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GesundheitMeditieren schaltet Stressgene aus

Wer seinen Geist entspannt, der kann auch seinem Körper Gutes tun. Wie genau das funktioniert, glauben europäische Forscher nun herausgefunden zu haben. Im Fachmagazin "Frontiers in Immunology" werteten sie 18 Studien zur sogenannten Mind-Body-Medizin aus und entdeckten dabei Hinweise auf einen gemeinsamen Mechanismus: Bei gestressten Menschen sind häufig Gene für die Herstellung von entzündlich wirkenden Zytokinen aktiv. Meditation, Yoga oder Tai-Chi können offenbar bewirken, dass die Zytokine-Gene teilweise wieder ausgeschaltet werden. Auf diese Weise lassen sich nicht nur Angststörungen und Depressionen wirksam behandeln, sondern auch entzündliche Prozesse.
Von Ble

DER SPIEGEL 26/2017
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