Politik

Nach Panne von Regierungsjet

Entwicklungsminister Müller sitzt in Sambia fest

Schon wieder eine kaputt: Der Defekt an einer Regierungsmaschine hindert Entwicklungsminister Müller an der Rückreise aus Afrika. Er ist nicht der erste Politiker, der wegen solcher Pannen warten muss.

imago/photothek

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller, CSU.

Mittwoch, 09.01.2019   18:52 Uhr

Computerprobleme, Nagetiere, Komplettausfall des Funksystems - immer wieder sorgen Defekte an den Jets der Bundesregierung für Verzögerungen. Nach Bundeskanzlerin Angela Merkel und anderen hat es diesmal Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) erwischt. Wegen einer Flugzeugpanne im südlichen Afrika verzögert sich seine Rückreise erneut.

Die Mechaniker für die defekte Regierungsmaschine seien inzwischen in Malawi angekommen, das benötigte Ersatzteil stecke aber noch im südafrikanischen Johannesburg fest, sagte eine Sprecherin des Entwicklungsministeriums. Nun könne es erst am Freitag zurückgehen - einen Tag später als zuletzt geplant.

Die Panne an der Global 5000 der Flugbereitschaft hatte den Terminplan von Müllers geplanter Reise nach Malawi, Sambia und Namibia gründlich durcheinandergebracht. Seinen Aufenthalt in Sambia verlängerte der Minister, die Programmpunkte in Namibia musste er in letzter Minute komplett absagen. Ursprünglich sollte der Besuch des Ministers am Mittwochabend in Namibia zu Ende gehen.

Müllers Jet konnte in Malawi wegen eines defekten Druckventils nicht starten. Deshalb ging es zunächst per Linienflug in Sambias Hauptstadt Lusaka.

Immer wieder Pannen mit Regierungsjets

Verantwortlich für Müllers Maschine ist die Flugbereitschaft des Bundesverteidigungsministeriums, ein militärischer Verband, der Soldaten und hochrangige Staatsvertreter transportiert. Das Flugzeug ist einer der insgesamt sieben Jets der weißen Flotte, die vor allem für Reisen der Bundesregierung genutzt werden.

In der Vergangenheit hatte es immer wieder Pannen mit den Maschinen gegeben, vor allem mit dem Kanzler-Airbus: Ende November hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ihren Flug zum G20-Gipfel in Buenos Aires wegen eines technischen Defekts an der "Konrad Adenauer" unterbrechen müssen. Im Oktober hatten Nagetiere dafür gesorgt, dass die Maschine auf der indonesischen Insel Bali nicht mehr abheben konnte. Dort hatte Finanzminister Olaf Scholz an einer IWF-Tagung teilgenommen.

mfh/dpa

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