Politik

US-Präsidentschaft

Am Sonntag erklärt Hillary Clinton laut Medien ihre Kandidatur

Die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton steigt offenbar offiziell in das Rennen um die Präsidentschaft ein. Mehreren Medien zufolge will die frühere First Lady am Sonntag ihre Bewerbung um die Kandidatur bekannt geben.

Freitag, 10.04.2015   12:27 Uhr

Nur noch wenige Tage, dann plane Hillary Clinton, ihre Kandidatur für die US-Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr anzukündigen. Das berichten "New York Daily News" und der "Guardian". Beide Medien berufen sich auf Clinton nahestehende Personen. Danach soll sich die Ex-US-Außenministerin am Sonntag erklären. Dem "Guardian" zufolge will sie dies über Twitter machen. Am Wochenende wolle Clinton nach Iowa reisen.

Laut "Guardian" beantwortete Clintons Sprecher Nachfragen der Zeitung nicht. Seit Längerem wird damit gerechnet, dass die Demokratin einen zweiten Versuch wagt, selbst Präsidentin zu werden. 2008 hatten die Demokraten dem derzeitigen Amtsinhaber Barack Obama den Vorzug gegeben und ihn statt der Ehefrau des einstigen Präsidenten Bill Clinton zum Kandidaten gekürt. Obama darf nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten.

Zuletzt war bekannt geworden, dass Clinton die bisherige Google-Managerin Stephanie Hannon zu ihrer technischen Direktorin, CTO, ernannt hat. Sie soll Clintons Onlinekampagne koordinieren und Apps entwickeln, mit denen ihre Wähler und Unterstützer interagieren und spenden können. Das hatten die "Washington Post" und die Nachrichtenagentur Reuters übereinstimmend berichtet.

Hannon ist seit zwei Jahrzehnten im Silicon Valley tätig. Bei Google arbeitet sie als Produktmanagerin im Bereich soziale Innovation. Unter anderem war sie laut "Washington Post" an der Entwicklung von Tools beteiligt, die betroffenen Gebieten beim Umgang mit Naturkatastrophen helfen sollen.

Clinton hat zudem bereits im New Yorker Stadtteil Brooklyn ein Bürogebäude gemietet, in dem ihre Wahlkampfzentrale untergebracht werden soll. Die frühere US-Außenministerin gilt als große Favoritin im Feld der demokratischen Bewerber.

Bei den Republikanern haben bereits der Senator von Kentucky, Rand Paul, sowie sein texanischer Kollege Ted Cruz ihre Kandidaturen verkündet.

heb/Reuters

insgesamt 42 Beiträge
hubertrudnick1 10.04.2015
1. Bitte nicht
Tun sie das bitte nicht, nicht jede ehemalige Präsidentengattin hat auch das Zeug selbst Präsidentin zu werden, ihre Job als Außenministerin war eben auch keine Glanzleistung.
Tun sie das bitte nicht, nicht jede ehemalige Präsidentengattin hat auch das Zeug selbst Präsidentin zu werden, ihre Job als Außenministerin war eben auch keine Glanzleistung.
spmc-135322777912941 10.04.2015
2. Besser als Obama kann sie es allemal
Sie hat doch Millionen Meilen abgeflogen.
Sie hat doch Millionen Meilen abgeflogen.
kjartan75 10.04.2015
3.
Naja, wenn ich mir das Bewerberfeld der GOP bisher anschaue, da bekommt man eher das Schaudern, ob die dazu fähig sind. Das bezweifle ich arg.
Zitat von hubertrudnick1Tun sie das bitte nicht, nicht jede ehemalige Präsidentengattin hat auch das Zeug selbst Präsidentin zu werden, ihre Job als Außenministerin war eben auch keine Glanzleistung.
Naja, wenn ich mir das Bewerberfeld der GOP bisher anschaue, da bekommt man eher das Schaudern, ob die dazu fähig sind. Das bezweifle ich arg.
Institutsmitarbeiter 10.04.2015
4. Was für eine Überraschung
Der amerikanische Wahlkampf zeichnet sich durch eine lange Phase des Abwartens aus, in der mögliche Kandidaten mit jedem Bürger in Iowa mindestens einmal die Hand schütteln und von Spendengala zu Spendengala eilen. H. [...]
Der amerikanische Wahlkampf zeichnet sich durch eine lange Phase des Abwartens aus, in der mögliche Kandidaten mit jedem Bürger in Iowa mindestens einmal die Hand schütteln und von Spendengala zu Spendengala eilen. H. Clintons Kandidatur ist so offensichtlich, dass man eigentlich nur dankbar sein kann, wenn sie endlich zugibt, dass sie sich erneut um die Präsidentschaft bemühen will. Sie hat alles auf den nahenden Wahlkampf optimiert. Einzig eine Botschaft geht ihr ab. Was ist ihr zentrales Anliegen? Man kann Obama viel vorwerfen. Dennoch hat er immer eine klare Agenda und hat davon einiges umgesetzt wie z. B. die Gesundheitsreform und die Änderung des Einwanderungsgesetzes. Hillary scheint es hingegen vor allem um das Amt zu gehen. Vielleicht zeigen sich hier Parallelen zu Angela Merkel, die hierzulande quasi auf Lebenszeit gewählt ist. Ob das in Amerika, wo selbst Präsidenten in Comedy Shows auftreten und (!) eine gute Figur machen müssen, reicht, wird sich zeigen.
kufu 10.04.2015
5. ... will angeblich Sonntag ihre Kandidatur erklären
Wer ist dieser Herr (oder Frau?) Sonntag, dem Frau Clinton ihre Kandidatur erklären will? Gehen Sie doch mal Buchhandlung, dort gibt es Duden, der Verwendung von Artikel und Präpositionen erklärt.
Wer ist dieser Herr (oder Frau?) Sonntag, dem Frau Clinton ihre Kandidatur erklären will? Gehen Sie doch mal Buchhandlung, dort gibt es Duden, der Verwendung von Artikel und Präpositionen erklärt.

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