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Bayern-Präsident Hoeneß über Transfers

"Wenn Sie wüssten, wen wir schon alles haben"

Uli Hoeneß sind die Befindlichkeiten altgedienter Spieler inzwischen wichtiger als Titel. Die Meisterschaft in diesem Jahr habe man "geopfert", sagte er. Außerdem kündigte der Bayern-Präsident Transfers an.

Getty Images

Uli Hoeneß

Sonntag, 24.02.2019   13:41 Uhr

Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß hat sich zur aktuellen Situation beim Rekordmeister geäußert. Zur sportlichen Leistung, Transfers, zum Sportdirektor Hasan Salihamidzic und der dauernden Kritik an all diesen Punkten.

In der "Doppelpass"-Talkrunde bei Sport1 sagte Hoeneß, sein Klub sei in dieser Saison "bereit gewesen, mal die Meisterschaft ein Jahr zu opfern". Denn wichtiger sei ihm, Spielern wie Franck Ribéry und Arjen Robben "einen vernünftigen Abgang zu machen". Er habe in seinem Leben "mehr als 50 Titel gewonnen, da kommt es auf den ein oder anderen auch nicht mehr an", sagte Hoeneß.

Mit "vernünftigem Abgang" meinte Hoeneß, solchen Spielern keine teuren Neuverpflichtungen vor die Nase zu setzen. Investitionen würden erst im kommenden Sommer getätigt werden. Bei dieser Gelegenheit lobte er den viel kritisierten Sportdirektor Hasan Salihamidzic. Dieser mache einen "super Job", so Hoeneß, der große Transfers ankündigte: "Wenn Sie wüssten, wenn wir alles schon haben."

"Mit Kritik können wir leben"

Bei Lucas Hernandez von Atletico Madrid, ein erklärter Wunschspieler, sei die Situation "lauwarm". Wenn der Franzose, der in der Weltmeistermannschaft linker Verteidiger spielte, zu haben sei, werde der FC Bayern auch die festgeschriebene Ablöse von 80 Millionen Euro zahlen, sagte Hoeneß.

Spielerisch sehe er einen "klaren Aufwärtstrend", vor allem die Leistung in der Champions League beim 0:0 in Liverpool im Achtelfinal-Hinspiel lobte er. Nach so einem kraftraubenden Spiel müsse man auch mal mit einem mühsamen Sieg wie gegen Hertha BSC am Samstag in der Bundesliga (1:0) zufrieden sein: "Mit der Kritik können wir leben, so lange die Ergebnisse stimmen."

Laut Hoeneß ist der FC Bayern derzeit Tabellenführer der Bundesliga. Die Münchner sind punktgleich mit dem tatsächlichen Ersten der Bundesliga, Borussia Dortmund, haben aber die schlechtere Tordifferenz. Der BVB spielt am Abend gegen Bayer Leverkusen (18 Uhr, Liveticker bei SPIEGEL ONLINE).

luk/sid

insgesamt 94 Beiträge
spon1899 24.02.2019
1.
Man sollte Hoeneß vor sich selbst schützen und ihn nicht mehr öffentlich reden lassen. Bayern ist also Tabellenführer?! Ah ja....Hätte nicht gedacht, dass ich eines Tages mal Mitleid mit Hoeneß habe. Tragisch für ihn, dass [...]
Man sollte Hoeneß vor sich selbst schützen und ihn nicht mehr öffentlich reden lassen. Bayern ist also Tabellenführer?! Ah ja....Hätte nicht gedacht, dass ich eines Tages mal Mitleid mit Hoeneß habe. Tragisch für ihn, dass er den Abgang verpasst hat.
salvage_hunter 24.02.2019
2. Gähn!
Sowohl die Äußerungen von Hoeness, als auch der Artikel bringen nichts Neues! Einfach mal bei S1 abgeschrieben. Mal sehen, wie lange es dauert, bis auf die "Granaten"-Äußerung, Steuerhinterziehung, "verpasster Umbruch", [...]
Sowohl die Äußerungen von Hoeness, als auch der Artikel bringen nichts Neues! Einfach mal bei S1 abgeschrieben. Mal sehen, wie lange es dauert, bis auf die "Granaten"-Äußerung, Steuerhinterziehung, "verpasster Umbruch", etc. hingewiesen wird.
sven2016 24.02.2019
3. Klar: Diese Meisterschaft wollen wir nicht.
Da haben wir Besseres geplant. Hört man ja dauernd vom Bayernboss ;)
Da haben wir Besseres geplant. Hört man ja dauernd vom Bayernboss ;)
les2005 24.02.2019
4. Ich wollte schreiben "langsam wirds peinlich", aber
leider ist es schon sehr lange peinlich! Die drängendere Frage beim FCB ist doch wohl, wieviele Meisterschaften der Verein opfern will, um Hoeness das zu gewähren, was er für einen vernünftigen Abgang hält (und vermutlich [...]
leider ist es schon sehr lange peinlich! Die drängendere Frage beim FCB ist doch wohl, wieviele Meisterschaften der Verein opfern will, um Hoeness das zu gewähren, was er für einen vernünftigen Abgang hält (und vermutlich nie enden wird) und sich für den Rest der Welt mehr als Selbstdemontage anfühlt. Hätte er nur erhobenen Hauptes seine Strafe angetreten und die Buße tatsächlich akzeptiert, man hätte ihn dafür respektiert und weiter für seine Lebensleistung geschätzt. Dass er nun schon zum wiederholten Male außerstande ist, eine Tabelle zu lesen - man weiß nicht recht ob das ein Fall von Senilität ist oder ein Verhalten, das man sonst mehr aus Diktaturen kennt - die Partei(=Vereinsboss) hat immer recht. Was Ribery angeht - wahrscheinlich würde man ihm und seinem Renomee einen Gefallen tun, wenn man aufhörte den Vertrag zu verlängern, statt aller Welt vorzuführen, daß er einfach zu alt geworden geworden ist für sein Spiel. Und es geht nicht um die vielen verletzungsbedingten Ausfälle, sondern um die Tage wo er auf dem Platz steht und einfach nicht mehr liefern kann.
_gimli_ 24.02.2019
5.
Mal abwarten. Ich drücke dem BVB die Daumen, es ist aber nicht auszuschließen, dass Hoeneß am Ende der Saison grinsend eine sehr gute Flasche Wein aufmacht, wenn die Meisterschale doch wieder in München im Schrank liegt [...]
Zitat von spon1899Man sollte Hoeneß vor sich selbst schützen und ihn nicht mehr öffentlich reden lassen. Bayern ist also Tabellenführer?! Ah ja....Hätte nicht gedacht, dass ich eines Tages mal Mitleid mit Hoeneß habe. Tragisch für ihn, dass er den Abgang verpasst hat.
Mal abwarten. Ich drücke dem BVB die Daumen, es ist aber nicht auszuschließen, dass Hoeneß am Ende der Saison grinsend eine sehr gute Flasche Wein aufmacht, wenn die Meisterschale doch wieder in München im Schrank liegt und Liverpool aus der Championsleague gekegelt wurde. Interessieren würde mich, wen die für kommende Saison schon an der Angeln haben.
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