Politik

US-Präsidentschaftswahl 2020

Ex-Gouverneur will für Republikaner antreten - und Trump herausfordern

Er ist der erste Republikaner, der Donald Trump die Kandidatur im Präsidentschaftswahlkampf 2020 streitig machen will: Bill Weld, der frühere Gouverneur des US-Bundesstaats Massachusetts.

REUTERS

Weld beim Präsidentschaftswahlkampf 2016

Dienstag, 16.04.2019   06:47 Uhr

Bill Weld wird sich um die Kandidatur der Republikaner für die Präsidentschaftswahl im November kommenden Jahres bewerben. Das erklärte der frühere Gouverneur des US-Bundesstaats Massachusetts am Montag (Ortszeit) im Sender CNN. Der 73-Jährige ist der erste Republikaner, der US-Präsident Donald Trump herausfordert.

Welds Chancen dürften allerdings schlecht stehen: Nach Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Gallup genießt Trump unter Anhängern der Republikaner seit Monaten Zustimmungswerte um die 90 Prozent.

"Bösartiger Narzissmus"

Weld sagte am Montag, es sei eine "politische Tragödie", wenn Trump 2020 wiedergewählt und weitere vier Jahre im Amt bliebe. "Ich hätte Angst um die Republik." Der Ex-Gouverneur warf dem Präsidenten vor, die Rechtsstaatlichkeit zu verhöhnen. Weld hatte Trump kürzlich in einem Interview mit der Zeitschrift "Rolling Stone" "bösartigen Narzissmus" attestiert.

Weld hatte sich 2016 an der Seite des Präsidentschaftskandidaten der kleinen Libertären Partei, Gary Johnson, um die Vizepräsidentschaft beworben. Erst im Februar war Weld wieder zu den Republikanern zurückgekehrt.

Bei den Demokraten haben sich bereits 18 Anwärter um die Kandidatur im Wahlkampf gemeldet. Dazu gehören die Senatorinnen Elizabeth Warren, Kamala Harris und Amy Klobuchar sowie der Ex-Kongressabgeordnete Beto O'Rourke.

Auch der unabhängige Senator Bernie Sanders, der bereits 2016 bei den demokratischen Vorwahlen angetreten und damals Hillary Clinton unterlegen war, will einen weiteren Versuch starten. Zudem wird über eine Kandidatur des früheren US-Vizepräsidenten Joe Biden spekuliert.

vks/dpa

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