Reise

Sicherheitsbedenken

Lufthansa fliegt wieder nach Kairo, British Airways nicht

Nach eintägiger Unterbrechung hat die Lufthansa ihren Flugbetrieb nach Kairo wieder aufgenommen. Die Fluggesellschaft British Airways meidet die ägyptische Hauptstadt weiterhin.

Silas Stein/ DPA

Startende Lufthansa-Maschine

Sonntag, 21.07.2019   16:45 Uhr

Die Lufthansa fliegt wieder nach Kairo: Am Sonntag startete mit etwa zwei Stunden Verspätung wieder eine ihrer Maschinen aus Frankfurt in Richtung der ägyptischen Hauptstadt; für Sonntagabend und Montag sind weitere Flüge geplant.

Die Airline hatte am Samstag aus Sicherheitsbedenken Flüge nach Kairo gestrichen. Nähere Angaben machte das Unternehmen nicht.

Die Fluggesellschaft British Airways hat ihre Flüge nach Kairo ebenfalls ausgesetzt - und das gleich für mindestens sieben Tage. Die Sicherheit der Passagiere und der Crew-Mitglieder habe oberste Priorität, hieß es.

Die Ankündigungen bedeuten einen Dämpfer für Ägyptens Tourismusbranche, die sich nach jahrelanger Flaute langsam wieder erholt. Wegen der politischen Umwälzungen im Land hatten viele Besucher das auch bei Deutschen eigentlich beliebte Reiseziel gemieden.

Ägyptische Luftfahrtbehörde kritisiert Unterbrechungen

Der Vorsitzende der ägyptischen Luftfahrtbehörde kritisierte die Entscheidung beider Fluggesellschaften als politisch motiviert. "Alle ägyptischen Flughäfen sind gut gesichert", sagte Sami al-Hifnawi einem Ableger des saudischen TV-Senders MBC. "Immer wenn Ägypten sich erholt, kommt es zu einer künstlich herbeigeführten Krise."

Das britische Außenministerium weist in seinen Reisewarnungen für Ägypten auch auf eine erhöhte Terrorismusgefahr im Luftverkehr hin. Das Auswärtige Amt warnt für Ägypten vor Reisen in den Nordsinai, in das ägyptisch-israelische Grenzgebiet (mit Ausnahme von Taba) und entlegene Gebiete der Sahara. Im Norden der Sinai-Halbinsel kommt es immer wieder zu Terroranschlägen und Entführungen.

Im Oktober 2015 war es in Ägypten zu einem schweren Terroranschlag auf einen russischen Ferienflieger gekommen. Nach der Explosion einer versteckten Bombe stürzte dieser auf dem Flug von Scharm el-Scheich nach St. Petersburg ab, alle 224 Menschen an Bord wurden getötet. Die Terrormiliz Islamischer Staat reklamierte den Anschlag für sich.

ssu/dpa-AFX

insgesamt 6 Beiträge
frenchie3 21.07.2019
1. Ja, nee, is klar
"Immer wennÄgyptensich erholt, kommt es zu einer künstlich herbeigeführten Krise." Voll übel wie sich zwei kommerzielle Unternehmen daran machen den Tourismus eines Landes zu ruinieren. Die sparen ja eine Menge [...]
"Immer wennÄgyptensich erholt, kommt es zu einer künstlich herbeigeführten Krise." Voll übel wie sich zwei kommerzielle Unternehmen daran machen den Tourismus eines Landes zu ruinieren. Die sparen ja eine Menge Treibstoff wenn sie nicht da hin müssen. Bin mal gespannt was da im Hintergrund läuft, Bombendrohungen vielleicht?
hexenbesen.65 21.07.2019
2.
Nach langem bin ich dieses Jahr mal wieder geflogen. (erst mal war ich überrascht am Frankfurter Flughafen mit dem "automatischen Gesichtserkenner" (jaaa, ich bin schon ne weile nicht mehr geflogen, schon ma [...]
Nach langem bin ich dieses Jahr mal wieder geflogen. (erst mal war ich überrascht am Frankfurter Flughafen mit dem "automatischen Gesichtserkenner" (jaaa, ich bin schon ne weile nicht mehr geflogen, schon ma geschrieben). Und ---was mich GENERVT hat....in Marsa Alam (Ägypten) wurden wir beim Heimglug am Terminal VIERMAL "durchsucht"---mit Schuhen ausziehen usw... also, wenn das "Sicherheitsgefahr" bedeuten soll, weis ich nicht weiter...
capote 22.07.2019
3. Entweder oder
Entweder general SISI kann die Moslembrüderschaften auf die Plaätze verweisen, oder eben nicht. Man kann ja nur noch christliche Kopten als Angestellte auf Ägyptens Flughäfen einstellen und das Problem ist behoben. Wer von den [...]
Entweder general SISI kann die Moslembrüderschaften auf die Plaätze verweisen, oder eben nicht. Man kann ja nur noch christliche Kopten als Angestellte auf Ägyptens Flughäfen einstellen und das Problem ist behoben. Wer von den Musils radikalist und wer nicht,kann kein Mensch entscheiden.
sandkuhle 22.07.2019
4. Man erinnere sich...........
Ja die Lufthansa hat da wohl ihre ureigenes Verständnis bezüglich vorbeugende Sicherheit im Luftraum - immer noch? Es sei erinnert an den Spiegel Artikel von vor fast Tag genau 5 Jahren : "Lufthansa flog zuletzt 56-mal [...]
Ja die Lufthansa hat da wohl ihre ureigenes Verständnis bezüglich vorbeugende Sicherheit im Luftraum - immer noch? Es sei erinnert an den Spiegel Artikel von vor fast Tag genau 5 Jahren : "Lufthansa flog zuletzt 56-mal über Kriegsgebiet." https://www.spiegel.de/panorama/malaysia-airlines-mh17-lufthansa-ueberflog-ost-ukraine-56-mal-a-981813.html
manicmecanic 22.07.2019
5. alles klar
Zuerst die lächerliche Beschwerde der Ägypter die Krise wäre "künstlich herbeigeführt und dann die äußerst bemerkenswerte Tatsache des Schweigens der Airlines zu den Gründen.Diese pauschale Begründung sagt in dem [...]
Zuerst die lächerliche Beschwerde der Ägypter die Krise wäre "künstlich herbeigeführt und dann die äußerst bemerkenswerte Tatsache des Schweigens der Airlines zu den Gründen.Diese pauschale Begründung sagt in dem Zusammenhang dann ja doch klar aus daß es echt gefährlich ist nach Ägypten zu reisen.Da muß man kein Verschwörungstheoretiker sein um zu ahnen daß man den Grund nur darum nicht nennt,weil sonst wohl kaum noch jemand dahin fliegt.

Verwandte Themen

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung

TOP