Politik

Venezuelas Präsident

Maduro fürchtet US-Mordkomplott gegen sich

Venezuelas Präsident Maduro wirft den USA vor, ihn töten zu wollen. Trumps Sicherheitsberater Bolton soll bereits eine Invasion in das südamerikanische Land planen. Belege für die Anschuldigungen wurden nicht genannt.

REUTERS

Venezuelas Präsident Nicolas Maduro

Mittwoch, 12.12.2018   20:07 Uhr

Das Verhältnis zwischen den USA und Venezuela ist mehr als angespannt. Nun erhebt der venezolanische Präsident Nicolas Maduro schwere Vorwürfe gegen Washington. Die USA wollten ihn ermorden, sagte er auf einer Pressekonferenz. Ziel des angeblichen Mordkomplotts sei es, in Venezuela eine Diktatur zu errichten. Auch fürchte er eine Invasion.

Maduro zufolge soll John Bolton, der Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, Anführer eines entsprechenden Plans sein. "John Bolton wurde erneut als Chef einer Verschwörung beauftragt, Venezuela mit Gewalt zu füllen und eine ausländische militärische Intervention durchzuführen", sagte Maduro. Demnach koordiniere Bolton die Ausbildung von Söldnern in Militärstützpunkten in Kolumbien und den Vereinigten Staaten.

Belege für seine Anschuldigungen legte Venezuelas Präsident nicht vor. Das Büro von Sicherheitsberater Bolton wollte sich zu den Vorwürfen zunächst nicht äußern. Allerdings hatte US-Präsident Trump im vergangenen Jahr gesagt, dass in Bezug auf Venezuela auch eine "militärische Option" nicht auszuschließen sei.

Im September berichtete die "New York Times", dass Mitglieder der US-Regierung mit Rebellen aus Venezuela die Möglichkeit eines Putsches gegen Maduro beraten haben sollen. Die Gespräche hätten demnach bereits 2017 stattgefunden. Das Weiße Haus hatte sich dazu nicht geäußert.

Maduro steht schon lange international in der Kritik. Die Versorgungslage ist prekär und bedroht die regionale Sicherheit. Die USA haben eine Reihe von Sanktionen gegen das Land verhängt.

asc/Reuters

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