DER SPIEGEL

13. September 2004 Betr.: Titel

Während seiner Zeit als Südamerika-Korrespondent des SPIEGEL stieß Matthias Matussek, 50, oft auf Spuren des Abenteurers und Wissenschaftlers Alexander von Humboldt: Flüsse, Pflanzen, Berge, aber auch Frisiersalons tragen dort den Namen des Deutschen, der 1799 mit Sextanten und Teleskopen im Gepäck ausgezogen war, um unter verwegenen Umständen fünf Jahre lang die Neue Welt zu erforschen. In Lateinamerika, so Matussek, sei Humboldt "populärer als mancher Fußballgott und vor allem populärer als in seiner Heimat". Das könnte sich jetzt ändern. Die SPIEGEL-Redakteure Stefan Aust, 58, Matussek und Johannes Saltzwedel, 42, sprachen in München mit dem Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger, 74, über Humboldts Werk "Kosmos", das Enzensberger und der Büchermacher Franz Greno, 56, in der "Anderen Bibliothek" wieder auf den Markt bringen. "Ich war überrascht, was Humboldt schon damals über die Welt wusste", sagt Saltzwedel, "von der Klimageografie bis hin zu Erdbebenwellen und dem komplexen Zusammenspiel von Flora und Fauna" (Seite 162).

DER SPIEGEL 38/2004
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