DER SPIEGEL

FernsehenOperation gelungen

Im vergangenen Jahr hatte der Regisseur Steven Soderbergh ("Ocean's Eleven") seinen Abschied vom Kino angekündigt. Jetzt ist sein neues Großprojekt fürs Fernsehen fertig: "The Knick" heißt die von Soderbergh inszenierte und produzierte TV-Serie, die der Bezahlsender Sky ab 9. August in Deutschland zeigt, nur einen Tag nach der Premiere in den USA. "The Knick" ist benannt nach dem Knickerbocker Hospital in New York. Ähnlichkeiten mit populären Arztserien wie "Emergency Room", "Grey's Anatomy" oder gar, die Älteren werden sich erinnern, "Die Schwarzwaldklinik" gibt es allerdings kaum. Soderberghs Serie ist eher ein düster-realistisches Historiendrama: Die ersten zehn Episoden spielen im Jahr 1900, als viele Chirurgen mit brutaler Ahnungslosigkeit in ihren Patienten herumstocherten. Wer kein Blut sehen kann, wird bei "The Knick" oft die Augen schließen müssen. Der Held der Serie, Doktor Thackery, gespielt von dem Briten Clive Owen, hat ein besonderes Medikament gefunden, um mit dem Stress fertigzuwerden: Er spritzt sich regelmäßig Kokain.
Von Mwo

DER SPIEGEL 32/2014
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