DER SPIEGEL

Donald Trump

Donald Trump, 53, amerikanischer Immobilien-Mogul und selbst ernannter Präsidentschaftskandidat, absolvierte am vergangenen Montag in Miami seine außenpolitische Jungfernrede. Vor einer Menge jubelnder Exil-Kubaner verriet er, was er für den Máximo Líder Castro übrig habe: "Persönlich nur zwei Worte: ,Adios, Amigo!'". Dabei vergaß der Casino- und Wolkenkratzer-Besitzer nicht hinzuzufügen, das erste Hotel im freien Kuba sei seins. Die Kubaner schrien: "Viva Donald Trump!" Seine Mitbewerber wusste er zu deklassieren: "Machten sie Milliarden Dollar in kurzer Zeit? Nein. Können sie das überhaupt? No." Und selbst seine verflossenen Ehefrauen (zwei) sowie auch die neueste Freundin an seiner Seite, Melania Knauss, 26, mit der er gelegentlich öffentlich Monopoly spielt, wusste Trump für seine Bewerbung um das Präsidentenamt einzusetzen: "Der einzige Unterschied zwischen mir und den anderen Kandidaten ist, dass ich ehrlicher bin und die schöneren Frauen habe."

DER SPIEGEL 47/1999
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