Sport

Afrika-Cup

Vorwurf der sexuellen Belästigung: Ägypten wirft Spieler aus dem Kader

Weil er obszöne Kommentare und sogar ein Nacktvideo von sich verschickt haben soll, wurde Amr Warda aus dem Afrika-Cup-Kader der ägyptischen Fußballnationalelf geworfen. Es ist nicht der erste Vorwurf dieser Art.

Sameh Abo Hassan/DPA

Amr Warda

Mittwoch, 26.06.2019   16:58 Uhr

Weil dem ägyptischen Nationalspieler Amr Warda sexuelle Belästigung vorgeworfen wird, hat der Fußballverband den Mittelfeldspieler für die weiteren Afrika-Cup-Spiele aus dem Kader gestrichen. Das gab der Verband wenige Stunden vor dem zweiten Gruppenspiel gegen die Demokratische Republik Kongo bekannt. "Er ist definitiv raus", sagte Ägyptens Teammanager Ihab Leheita: "Wir müssen uns auf das Spiel konzentrieren."

Bereits zu Wochenbeginn waren erste Vorwürfe gegen den 25-Jährigen in den sozialen Netzwerken verbreitet worden. Mehrere Frauen hatten Screenshots obszöner Kommentare des Offensivspielers, der derzeit vom griechischen Meister Paok Saloniki an Atromitos Athen ausgeliehen ist, geteilt. Zudem soll Warda einer Frau ein Nacktvideo von sich geschickt haben, das am Mittwochmorgen im Internet aufgetaucht war.

Es ist nicht der erste Vorwurf dieser Art an Warda. Bereits 2017 kündigte der portugiesische Erstligist CD Feriense nach nur wenigen Tagen seinen Vertrag, weil er die Ehefrauen von zwei Teamkollegen sexuell belästigt haben soll.

Beim ägyptischen Auftaktspiel beim Afrika-Cup am vergangenen Freitag war Warda noch in der 71. Minute eingewechselt worden und hatte dem Team zu einem 1:0 (1:0)-Sieg gegen Simbabwe verholfen.

hba/sid

insgesamt 1 Beitrag
Vally 26.06.2019
1. Da hat er dann ja wohl Glück gehabt
Die Ehefrauen seiner Teamkollegen sexuell zu belästigen, hätte auch zu gebrochenen Körperteilen führen können. Neben allen Nachteilen, die soziale Netzwerke mit sich bringen, bin ich doch sehr froh, dass durch sie immer mehr [...]
Die Ehefrauen seiner Teamkollegen sexuell zu belästigen, hätte auch zu gebrochenen Körperteilen führen können. Neben allen Nachteilen, die soziale Netzwerke mit sich bringen, bin ich doch sehr froh, dass durch sie immer mehr Frauen gegen Belästigungen von Männern vorgehen und sich wehren. Ob in Indien oder in Afrika.

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