Politik

US-Demokraten

Auch Gillibrand will bei Präsidentschaftswahl antreten

"Ich weiß, dass ich das Mitgefühl, den Mut und die furchtlose Entschlossenheit besitze, um Erfolg zu haben": Die demokratische US-Senatorin Kirsten Gillibrand hat angekündigt, sich um das Präsidentenamt zu bewerben.

Scott Kowalchyk/CBS/REUTERS

Kirsten Gillibrand in der "Late Show" von Stephen Colbert

Mittwoch, 16.01.2019   09:30 Uhr

Die Zahl der Kandidaten, die für die US-Demokraten ins Rennen um das Präsidentenamt ziehen wollen, ist weiter angestiegen: Nun hat auch die Senatorin Kirsten Gillibrand erklärt, antreten zu wollen. "Ich werde mich um das US-Präsidentenamt bewerben", sagte die 52-Jährige in der Talkshow von Moderator Stephen Colbert.

"Ich weiß, dass ich das Mitgefühl, den Mut und die furchtlose Entschlossenheit besitze, um Erfolg zu haben", sagte Gillibrand im TV-Studio. Sie wolle unter anderem die Gesundheitsversorgung amerikanischer Familien verbessern und gegen "Korruption und Gier" in Washington kämpfen.

Via Twitter schrieb die Politikerin, dies sei ein Moment in der Geschichte, an dem niemand schweigen dürfe. "In Zeiten wie diesen müssen wir alle uns fragen: Was werden wir tun? Ich werde kämpfen, und ich werde mit allem kämpfen, was ich habe." Gillibrand veröffentlichte eine Reihe von Tweets, in denen sie von ihrer geplanten Kandidatur spricht.

Im Jahr 2009 hatte Gillibrand den Senatssitz von Hillary Clinton für den Bundesstaat New York übernommen, als Clinton Außenministerin wurde. Bei den Kongresswahlen im vergangenen November verteidigte Gillibrand ihren Sitz. Sie gilt als scharfe Kritikerin von US-Präsident Donald Trump. Ende 2017 forderte sie seinen Rücktritt, nachdem mehrere Frauen ihm sexuelle Belästigung vorgeworfen hatten. Trump nannte Gillibrand damals ein "Leichtgewicht", das ihn um Wahlkampfspenden "angebettelt" habe - und dafür alles tun würde.

Um für die Demokraten als Präsidentschaftskandidatin antreten zu können, müsste Gillibrand zunächst die parteiinternen Vorwahlen gewinnen. Mit diesen ermitteln die Demokraten ihren Kandidaten oder ihre Kandidatin für die eigentliche Wahl im November 2020. Die Vorwahlen beginnen im Februar 2020 im Bundesstaat Iowa. Es gilt als wahrscheinlich, dass das Bewerberfeld sehr groß sein wird.

In den vergangenen Tagen hatten sich bereits Julián Castro und Tulsi Gabbard in Stellung gebracht. Ende Dezember hatte die linke Senatorin Elizabeth Warren einen Grundstein für eine mögliche Kandidatur gelegt - in einem Video direkt aus ihrer Küche.

aar/AFP

insgesamt 4 Beiträge
sven2016 16.01.2019
1. Abgesehen von den Personen:
Vor einer Kandidatur in den Vorwahlen müssen mögliche Bewerber erst hinreichende Mengen an Wahlkampfspenden vorweisen, um Ernst genommen zu werden. Bei vielen Interessenten ist das dann auch schon der letzte Schritt ... die [...]
Vor einer Kandidatur in den Vorwahlen müssen mögliche Bewerber erst hinreichende Mengen an Wahlkampfspenden vorweisen, um Ernst genommen zu werden. Bei vielen Interessenten ist das dann auch schon der letzte Schritt ... die Vorwahlkämpfe sind so teuer geworden, dass nur mit Unterstützung von Lobbygruppen oder Wirtschaftsinteressen überhaupt eine Chance besteht. Diese Vorauswahl bestimmt dann leider auch immer die Bandbreite der Kandidaten.
Ventil4tor 16.01.2019
2. Eine Frage
"Sie gilt als scharfe Kritikerin von US-PräsidentDonald Trump." Wer ist denn aus dem Demokratenkreis kein Trump Kritiker? Das sind doch vermutlich alle.
"Sie gilt als scharfe Kritikerin von US-PräsidentDonald Trump." Wer ist denn aus dem Demokratenkreis kein Trump Kritiker? Das sind doch vermutlich alle.
RalfHenrichs 16.01.2019
3. Chancenlos
Sie gilt als Anhängerin von Hillary Clinton und ist damit für viele Wähler außerhalb von New York schlicht unwählbar. Wahrscheinlich tritt sie auch nur als Zählkandidatin an, um sich bekannter zu machen und dann einen guten [...]
Sie gilt als Anhängerin von Hillary Clinton und ist damit für viele Wähler außerhalb von New York schlicht unwählbar. Wahrscheinlich tritt sie auch nur als Zählkandidatin an, um sich bekannter zu machen und dann einen guten Posten abzubekommen, wenn am Ende irgendein Demokrat Präsident werden sollte (allerdings vermute ich eh, dass Trump von den Amis eine zweite Amtszeit erhalten wird).
pennjamin 16.01.2019
4. Kamala Harris
Sie haben Kamala Harris vergessen, Senatorin aus Californien. Sie hat auch vor zwei Tagen bekannt gegeben, dass sie wahrscheinlich in den Präsidentschaftswahlkampf einsteigen wird. Auch in der Late Show mit Stephen Colbert. Gut [...]
Sie haben Kamala Harris vergessen, Senatorin aus Californien. Sie hat auch vor zwei Tagen bekannt gegeben, dass sie wahrscheinlich in den Präsidentschaftswahlkampf einsteigen wird. Auch in der Late Show mit Stephen Colbert. Gut so

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