Politik

US-Präsidentschaftswahlen 2016

Ex-Senator Webb will Obamas Nachfolger werden

Das Rennen um die US-Präsidentschaft ist eröffnet: Als erster Bewerber hat der ehemalige Senator Jim Webb erklärt, 2016 für die Demokraten als Nachfolger von Amtsinhaber Obama antreten zu wollen - und er gibt sich optimistisch.

DPA

US-Senator Webb (r.) mit Barack Obama (2008): Vorgänger und Nachfolger?

Donnerstag, 20.11.2014   19:59 Uhr

Washington - Knapp zwei Jahre vor der US-Präsidentschaftswahl ist bei den Demokraten das Rennen um die Kandidatur eröffnet worden. Als Erster gab nun der frühere Senator Jim Webb aus dem Bundesstaat Virginia in einem Video seine Bewerbung bekannt. Der 68-Jährige gilt als Kriegsgegner und wird dem linken Spektrum der Demokraten zugerechnet.

"Wir fangen mit sehr wenig Geld und ohne Angestellte an, aber das ist nicht das erste Mal", sagt Webb in der 14-minütigen Aufnahme und spielt damit auf seine überraschende Wahl in den Senat im Jahr 2006 an. Als Themen für seinen Wahlkampf nannte er Bildung und Infrastruktur sowie weniger militärische "Auslandsabenteuer". Um seine politischen Anliegen auszuarbeiten, habe er ein Wahlkampfkomittee zusammengestellt, das "Webb 2016 Exploratory Committee".

Der Jurist Webb stammt aus einer Soldatenfamilie und kämpfte im Vietnamkrieg. Es wird erwartet, dass er und andere Kandidaten im parteiinternen Vorwahlkampf der Demokraten auf die frühere Außenministerin Hillary Clinton treffen. Die 67-Jährige hat sich jedoch noch nicht offiziell beworben, sondern will ihre Entscheidung über eine mögliche Kandidatur erst im nächsten Jahr verkünden.

Auf Seiten der Republikaner wird vor allem mit einer Bewerbung des marktliberalen Senators von Kentucky, Paul Rand, gerechnet. Gehandelt werden darüber hinaus die Namen der moderateren US-Politiker Chris Christie und Jeb Bush sowie der deutlich konservativeren Republikaner Ted Cruz und Marco Rubio.

mxw/AP/AFP

insgesamt 9 Beiträge
alicewunder 20.11.2014
1. Ein Weißer?
Ein Rückschritt. Außerdem heißt die korrekte Bezeichnung für Rand Paul "marktradikal". Bitte beachten!
Ein Rückschritt. Außerdem heißt die korrekte Bezeichnung für Rand Paul "marktradikal". Bitte beachten!
Atheist_Crusader 20.11.2014
2.
Och bitte, als ob jetzt noch Jemand die Demokraten wählt. Das Land ist im Untergang begriffen und beide Parteien tragen ihre Mitschuld daran. Da wird gewählt, und nach zwei Wahlperioden kriegen Präsident und Partei die Schuld [...]
Och bitte, als ob jetzt noch Jemand die Demokraten wählt. Das Land ist im Untergang begriffen und beide Parteien tragen ihre Mitschuld daran. Da wird gewählt, und nach zwei Wahlperioden kriegen Präsident und Partei die Schuld für alles was schiefgelaufen ist, und dann kommt die andere Partei dran.Und dann geht es wieder von vorne los. Ein Hoch auf das Zweiparteienystem! Und daran wird sich übrigens nichts ändern, denn beide arbeiten aktiv daran, dass es nie eine einflussreiche dritte Partei geben wird.
Desi 20.11.2014
3. Republican light
Nun sollte Webb Präsident werden, dann werden die Demokraten wohl weiter als Republikan light regieren. Was wohl auch mit Hilary der Fall sein dürfte. Ausser Elisabeth Warren sehe ich niemanden der noch ein richtiges soziales [...]
Nun sollte Webb Präsident werden, dann werden die Demokraten wohl weiter als Republikan light regieren. Was wohl auch mit Hilary der Fall sein dürfte. Ausser Elisabeth Warren sehe ich niemanden der noch ein richtiges soziales Gewissen hat und leicht links von der Mitte eingeordnet werden kann. Die meisten Demokraten sind inzwischen rechts von der Mitte.
Paradox77 20.11.2014
4. Ade
Pax Americana.......und das ist gut so
Pax Americana.......und das ist gut so
missbrauchtewähler 20.11.2014
5. Die 200 Reichsten in Amerika
werden ihren Kandidaten auswählen und so mit Marketing nach vorne schieben, dass er dann schon gewählt wird. Was interessieren schon diese Show-Wahlen...
werden ihren Kandidaten auswählen und so mit Marketing nach vorne schieben, dass er dann schon gewählt wird. Was interessieren schon diese Show-Wahlen...

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