Reise

Drohendes Verkehrschaos

Warnstreik im Berliner Nahverkehr hat begonnen

Es ist der bislang härteste BVG-Warnstreik in diesem Jahr: In Berlin stehen seit dem frühen Montagmorgen U-Bahnen, Straßenbahnen sowie zahlreiche Busse still - und das wird sich im Laufe des Tages auch nicht ändern.

Daniel Naupold/ DPA

U-Bahn in Berlin: Am Montag brauchen Reisende in der Stadt starke Nerven

Montag, 01.04.2019   10:32 Uhr

In Berlin droht an diesem Montag Verkehrschaos: Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) hat am frühen Morgen der bislang härteste Warnstreik in diesem Jahr begonnen. U-Bahnen und Straßenbahnen in der Stadt fuhren nicht, auch die meisten Busse blieben in den Depots.

"Der Warnstreik hat wie geplant um drei Uhr begonnen", sagte Ver.di-Verhandlungsführer Jeremy Arndt am frühen Montagmorgen. Die Gewerkschaft hatte am vergangenen Donnerstagabend zum Streik aufgerufen. Er soll den ganzen Tag dauern. S-Bahnen und Regionalzüge werden aber wie gewohnt fahren.

Die BVG-Beschäftigten wollen mehr Geld und bessere Arbeitszeiten. Die Tarifverhandlungen waren auch in der jüngsten Runde am vergangenen Donnerstag ohne Ergebnis geblieben: Die Gewerkschaft lehnte das Angebot der Arbeitgeberseite als unzureichend ab.

Bereits Mitte Februar hatte es einen mehrstündigen Warnstreik der BVG gegeben, um den Druck im Tarifkonflikt zu erhöhen. Vor gut zwei Wochen standen bei einem weiteren Warnstreik alle Busse der Verkehrsbetriebe still.

Insgesamt geht es um rund 14.500 Beschäftigte bei dem Landesunternehmen und seiner Tochter Berlin Transport. Die BVG ist Deutschlands größtes kommunales Nahverkehrsunternehmen und zählt täglich rund 2,9 Millionen Fahrgäste.

aar/dpa

insgesamt 4 Beiträge
svensationell 01.04.2019
1. Mehr davon
In diesem Land wird viel zu wenig gestreikt und für die Belange derjenigen, die das Geld tatsächlich "verdienen", gestritten. Was fast noch schlimmer ist, ist das oft folgende Bashing gegen diejenigen, die sich nicht [...]
In diesem Land wird viel zu wenig gestreikt und für die Belange derjenigen, die das Geld tatsächlich "verdienen", gestritten. Was fast noch schlimmer ist, ist das oft folgende Bashing gegen diejenigen, die sich nicht länger die unwürdigen Arbeitsbedingungen gefallen lassen wollen.
urmedanwalt 01.04.2019
2. Angeblich 400 Euro mehr
soll jeder Mitarbeiter im Monat bekommen. So kommuniziert das jedenfalls die BVG. Wenn das richtig wäre, fände ich das schon sportlich. Vielleicht kann mal jemand von der Gewerkschaft das prüfen und ggf. korrigieren, wenn es [...]
soll jeder Mitarbeiter im Monat bekommen. So kommuniziert das jedenfalls die BVG. Wenn das richtig wäre, fände ich das schon sportlich. Vielleicht kann mal jemand von der Gewerkschaft das prüfen und ggf. korrigieren, wenn es nicht stimmt.
pizzerino 01.04.2019
3.
leider steht hier nichts vom Lohnniveau der BVG zu lesen. Immerhin diskutiert man gleichzeitig über Wohnungsenteignungen, weil sich der Durchschnittsverdiener Berlin offensichtlich immer schlechter leisten kann. Witzig...
leider steht hier nichts vom Lohnniveau der BVG zu lesen. Immerhin diskutiert man gleichzeitig über Wohnungsenteignungen, weil sich der Durchschnittsverdiener Berlin offensichtlich immer schlechter leisten kann. Witzig...
didowo 02.04.2019
4. Montag der 01.04.2019 in Berlin
Staus auf den Straßen. Chaos beim Autoverkehr. Gruß an die Umwelt!!! So bekommen wir keine Verkehrswende zu Gunsten der Umwelt hin. Der reg. Bürgermeister hat schon Fahrpreiserhöhungen angekündigt. Wenn wir die Autofahrer [...]
Staus auf den Straßen. Chaos beim Autoverkehr. Gruß an die Umwelt!!! So bekommen wir keine Verkehrswende zu Gunsten der Umwelt hin. Der reg. Bürgermeister hat schon Fahrpreiserhöhungen angekündigt. Wenn wir die Autofahrer (mich eingeschlossen) dazu bewegen wollen, für eine bessere Umwelt das Auto stehen zu lassen, dann geht das so nach hinten los. Wenn die Bürger auf das Auto verzichten sollen, was o.k. wäre, dann müssen die ÖPNV IMMER fahren und die Fahrpreise für Umweltkarten müssen runter. Meine Frau fährt seit 1992 Umweltkarte, die ist von ursprünglich 30 DM auf über 60 EURO gestiegen. Was daran Umweltfreundlich sein soll muss mir erstmal einer erklären können. Danke.

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