Politik

Hillary Clintons Kandidatur

"I'm running for president"

Jetzt ist es offiziell: Hillary Rodham Clinton will Nachfolgerin von US-Präsident Barack Obama werden. Am Sonntag bestätigte ihr Berater John Podesta, was alle vermuteten - sie kandidiert.

Foto: REUTERS
Sonntag, 12.04.2015   20:59 Uhr

Bei erfolgreicher Bewerbung wäre sie die erste Frau im Präsidentenamt: Die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton hat sich offiziell um die Nachfolge von Präsident Barack Obama beworben.

Ein ranghoher Berater Clintons gab am Sonntag in einer E-Mail an Unterstützer bekannt, dass die 67-Jährige die Kandidatur der Demokraten bei der Präsidentschaftswahl im November 2016 anstrebe. Auf ihrer offiziellen Homepage bestätigte Clinton die Kandidatur. In einem Video sagte sie: "Der durchschnittliche Amerikaner braucht einen Vorkämpfer. Ich will dieser Vorkämpfer sein." Sie kündigte an, sich gegen die soziale Ungleichheit in den USA einsetzen zu wollen.

Vor acht Jahren hatte die Ehefrau von Ex-Präsident Bill Clinton im parteiinternen Vorwahlkampf gegen Obama verloren - er darf nun nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten.

Bereits demnächst plane Clinton Reisen in Staaten, die frühzeitig Vorwahlen abhalten, darunter Iowa, schrieb ihr Berater John Podesta in einer E-Mail an Unterstützer, aus der US-Medien zitierten. Dabei wolle sie das persönliche Gespräch mit den Bürgern suchen. Eine große Auftaktveranstaltung für den Wahlkampf sei im kommenden Monat geplant.

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Präsidentschaftsbewerbung: Hillarys Aufstieg
Clinton gilt als große Favoritin um die demokratische Präsidentschaftskandidatur. In Umfragen liegt sie weit vor der Konkurrenz.

Im Feld der Republikaner gilt es noch als unsicher, wer gegen den demokratischen Kandidaten antreten wird: Bislang haben der christlich-konservative Senator Ted Cruz und der libertär-konservative Senator Rand Paul ihre Präsidentschaftsbewerbung erklärt. Bald könnte der Senator Marco Rubio aus Florida dazustoßen, der Medienberichten zufolge am Montag seine Ambitionen offiziell machen will. Sehr wahrscheinlich tritt auch Jeb Bush an, der Ex-Gouverneur von Florida, Bruder des früheren Präsidenten George W. Bush und Sohn von Ex-Präsident George Bush.

eth/nck/dpa/afp

insgesamt 47 Beiträge
gandhiforever 12.04.2015
1. Am Sonntagabend?
Massgeblich ist ja wohl die Zeit dort, wo ihre Kandidatur offiziell gemacht wurde. Und das war hier mittags.
Massgeblich ist ja wohl die Zeit dort, wo ihre Kandidatur offiziell gemacht wurde. Und das war hier mittags.
westerwäller 12.04.2015
2. Freu' mich schon ...
... zusammen mit Millionen SPON-Foristen: Mit einer Frau, die per Gendisposition eben keine machomäßigen Machtgelüste hat, wird die USA endlich antiimperialistisch, homophil, antirassistisch, sozialistisch und all das, was [...]
... zusammen mit Millionen SPON-Foristen: Mit einer Frau, die per Gendisposition eben keine machomäßigen Machtgelüste hat, wird die USA endlich antiimperialistisch, homophil, antirassistisch, sozialistisch und all das, was wir uns wünschen ... Dann gibt es auch keinen Grund mehr für Anti-Amerikanismus mehr ... Zur Beförderung des Vorhabens von Hillary sollte ihr der Friedens-Nobelpreis schon mal vorab verliehen werden ...
solsalsul 12.04.2015
3. ?
ein so grosses Land und immer erscheinen die selben Dynastien ? Die Bushs, die Clintons........... hillary mag ja vielleicht die notwendigen Qualifikationen haben, aber in so einem grossen Land gibt es keine Alternativen ?
ein so grosses Land und immer erscheinen die selben Dynastien ? Die Bushs, die Clintons........... hillary mag ja vielleicht die notwendigen Qualifikationen haben, aber in so einem grossen Land gibt es keine Alternativen ?
gandhiforever 12.04.2015
4. So sieht es im Moment aus
Keiner der Republikaner kommt an Frau Clinton ran. http://grab.by/Gkwc Nur gegen Rand Paul verliert sie etwas von ihrem vorsprung, was wohl daran liegt, dass der LibertArier bis vor kurzem kein Kriegsfreund war. Doch da er [...]
Keiner der Republikaner kommt an Frau Clinton ran. http://grab.by/Gkwc Nur gegen Rand Paul verliert sie etwas von ihrem vorsprung, was wohl daran liegt, dass der LibertArier bis vor kurzem kein Kriegsfreund war. Doch da er Geld braucht, hat sich das schon geaendert. Es faellt auf, dass selbst die spinnigsten Republikaner auf 40% kommen. So gross ist der Anteil der Waehler, die entweder Krieg fuer etwas Heiliges halten, oder am liebsten eine Theokratie einfuehrten.
gerhard38 12.04.2015
5. Vergebliche Erwartungen
Wer einen Umbruch in der US-Politik erwartet, wird von der machtbesessnen Dame bitter enttäuscht werden. Sollte Hillary Rodham-Clinton tatsächlich ehrliche soziale Ambitionen haben, wird sie als Präsidentin, sofern sie es ins [...]
Wer einen Umbruch in der US-Politik erwartet, wird von der machtbesessnen Dame bitter enttäuscht werden. Sollte Hillary Rodham-Clinton tatsächlich ehrliche soziale Ambitionen haben, wird sie als Präsidentin, sofern sie es ins Weisse Haus schafft, von den Republikanern und Wall Street "ausgebremst" werden.

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