DER SPIEGEL

Hund da, Stress weg

Kanada Therapiehunde bringen Kinder mit Entwicklungsstörungen zum Sprechen und helfen Soldaten in Kriegsgebieten, mit der Dauerbelastung klarzukommen. Können sie auch gestresste Studierende in der Prüfungsphase vor dem Nervenzusammenbruch bewahren?
Diese Frage haben sich Wissenschaftler der kanadischen University of British Columbia gestellt und den Effekt von Therapiehunden auf Studierende untersucht. In der Vergangenheit berichteten immer wieder Hochschulen in den USA und Großbritannien, Kuschelkurse in der Prüfungszeit anzubieten. Die kanadischen Forscher überprüften nun, ob sie tatsächlich etwas bringen. Dazu wurden 246 Freiwillige direkt vor und nach einer Therapiestunde befragt und ein drittes Mal zehn Stunden später. Im März publizierten die Wissenschaftler ihre Studie "Petting away pre-exam stress". "Die Ergebnisse waren bemerkenswert", schreibt der Psychologieprofessor und Co-Autor Stanley Coren. "Sogar zehn Stunden nach einer Sitzung mit dem Therapiehund berichteten die Studierenden, dass sie sich besser unterstützt und weniger gestresst fühlen als Studierende, die nicht an der Studie teilgenommen haben."

UniSPIEGEL 3/2018
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