Politik

US-Präsidentschaftsbewerber

Trump zögert mit Veröffentlichung seiner Steuerdaten

In den USA ist es Tradition, als Präsidentschaftsbewerber seine Steuerzahlungen zu veröffentlichen. Hillary Clinton hat es getan. Und Donald Trump? Der ist stolz darauf, als Geschäftsmann immer "so wenig wie möglich" gezahlt zu haben.

AP

Republikaner Donald Trump (Archiv): "So wenig wie möglich zahlen"

Montag, 03.08.2015   09:53 Uhr

Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat offenbar keine große Lust, seine Steuerzahlungen öffentlich zu machen. Er sei Geschäftsmann und versuche immer, "so wenig wie möglich zu zahlen", sagte der Milliardär dem Fernsehsender CBS. Er fügte hinzu: "Ich hasse es, wie unsere Regierung unser Geld verschwendet."

Hillary Clinton, aussichtsreiche Präsidentschaftsbewerberin bei den Demokraten, hatte in der vergangenen Woche öffentlich gemacht, wie viele Steuern sie und ihr Mann, Ex-Präsident Bill Clinton, in den vergangenen sieben Jahren gezahlt hatten. Die Praxis, seine Steuerlast zu veröffentlichen, gehört für die Anwärter auf den US-Präsidentschaftswahlkampf zum guten Ton.

Seitenhieb auf Hillary Clinton

Trump wollte zwar nicht ausschließen, dass er dieser Tradition folgen werde. Er verband eine Andeutung aber mit einem Seitenhieb auf Clinton: "Es könnte sein, dass ich dies mache unter der Bedingung, dass Hillarys E-Mails veröffentlicht werden."

Clintons Umgang mit dienstlichen E-Mails während ihrer Zeit als Außenministerin hatte eine Reihe von Fragen aufgeworfen. Anfang März war bekannt geworden, dass die frühere Chefdiplomatin in ihrer Amtszeit von 2009 bis 2013 kein offizielles E-Mail-Konto, sondern ihre private Mail-Adresse genutzt hatte. 55.000 Mails hat sie dem Außenministerium übergeben, das nun schrittweise prüft, welche davon öffentlich gemacht werden können.

Trump liegt derzeit im Feld der republikanischen Präsidentschaftsbewerber vorne - trotz der viel kritisierten, abfälligen Bemerkungen über mexikanische Einwanderer.

Video-Überblick: Das sind die Bewerber für die nächste US-Wahl

mka/Reuters

insgesamt 17 Beiträge
Susi Sorglos 02.08.2015
1. Hä ?
Genau diese Info, dass er das verweigert, ist doch hierzulande Standard. Einzig Deutschland verweigert sich, Regierungsmitgliedern jegliche Korruption zuzugeben zu verweigern. In Deutschland darf jeder Politiker und alle aus [...]
Genau diese Info, dass er das verweigert, ist doch hierzulande Standard. Einzig Deutschland verweigert sich, Regierungsmitgliedern jegliche Korruption zuzugeben zu verweigern. In Deutschland darf jeder Politiker und alle aus der Wirtschaft korrupt sein - eine Strafe ereilt sie/ihn nicht. Warum hier den Herrn Trump, ein Edeldispot, anprangern ?
gaiusmuciusscaevola 02.08.2015
2. Selten Dämlich!
"Der ist stolz darauf, als Geschäftsmann immer "so wenig wie möglich" gezahlt zu haben." Ja was hätte er denn sonst machen sollen? So viel wie nur möglich bezahlen? Es sind doch nicht die Steuerzahler [...]
"Der ist stolz darauf, als Geschäftsmann immer "so wenig wie möglich" gezahlt zu haben." Ja was hätte er denn sonst machen sollen? So viel wie nur möglich bezahlen? Es sind doch nicht die Steuerzahler schuld, wenn sie den Steuerbeitrag minimieren (legal natürlich). DaimlerBenz zahlt sicher so viel wie möglich, und BMW natürlich auch! SPON wird immer mehr zum dummen Hetzblatt. Macht mal euren New York Abschreiber Pitzke scharf, am Donnerstag gibt es die erste Fehrnsehdebatte!
sotomajor 02.08.2015
3. Kartenhaus
Da bricht sein Kartenhaus zusammen, weil seine Geschäfte keinen wirtschaftlichen Kern haben. Ich vermute immer schon bei Trump ein Schneeballsystem, von immer neuen Investitionen und Krediten getragen. Gott bewahre Amerika vor [...]
Da bricht sein Kartenhaus zusammen, weil seine Geschäfte keinen wirtschaftlichen Kern haben. Ich vermute immer schon bei Trump ein Schneeballsystem, von immer neuen Investitionen und Krediten getragen. Gott bewahre Amerika vor solchen Anwärtern für das Präsidentenamt, und die Welt noch dazu !
happy2010 02.08.2015
4.
Ekelhaft Da wird-wie hierzulande- mit dem erlogenen ARgument: "Der Staat verschwende" jede Steuerlast via Steueroasen umgangen Ein Legaler Weg, der moralisch indiskutabel ist. Stellen wir uns vor das macht jeder [...]
Ekelhaft Da wird-wie hierzulande- mit dem erlogenen ARgument: "Der Staat verschwende" jede Steuerlast via Steueroasen umgangen Ein Legaler Weg, der moralisch indiskutabel ist. Stellen wir uns vor das macht jeder Und verschont mich mit Kommentaren a la "jeder zahlt nur das was er muss" Wer will zahlt nämlich gar nichts
nofreemen 03.08.2015
5. der Mann ist im kommen
Wüste nicht wo der US Staat die Trumpschen Steuergelder besser einsetzen könnte als er selbst. Oder ist er blöder als die Steuerbeamten? Der Mann ist zudem ehrlich und sieht blendend aus, trotz den von den Medien bewusst [...]
Wüste nicht wo der US Staat die Trumpschen Steuergelder besser einsetzen könnte als er selbst. Oder ist er blöder als die Steuerbeamten? Der Mann ist zudem ehrlich und sieht blendend aus, trotz den von den Medien bewusst "falsch" zugeordneten Archiv-Fotos mit dem einzigen Zweck ihn alt ausehen lassen. Er ist kein Liebling der Medien, dafür ein Liebling des Volkes und der Wahrheit. Das Lügen überlässt er den anderen. Aber Spiele spielen kann er auch und so wie es aussieht, noch besser.

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