Politik

Prinzessin Rima bint Bandar Al Saud

Saudi-Arabien schickt Botschafterin in die USA

Erstmals lässt sich Saudi-Arabien von einer Frau in führender Position diplomatisch in den USA vertreten: Prinzessin Rima bint Bandar Al Saud tritt das Amt an, das lange Jahre ihr Vater in Washington innehatte.

Bloomberg/ Getty Images

Prinzessin Rima bint Bandar Al Saud

Sonntag, 24.02.2019   14:03 Uhr

Saudi-Arabien schickt erstmals eine Botschafterin in die USA. Laut einer von der saudischen Agentur SPA verbreiteten Erklärung des Königshauses in Riad soll Prinzessin Rima bint Bandar Al Saud künftig die diplomatische Vertretung in Washington leiten.

Die in den USA ausgebildete Prinzessin sei vom "Forbes"-Magazin für Nahost an 16. Stelle der 200 mächtigsten Frauen der arabischen Welt gelistet worden, schrieb die Agentur. Sie betrieb unter anderem das Kaufhaus der Luxusmodekette Harvey Nichols in Riad, engagiert sich im Kampf gegen Brustkrebs und leitete den saudi-arabischen Verband für Breitensport. In dieser Funktion warb sie für eine stärkere Beteiligung von Frauen an sportlichen Aktivitäten.

Prinzessin Rima ist eine Tochter von Bandar bin Sultan Al Saud, über 20 Jahre lang US-Botschafter des Königreichs. Sie wuchs dementsprechend in Washington auf und studierte am Mount Vernon College der George Washington University. Sie berät den Fahrdienstleister Uber in dem Gremium, dem 2017 auch Ex-"Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann beigetreten ist.

Vorgänger wechselt ins Verteidigungsministerium

In Saudi-Arabien unterliegen Frauen weiterhin starker Einschränkungen. In jüngerer Zeit hatte es einige Lockerungen gegeben - zum Beispiel die erste Fahrerlaubnis für eine Frau. Zuletzt wurden allerdings Frauenrechtsaktivistinnen, die stärkere Schritte forderten, festgenommen.

In Washington folgt sie auf Khalid bin Salman, den jüngeren Bruder des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman, der in Riad stellvertretender Verteidigungsminister werden soll. Die beiden waren nach dem Mord an dem regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul international in die Kritik geraten.

Einem CIA-Bericht zufolge soll Khashoggi mit dem damaligen Botschafter Khalid bin Salman telefoniert haben. In dem Telefonat habe man ihm versichert, er könne unbesorgt im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul die für seine Hochzeit notwendigen Papiere abholen. Die Botschaft bestreitet, dass ein solches Telefonat stattgefunden hat.

feb/dpa/AP

insgesamt 4 Beiträge
Heinrich Peter Maria Radojewski Schäfer von Leverkusen 24.02.2019
1. Falls es für die Prinzessin ein Problem gibt
Falls Prinzessin Rima bint Bandar Al Saud von den US Amerikanern nicht akzeptiert werden sollte, könnte ich mich unter den richtigen Bedingeungen bereit erklären, sie bei mir aufzu nehmen.
Falls Prinzessin Rima bint Bandar Al Saud von den US Amerikanern nicht akzeptiert werden sollte, könnte ich mich unter den richtigen Bedingeungen bereit erklären, sie bei mir aufzu nehmen.
thor.z1367 24.02.2019
2. Eine Luxusfrau ohne Kompetenz
Diese ist ein PR Gage der Saudis. Eine Frau nett anzusehen die das angebliche neue Saudi-Arabien zeigt.Sie ist eigentliche das neue Pin up Girl mit richtiger Kleider für Saudi-Arabien.
Diese ist ein PR Gage der Saudis. Eine Frau nett anzusehen die das angebliche neue Saudi-Arabien zeigt.Sie ist eigentliche das neue Pin up Girl mit richtiger Kleider für Saudi-Arabien.
thor.z1367 24.02.2019
3. Eine Luxusfrau ohne Kompetenz
Diese ist ein PR Gage der Saudis. Eine Frau nett anzusehen die das angebliche neue Saudi-Arabien zeigt.Sie ist eigentliche das neue Pin up Girl mit richtiger Kleider für Saudi-Arabien.
Diese ist ein PR Gage der Saudis. Eine Frau nett anzusehen die das angebliche neue Saudi-Arabien zeigt.Sie ist eigentliche das neue Pin up Girl mit richtiger Kleider für Saudi-Arabien.
damianschnelle 25.02.2019
4. Die Saudis
denken wohl, dass das jetzt sehr gut ankommt. Alles sehr durchschaubar und mit den Fakten in SA kein bisschen in Übereinstimmung.
denken wohl, dass das jetzt sehr gut ankommt. Alles sehr durchschaubar und mit den Fakten in SA kein bisschen in Übereinstimmung.

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