Politik

Politische Krise in Österreich

Gudenus spekuliert, dass ihm K.o.-Tropfen gegeben wurden

Der zweite Protagonist der Ibiza-Affäre, Johann Gudenus, meldet sich einem Medienbericht zufolge zu Wort. Er habe streckenweise keine Erinnerung mehr an den Abend. Die Entwicklungen in Österreich: das Minutenprotokoll.

DPA

Ex-FPÖ-Politiker Johann Gudenus zusammen mit Heinz-Christian Strache

Von und
Dienstag, 21.05.2019   14:55 Uhr

Mitarbeit: mbö/sop

insgesamt 93 Beiträge
KingTut 21.05.2019
1. Vernunft statt Parteipolitik
Ich zitiere aus der Kronen-Zeitung von heute, die darüber berichtete, dass die NEOS-Chefin Meinl-Reisinger sich gegen ein Misstrauensvotum aussprach. Die Zeitung zitierte sie wie folgt: "Meinl-Reisinger appellierte auch an [...]
Ich zitiere aus der Kronen-Zeitung von heute, die darüber berichtete, dass die NEOS-Chefin Meinl-Reisinger sich gegen ein Misstrauensvotum aussprach. Die Zeitung zitierte sie wie folgt: "Meinl-Reisinger appellierte auch an die anderen Fraktionen, die Staatsräson vor das Trennende zu stellen. Man müsse das Vertrauen in die Politik wiederherstellen. Es sei jetzt nicht der Zeitpunkt für Wahlkampfreden, politische Spielchen oder Trotzreaktionen, meinte sie. Die NEOS werden daher im Nationalrat gegen mögliche Misstrauensvoten der anderen Parteien stimmen." Es ist also nicht ausgemacht, dass Kurz abgewählt wird. Auch der FPÖ sollte klar sein, dass sie durch eine Abwahl Kurz' das Geschäft des politischen Gegners erledigen. Daher plädiere ich für Vernunft statt Parteipolitik.
advocatus diaboĺi 21.05.2019
2. Das Ende eines Populisten naht
er hat sich nicht nur mit dem rechten Teufel eingelassen, aber auch dessen Rhetorik übernommen, die Orbans mit hoffähig gemacht....er hat gegen die Willen unserer Kanzlerin und der EU zur Abschottung Europas beigetragen, [...]
er hat sich nicht nur mit dem rechten Teufel eingelassen, aber auch dessen Rhetorik übernommen, die Orbans mit hoffähig gemacht....er hat gegen die Willen unserer Kanzlerin und der EU zur Abschottung Europas beigetragen, Grenzzäune initiiert, weswegen tausende Schutzsuchende im Mittelmeer ertrinken....es bleibt zu hoffen, dass sich bei der Wahl im September die fortschrittlichen Kräfte zusammenschließen und Österreich wieder unter die demokratischen Länder Europas zurückgeht....Kurz kann sich dann in Ruhe seinem Jurastudium widmen und hat Zeit innerlich zu reifen.....und hoffentlich tauchen bald mehr solcher Videos mit unseren Rechtspopulisten auf....das ist ein probates Mittel diese ewiggestrigen Hetzer wieder im Orkus der Geschichte zu versenken...
Elrond 21.05.2019
3. Wo sollen denn die Verfehlungen Kurz' liegen?
Ich kann im Fall Strache keine erkennen. Er hat konsequent und folgerichtig diesen Mann aus seinem politischen Spitzenamt befördert: Es würde mich wundern, wenn Kurz gehen müsste. Andererseits muss er sich wohl der SPÖ öffnen [...]
Ich kann im Fall Strache keine erkennen. Er hat konsequent und folgerichtig diesen Mann aus seinem politischen Spitzenamt befördert: Es würde mich wundern, wenn Kurz gehen müsste. Andererseits muss er sich wohl der SPÖ öffnen oder das Zepter tatsächlich weiterreichen.
kamkam99 21.05.2019
4. schön wenn jeder seine Meinung hat.
Wieso Frau Nahles jetzt zu Neuwahlen in Österreich aufruft kann ich nicht so richtig nachvollziehen.Herr Kurz bzw. Österreich sollten sich lieber fragen, warum ausgerechnet linke deutsche Medien sich anmaßen, die Koalition in [...]
Wieso Frau Nahles jetzt zu Neuwahlen in Österreich aufruft kann ich nicht so richtig nachvollziehen.Herr Kurz bzw. Österreich sollten sich lieber fragen, warum ausgerechnet linke deutsche Medien sich anmaßen, die Koalition in Österreich zum Platzen zu bringen
Zottelbär 21.05.2019
5. Jenseits von Ibiza
Will die SPÖ tatsächlich in einer Oppositionskoalition mit der FPÖ gemeinsam Kanzler Kurz stürzen? Das könnte für die politische Kultur noch verheerender sein als der Strache-Skandal, und von Moral dürften Sozialdemokraten [...]
Will die SPÖ tatsächlich in einer Oppositionskoalition mit der FPÖ gemeinsam Kanzler Kurz stürzen? Das könnte für die politische Kultur noch verheerender sein als der Strache-Skandal, und von Moral dürften Sozialdemokraten auch hierzulande dann nicht mehr sprechen. Vergessen wir nicht: Ohne Sebastian Kurz wäre ein andauernder Flüchtlingsstrom über die Balkanroute für Deutschland noch gefährlicher geworden. Wenn in der gestrigen 20 Uhr-Tagesschau zwei deutsche Parteien dafür warben, dass künftig alle Schutzsuchenden sich selbst aussuchen dürfen, in welchem EU-Land sie Asyl beantragen wollen bzw. bei positivem Asylentscheid in das EU-Land ihrer Wahl umziehen können, ruft dies die wirklichen drängenden Probleme in Erinnerung. Das - südlich von Ibiza beginnende - unkontrollierte Bevölkerungswachstum bezeichnete übrigens Hoimar von Ditfurth schon 1985 in seinem Buch – So laßt und denn ein Apfelbäumchen pflanzen. Es ist soweit—wörtlich als –Die Wurzel allen Übels--.

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung

TOP