Politik

Annegret Kramp-Karrenbauer

CDU prüft Gehaltsmodell für neue Chefin

Der Parteivorsitz der CDU ist traditionell ein Ehrenamt. Doch im Fall Kramp-Karrenbauer berät die Union, ob die neue Chefin wie eine Abgeordnete entlohnt werden könnte.

DPA

Annegret Kramp-Karrenbauer

Montag, 10.12.2018   15:36 Uhr

Die Wahl zur neuen CDU-Parteichefin würde für Annegret Kramp-Karrenbauer normalerweise mit einer finanziellen Verschlechterung einhergehen: Der Parteivorsitz ist traditionell ein Ehrenamt - mit nur geringfügiger oder gar keiner Entlohnung.

Das will die CDU für Kramp-Karrenbauer möglicherweise ändern. Wie die "Rheinische Post" unter Berufung auf Parteikreise berichtet und SPIEGEL ONLINE bestätigt wurde, könnten ihre Bezüge an die eines Bundestagsabgeordneten angelehnt werden. Denn: Normalerweise beziehen die Vorsitzenden ihr Einkommen aus anderen Funktionen, etwa als Regierungsmitglieder oder eben als Mitglieder des Bundestags. Auf Kramp-Karrenbauer allerdings trifft davon nichts zu.

Als Kramp-Karrenbauer Anfang des Jahres ihr Amt als saarländische Ministerpräsidentin aufgegeben hatte, um den Posten der dotierten CDU-Generalsekretärin zu übernehmen, hatte sich ihre Situation bereits finanziell verschlechtert.

Einen Ministerposten im Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel hat die neue Parteichefin abgelehnt. "Ich bin zur Wahl als Parteivorsitzende angetreten, weil ich für eigenständige Positionen der Union stehen will", sagte sie der "Saarbrücker Zeitung". Dafür brauche sie keine Einbindung ins Kabinett.

Die finanzielle Entschädigung für Abgeordnete liegt seit Juli dieses Jahres bei monatlich rund 9800 Euro. Die CDU-Vorsitzende könnte theoretisch auch Rentenzahlungen aus ihrer Tätigkeit als Regierungsmitglied und Landtagsabgeordnete im Saarland beantragen, berichtete die "Rheinische Post".

fek/flo/dpa

insgesamt 185 Beiträge
haarer.15 10.12.2018
1. Soll man jetzt einfach neue Regeln einführen ?
Wozu denn ? Ehrenamt ist Ehrenamt. Frau AKK kann sicher nicht nur theoretisch - sondern ganz praktisch mit einer guten Rente aus ihrer Tätigkeit als Ex-Ministerpräsidentin und Landtagsabgeordnete leben. Wo liegt hier denn das [...]
Wozu denn ? Ehrenamt ist Ehrenamt. Frau AKK kann sicher nicht nur theoretisch - sondern ganz praktisch mit einer guten Rente aus ihrer Tätigkeit als Ex-Ministerpräsidentin und Landtagsabgeordnete leben. Wo liegt hier denn das Problem ?
christian.leitner34 10.12.2018
2. Wie wäre
Es denn der Dame ein Bruttogehalt von 1800 Euro zu zahlen? Das verdienen viele Menschen im tolleb Zeitarbeitsgewerbe.
Es denn der Dame ein Bruttogehalt von 1800 Euro zu zahlen? Das verdienen viele Menschen im tolleb Zeitarbeitsgewerbe.
realplayer 10.12.2018
3.
Bin auf die Reaktion der Mitglieder gespannt.
Bin auf die Reaktion der Mitglieder gespannt.
abudhabicfo 10.12.2018
4. Wieso debattieren?
Wenn man diesen Job richtig machen möchte, so ist dies ein Full time Job. Dieser muss ordentlich entlohnt werden. Sicherlich mehr als ein Abgeordnetengehalt.
Wenn man diesen Job richtig machen möchte, so ist dies ein Full time Job. Dieser muss ordentlich entlohnt werden. Sicherlich mehr als ein Abgeordnetengehalt.
PeterMüller 10.12.2018
5. Und wenn Sie erst das Geld einer Abgeordneten hat...
… wird sie auch die Renten als Ministerpräsidentin beantragen. Immer schön die Taschen vollmachen! Da kann man doch nur aus der CDU austreten.
… wird sie auch die Renten als Ministerpräsidentin beantragen. Immer schön die Taschen vollmachen! Da kann man doch nur aus der CDU austreten.
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