Politik

Washington

Venezolanischer Militärattaché bricht mit Maduro

Der Rückhalt für Venezuelas Präsident Nicolás Maduro bröckelt. José Luis Silva, Militärattaché in den USA, ruft dazu auf, den Oppositionellen Juan Guaidó als Interimsstaatschef anzuerkennen.

AFP

Nicolás Maduro

Sonntag, 27.01.2019   01:22 Uhr

Der Militärattaché Venezuelas in Washington, José Luis Silva, erkennt Nicolás Maduro nach eigenen Angaben nicht mehr als legitimen venezolanischen Staatschef an. Er fordere seine "Brüder" beim Militär auf, Parlamentspräsident und Oppositionsführer Juan Guaidó als Interimsstaatschef zu unterstützen, sagte Silva der Nachrichtenagentur AFP. Diese Haltung sei "im Einklang mit der Verfassung und den Gesetzen Venezuelas".

Unterdessen wächst auch der internationale Druck auf die Regierung in Caracas. Die Bundesregierung erwägt , Guaidó als Interimspräsident des Landes anzuerkennen, solle es nicht umgehend zu freien Wahlen in Venezuela kommen. Die USA haben bereits am Mittwoch Guaidó umgehend anerkannt.

Daraufhin brach Präsident Nicolás Maduro die diplomatischen Beziehungen zu Washington ab und setzten den US-Diplomaten zunächst eine Frist, um das Land zu verlassen. Die verbleibenden US-Diplomaten können jedoch vorerst in der Botschaft in Caracas bleiben. Die beiden Länder verhandelten nun über die Einrichtung von Interessenvertretungen in den jeweiligen Hauptstädten, die beispielsweise konsularische Dienste anbieten könnten, teilte das venezolanische Außenministerium mit.

sth/AFP/Reuters

insgesamt 32 Beiträge
ingen79 27.01.2019
1. Das beste wären Neuwahlen
unter Aufsicht der UN, dann wüsste man was das Volk wirklich will. Aber leider wird es dazu nicht kommen, weil die USA, Russland und auch China ihr Machtspiel betreiben.
unter Aufsicht der UN, dann wüsste man was das Volk wirklich will. Aber leider wird es dazu nicht kommen, weil die USA, Russland und auch China ihr Machtspiel betreiben.
walligundlach 27.01.2019
2. Welch Wunder! Die Stimme aus den USA!
Wenn man die Aufregung um die s.g. "Einmischung Rußlands in die Wahlen der USA" vergleicht mit den Einmischungen von außen, die hier stattfinden - es ist absurd! Da werden die Gefolgschaften der USA auf der einen [...]
Wenn man die Aufregung um die s.g. "Einmischung Rußlands in die Wahlen der USA" vergleicht mit den Einmischungen von außen, die hier stattfinden - es ist absurd! Da werden die Gefolgschaften der USA auf der einen Seite und Rußland/China auf der anderen Seite vollkommen schamlos offen dargelegt! Und Deutschland folgt - wie immer - seinem Auftraggeber. Es ist zum weinen.
lala10 27.01.2019
3. zu Kommentar 2
Wenn man sieht was der sogenannte President für das Volk tut.Dann die Inflation. Desweiteren verlassen nach und nach sehr viele Leute das Land.Das sind bestimmt nicht die duemsten oder ärmsten.Die Wählen die stattgefunden [...]
Wenn man sieht was der sogenannte President für das Volk tut.Dann die Inflation. Desweiteren verlassen nach und nach sehr viele Leute das Land.Das sind bestimmt nicht die duemsten oder ärmsten.Die Wählen die stattgefunden haben waren laut internationaler Meinung getuerkt. Die Einschätzung für Neuwahlen mit internationaler Beobachtung wäre schön das richtige. Aber die Russen und Chinesen als die guten hinzustellen ist bestimmt nicht richtig.
Gottfried 27.01.2019
4. Das Militär und auch die Polizei in Venezuela
stehen, zum Ärgernis von Macron, Merkel und Spaniens Sozialisten, hinter der gewählten Regierung. Alle drei sind in ihren Heimatländern ja sowieso Auslaufmodelle. Um sich wichtig zu machen, haut man in der UNO mit den Schuh [...]
stehen, zum Ärgernis von Macron, Merkel und Spaniens Sozialisten, hinter der gewählten Regierung. Alle drei sind in ihren Heimatländern ja sowieso Auslaufmodelle. Um sich wichtig zu machen, haut man in der UNO mit den Schuh auf das Rednerpult und stellt einen neutralen Land ein Ultimatum.Am Ende werden wieder Sanktionen verhängt werden, denn das Risiko hier militärisch zu Intervenieren, dürfte für die USA eine Nummer zu groß sein.
Albert M 27.01.2019
5. Schönes Manöver
Dass gerade die spanische Regierung einen Putsch in Venezuela unterstützt, während in Spanien seit über einem Jahr neun katalanische Politiker, der Rebellion (bis zu 30. Jahre Haft) beschuldigt in Untersuchungshaft sitzen, [...]
Dass gerade die spanische Regierung einen Putsch in Venezuela unterstützt, während in Spanien seit über einem Jahr neun katalanische Politiker, der Rebellion (bis zu 30. Jahre Haft) beschuldigt in Untersuchungshaft sitzen, macht mich sprachlos.
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