Politik

SPD-Kanzlerkandidat

CDU-Vize Strobl will Schulz mehr attackieren

Wie umgehen mit dem SPD-Kanzlerkandidaten? CDU-Chefin Merkel vermeidet bislang offene Angriffe auf Martin Schulz. Ihr Stellvertreter ist im Interview mit dem SPIEGEL weniger zurückhaltend.

DPA

Thomas Strobl

Von
Samstag, 04.03.2017   08:04 Uhr

Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Thomas Strobl fordert seine eigene Partei zu einer harten Gangart gegen Martin Schulz auf. "Horst Seehofer hat recht: Jetzt ist die Abteilung Attacke in der Union gefragt", sagt Strobl im Interview mit dem SPIEGEL: "Wenn es nach mir geht, setzen wir auf Angriff, jeden Tag." (Lesen Sie hier das vollständige Interview mit Thomas Strobl im neuen SPIEGEL.)

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Strobl wirft dem SPD-Kanzlerkandidaten vor, die Demokratie zu verachten: "Es ist schon merkwürdig, wenn einer, der die wichtigsten Jahre seines politischen Lebens als Teil der politischen Klasse Europas verbracht hat, sich dann auf einmal zum Antipolitiker stilisiert", so Strobl im SPIEGEL-Interview.

Und weiter: "Diese Verachtung gegenüber demokratischen Politikern, letztlich gegenüber unserer Demokratie, braucht eine klare Antwort."

Strobl verteidigte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), der Schulz mit US-Präsident Donald Trumpverglichen hatte. Der Finanzminister formuliere zuweilen zugespitzt, betonte Strobl: "In der Sache hat er genau das Richtige gesagt."

Damit stellt sich Strobl auf die Seite derer in der Union, die wie Schäuble oder sein parlamentarischer Staatssekretär Jens Spahn weniger Zurückhaltung gegenüber Schulz befürworten.

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insgesamt 78 Beiträge
robana 04.03.2017
1. Da hat es der Herr Strobel ....,
eine der besten Worthülsen der CDU, mal wieder in die Presse geschafft.
eine der besten Worthülsen der CDU, mal wieder in die Presse geschafft.
Werdasliestistdoof 04.03.2017
2. Unfassbar
Nicht zu fassen wie die CDU mit politischen Gegnern umgeht. Schulz als Feind der Demokratie zu bezeichnen entbehrt jeder Grundlage.
Nicht zu fassen wie die CDU mit politischen Gegnern umgeht. Schulz als Feind der Demokratie zu bezeichnen entbehrt jeder Grundlage.
Wolfgang Heubach 04.03.2017
3. Herr Schulz ist ein aufrechter Demokrat !
Bei allem Streit in der Sache: Jemandem wie Herrn Schulz die demokratische Legitimität abzusprechen, geht entschieden zu weit. Herr Schulz ist in meinen Augen ein aufrechter Demokrat ! Außerdem hat ihn meines Wissens auch die [...]
Bei allem Streit in der Sache: Jemandem wie Herrn Schulz die demokratische Legitimität abzusprechen, geht entschieden zu weit. Herr Schulz ist in meinen Augen ein aufrechter Demokrat ! Außerdem hat ihn meines Wissens auch die EVP-Fraktion - in der auch CDU/CSU-Abgeordnete sitzen ! - zum Präsidenten des EU-Parlaments mitgewählt. Wer selbst im Glashaus sitzt ...
stoffi 04.03.2017
4. Herr Schulz
hat zur Zeit, ausser seinem Wahlkampf, keine Verpflichtungen in der Politik und ist daher klar im Vorteil. Während sich Frau Merkel zur Zeit um viele Problemlösungen zu kümmern hat, kann Herr Schulz das blaue vom Himmel [...]
hat zur Zeit, ausser seinem Wahlkampf, keine Verpflichtungen in der Politik und ist daher klar im Vorteil. Während sich Frau Merkel zur Zeit um viele Problemlösungen zu kümmern hat, kann Herr Schulz das blaue vom Himmel versprechen. Da er bisher nichts zum Programm der SPD vorgetragen hat, sind seine Versprechen nur Seifenblasen. Die CDU wird genau hinhören und zur gegebenen Zeit darauf reagieren.
james.n 04.03.2017
5. Ran an Schulz!
Der Union wird gar nichts anderes übrig bleiben, als die Schulzrakete zu attakieren. Denn der ist jetzt dabei, die erfolgreiche Agenda 2010 in den Mond zu jagen. Merkel hält sich derzeit noch zurück. Die Frage für mich ist [...]
Der Union wird gar nichts anderes übrig bleiben, als die Schulzrakete zu attakieren. Denn der ist jetzt dabei, die erfolgreiche Agenda 2010 in den Mond zu jagen. Merkel hält sich derzeit noch zurück. Die Frage für mich ist allerdings, ob sie überhaupt noch richtig Wahlkampf kann, zumal sie bei den letzten Wahlen die politischen Gegner lediglich in den Schlafmodus versetzte. Hoffentlich verschläft sie ihn diesmal nicht selbst. Dann wären wir die Ewigkanzlerin zumindest los.

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