefragt würde. Der 64-Jährige wurde auch als möglicher Verteidigungsminister gehandelt. Als Favorit für dieses Amt gilt aber General James Mattis.

Petraeus zählt zu den prominentesten Militärs in den USA. Er war Oberbefehlshaber der US-Truppen im Irak, der Nato-Kräfte in Afghanistan und Chef des US-Zentralkommandos. 2011 wurde Petraeus Chef des US-Auslandsgeheimdienstes CIA. Diesen Posten musste er allerdings nach einem Jahr räumen, nachdem eine außereheliche Affäre mit seiner Biografin bekannt geworden war - er hatte ihr geheime Informationen weitergegeben. 2015 wurde Petraeus wegen Geheimnisverrats zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe sowie einer Geldstrafe von 100.000 Dollar verurteilt.

Zweites Treffen mit Mitt Romney

Am Dienstag will Trump seine Gespräche über die Nominierung eines Außenministers fortsetzen. Geplant ist dabei auch ein zweites Treffen mit dem früheren Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney. Gegen ihn gibt es allerdings unter Trumps engsten Beratern starke Vorbehalte, weil er im Wahlkampf zu den schärfsten innerparteilichen Kritikern Trumps gezählt hatte. Zu den lautesten Romney-Gegnern gehört Kellyanne Conway, eine der einflussreichsten Trump-Beraterinnen.

Für Dienstag ist auch ein Treffen Trumps mit dem republikanischen Senator Bob Corker geplant. Er ist Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im US-Senat. Als weiterer Anwärter für den Spitzenposten im Außenamt gilt seit Längerem New Yorks früherer Bürgermeister Rudolph Giuliani, der ein früher Unterstützer Trumps ist.

Obamacare-Gegner soll Gesundheitsminister werden

Einfacher sieht die Postenvergabe im Gesundheitsministerium aus. Trump will nach Angaben aus seiner Partei den Obamacare-Kritiker Tom Price zum Minister machen. Trump werde seine Entscheidung noch am Dienstag mitteilen, sagte ein Vertreter der Republikanischen Partei am Montag. Zuvor hatte bereits die "New York Times" über die Personalie berichtet und sich auf eine Quelle aus Trumps Übergangsteam berufen.

AP

Tom Price im Trump Tower

Price ist Abgeordneter aus dem US-Bundesstaat Georgia und gehört wie Trump selbst zu den großen Kritikern der Gesundheitsreform des scheidenden US-Präsidenten Barack Obama.

Im Wahlkampf hatte Trump erklärt, er werde als Staatsoberhaupt wichtige Gesetze zurücknehmen und durch andere ersetzen, darunter die von Obama eingeführte allgemeine Krankenversicherung. Das entsprechende Gesetz von 2010 hatte Trump als Desaster bezeichnet. Nach seiner Wahl sagte Trump in einem Interview, er erwäge, zumindest Teile der Gesundheitsreform zu erhalten. Trump soll am 20. Januar als Präsident vereidigt werden.

aar/AFP/dpa/Reuters

insgesamt 50 Beiträge
omanolika 29.11.2016
1. Wer Trumps Ansehen verdient...
Noch vor Kurzem hörte man Trumps Beschwerden, denn Hillary Clinton sollte schnell verurteilt werden, weil sie "brisante" E-Mails über private Server verschickte, aber hätte man gewusst, wie Donald Trump tickte, [...]
Noch vor Kurzem hörte man Trumps Beschwerden, denn Hillary Clinton sollte schnell verurteilt werden, weil sie "brisante" E-Mails über private Server verschickte, aber hätte man gewusst, wie Donald Trump tickte, dann hätte sich Clinton ja verurteilen lassen sollen, denn das ist gut für jene, die in sein Team wollen... David Petraeus macht es ja gerade allen vor, weil er durch die Verurteilung nicht sein Ansehen bei Trump verlor, denn ein echter Mann darf sich ja belohnen, und an die außereheliche Affäre weitergeben geheime Informationen.
Beat.Adler 29.11.2016
2. Petraeus, ein Vorbestrafter, Guiliani, ein Extremist, Romney, ein Weichei
Petraeus, ein Vorbestrafter, Guiliani, ein Extremist, Romney, ein Weichei, welch grossartige Auswahl fuer den Posten des Aussenministers. Trump wird aber jemand nehmen, der nicht auf der Liste der "Experten" fungiert. [...]
Petraeus, ein Vorbestrafter, Guiliani, ein Extremist, Romney, ein Weichei, welch grossartige Auswahl fuer den Posten des Aussenministers. Trump wird aber jemand nehmen, der nicht auf der Liste der "Experten" fungiert. Bisher ist das Kabinett und die Einfluesterer Trumps rechts-extrem-konservativ, gar rassistisch besetzt. Das wird sich nicht aendern.
kuac 29.11.2016
3.
Beide sind denkbar schlechte Kandidaten. Der eine hat eine 2 jährige Bewährungsstrafe und 100.000 $ Geldstrafe wegen Weitergabe der Staatsgeheimnisse und außerehelichen Sex. Er ist damit unzuverlässig, und eventuell [...]
Beide sind denkbar schlechte Kandidaten. Der eine hat eine 2 jährige Bewährungsstrafe und 100.000 $ Geldstrafe wegen Weitergabe der Staatsgeheimnisse und außerehelichen Sex. Er ist damit unzuverlässig, und eventuell erpressbar, falls die KGB mehr über ihn und seine weitere bisher unbekannte Affären weiss. Der andere kommt sowiso nicht in Frage, weil er ein überzeugter Gegner von der Politik von DT ist.. Ausserdem, beide kommen vom Establishment. Was nun, Herr Trump?
Beat.Adler 29.11.2016
4. KGB war einmal, das Ding heisst heute FSB
KGB war einmal, das Ding heisst heute FSB, die sich zusammen mit ihren Hackern und Assange so angestrengt haben dem Trump zur Wahl zu verhelfen. Sobald Egomacho Putin mit Egomacho Trump kollidiert, geht der FSB Schuss nach hinten [...]
KGB war einmal, das Ding heisst heute FSB, die sich zusammen mit ihren Hackern und Assange so angestrengt haben dem Trump zur Wahl zu verhelfen. Sobald Egomacho Putin mit Egomacho Trump kollidiert, geht der FSB Schuss nach hinten los. Gut fuer uns die SPON Foristen;-) mfG Beat
-Jack- 29.11.2016
5. Trauert da jemand noch Clinton nach?
wenn Hillary Ihnen so leid tut, dann überweisen Sie doch auch eine Spende an Clinton-Fond. Unser Umweltministerium hat das bereits getan. 5 Millionen Euro hat unserer Staat jetzt weniger und Clinton mehr.
Zitat von omanolikaNoch vor Kurzem hörte man Trumps Beschwerden, denn Hillary Clinton sollte schnell verurteilt werden, weil sie "brisante" E-Mails über private Server verschickte, aber hätte man gewusst, wie Donald Trump tickte, dann hätte sich Clinton ja verurteilen lassen sollen, denn das ist gut für jene, die in sein Team wollen... David Petraeus macht es ja gerade allen vor, weil er durch die Verurteilung nicht sein Ansehen bei Trump verlor, denn ein echter Mann darf sich ja belohnen, und an die außereheliche Affäre weitergeben geheime Informationen.
wenn Hillary Ihnen so leid tut, dann überweisen Sie doch auch eine Spende an Clinton-Fond. Unser Umweltministerium hat das bereits getan. 5 Millionen Euro hat unserer Staat jetzt weniger und Clinton mehr.

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